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Telefonterror: comparis.ch engagiert sich gegen lästige Werbeanrufe

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Das kann einen zur Weissglut bringen: Trotz Werbesperre im Telefonbuch werden Schweizer mit Werbeanrufen überhäuft.

Nervige Anrufe, dubiose Tricks und Tausende Beschwerden: Auch in diesem Herbst werden Schweizer von Call-Centern und Telefonmaklern mit Werbeanrufen belästigt – vor allem im Namen von Krankenkassen. Einige Werbeanrufer geben sich sehr dreist sogar als comparis.ch aus. Dies stimmt in keinem Fall. Konsumenten können beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) Beschwerde gegen die Telefonwerbung einreichen. Wir geben vier Tipps, wie man sich vor ärgerlichen Werbeanrufen schützen kann.

Selbst das Sternchen (*) im Telefonbuch schützt die wohlverdiente Feierabendruhe nicht: Auch in diesem Herbst klingelt es wieder vermehrt in Schweizer Haushalten. Krankenkassen selbst, Versicherungsmakler und Call-Center gehen am Telefon auf Kundenfang. Und das, obwohl der Gesetzgeber den Werbeanrufern klare rechtliche Grenzen gesetzt hat und zudem die Krankenkassenverbände Santésuisse und Curafutura einschlägige Empfehlungen für ihre Mitglieder erlassen haben.

Das dürfen Telefonmakler (nicht)

Seit April 2012 setzt das Bundesgesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) den Telefonmaklern und Werbeanrufern klare Schranken: Konsumenten können sich per Eintrag im Telefonbuch gegen Werbeanrufe schützen. Wer den Eintrag missachtet, macht sich strafbar.
Darüber hinaus besagt der Kodex des Kassenverbands: Zwecks Werbeanruf telefonisch kontaktiert werden dürfen nur Kunden, ehemalige Kunden und Interessierte, die zuvor ihr Einverständnis gegeben haben.

Vorsicht Lockfalle: Manchmal werden arglose Konsumenten von freundlichen Anruferstimmen zur Teilnahme an Umfragen oder Wettbewerben überredet. Dabei übersehen sie dann, dass sie ihr Einverständnis zu späteren Werbezwecken geben.

Dubiose Praktiken «schwarzer Schafe

Trotz gesetzlicher Grenzen, trotz Krankenkassen-Empfehlungen: Viele Konsumenten beklagen, weiterhin Anrufe im Namen von Kassen erhalten zu haben, mit denen sie noch nie in Kontakt standen. Teils kommen die Anrufe mit Schweizer Telefonnummern aus dem Ausland und teils werden die Rufnummern unterdrückt.

comparis.ch tätigt niemals Werbeanrufe

Besonders dreist ist die Tatsache, dass manche Call-Center sich sogar als comparis.ch ausgeben und unseren guten Namen bzw. das Vertrauen, das Konsumenten in comparis.ch haben, missbrauchen. comparis.ch tätigt niemals Werbeanrufe. Wir stellen lediglich Internet-Vergleiche zur Verfügung, so dass Konsumenten auf Basis dieser Informationen eine bessere Entscheidung treffen können. Wenn Sie Werbeanrufe unter dem Namen comparis.ch erhalten, passiert dies nie in unserem Auftrag!

Um auch die Krankenkassen dazu anzuregen, auf Telefonwerbung zu verzichten, hat comparis.ch 2015 das Label «Saubere Kundenwerbung lanciert. Auch in diesem Jahr haben sich einige Kassen verpflichtet, die Regeln einzuhalten.

 

 

Vier Tipps, um sich gegen lästige Anrufe zu wehren

1. Stern-Eintrag ins Telefonbuch setzen: Unser Online-Formular hilft Ihnen dabei – einfach und kostenlos. 

2. local.ch App auf dem Handy installieren: Die Telefonbuch-App von local.ch kennt tausende von Telefonnummern, die von dubiosen Call-Centern benutzt werden. Anrufe von diesen Nummern werden als "Telemarketing" angezeigt und können ignoriert, bzw. weggedrückt werden. Die App gibt es im Apple AppStore und bei Google Play.  

3. Belästigung trotz Werbesperre: Melden Sie uns Missbräuche über dieses Online-Formular. comparis.ch setzt sich mit Öffentlichkeitsarbeit und Interventionen bei den zuständigen Stellen ein.

4. Offizielle Beschwerde: Das können Sie direkt beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) einreichen. Das Seco kann im Namen des Bundes per Klage gegen Unternehmen vorgehen, die unrechtmässige Werbeanrufe tätigen.