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Bei Anruf Diagnose: So funktionieren die 3 Telmed-Modelle

INFO
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Erst Telefon-Diagnose, dann zum Arzt in die Praxis.
Wer erst den Arzt an der Hotline konsultiert, bekommt einen ordentlichen Rabatt auf seine Grundversicherungsprämie. Das Telmed-Modell gibt es in drei Varianten. Eine kurze Einführung für Krankenversicherte von comparis.ch.

Das Grundprinzip aller Telmed-Modelle: Bei gesundheitlichen Problemen wenden sich Versicherte vor dem ersten Arztbesuch an eine telefonische Beratungsstelle. Andernfalls Dort erteilt Fachpersonal Auskünfte, gibt Empfehlungen oder leitet den Patienten an einen Arzt, ein Spital oder einen Therapeuten weiter. Es besteht zudem die Möglichkeit, den Hotline-Ärzten Fotos zu mailen, etwa von Ausschlägen oder Wunden.

Davon ausgenommen sind in den meisten Fällen Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt, Behandlungen beim Augenarzt und Notfälle.

Was bringt die Hotline-Diagnose?

Durch diese Vorkonsultation werden Kosten gespart. Dafür erhält der Telmed-Versicherte einen Prämien-Rabatt von 15 bis 20 Prozent im Vergleich zur Standard-Grundversicherung.

So unterscheiden sich die 3 Telmed-Modelle?

Die Modelle tragen unterschiedliche Namen wie Sanatel, Telfirst. Tel Doc, Telcare, Medcall oder Win Win. Sie lassen sich aber in drei Varianten untergliedern.

Variante 1:  Patienten holen sich eine telefonische Erstberatung. Deren Empfehlung ist allerdings nicht verbindlich. Der Patient kann also unabhängig von der telefonischen Empfehlung anschliessend einen frei gewählten Arzt aufsuchen.

Variante 2: Patienten sind verpflichtet, sich zunächst telefonisch beraten zu lassen. Andernfalls zahlt die Kasse die Kosten nicht. Sie sind an die Empfehlung gebunden, haben dann aber die freie Arztwahl. Kommt die medizinische Fachperson zu der Auffassung, dass ein Arztbesuch überflüssig ist, bleibt dieser auch verwehrt.

Variante 3: Auch hier steht am Anfang die Pflicht zum Anruf bei der Hotline. Andernfalls zahlt die Kasse die Kosten nicht. Diese Modelle vereinen die Vorteile verschiedener alternativer Versicherungsmodelle. Die Empfehlung ist verbindlich. Zusätzlich ist die Arztwahl eingeschränkt, und zwar auf zum Beispiel:
  • den gewählten Hausarzt
  • Gesundheitszentren
  • kasseninterne Ärztelisten
  • Je nach Versicherungsprodukt muss man nicht zwingend anrufen, sondern man darf auch zum Beispiel direkt das Gesundheitszentrum aufsuchen.

Die Telmed-Modelle der 20 grössten Krankenversicherer

 

Variante 1

Variante 2

Variante 3

CSS

 

Callmed

 

Swica

Favorit Telmed

 

Medpharm (Apotheke)

Helsana

Premed 24

Benefit Plus Telemedizin

 

Visana

Med Call

Tel Doc

 

Mutuel

SanaTel

 

Primatel (Hausarzt)

KPT

 

KPTwin.win

 

Sanitas

 

Callmed

 

Philos

SanaTel

 

Primatel (Hausarzt)

Avenir

SanaTel

 

Primatel (Hausarzt)

Easy Sana

SanaTel

 

Primatel (Hausarzt)

Sansan

Premed 24

Benefit Plus Telemedizin

 

Avanex

Premed 24

Benefit Plus Telemedizin

 

Progès

Premed 24

Benefit Plus Telemedizin

 

Acrosana

 

Callmed

 

Atupri

 

Telfirst

FlexCare (HMO)

Intras

 

Callmed

 

Wincare

 

Callmed

 

ÖKK

 

CasaMed 24