Login
Login

Spartipps: So kommen Sie durchs Januarloch

Der Dezember ist für viele Schweizerinnen und Schweizer ein teurer Monat. Damit Sie Ihr Erspartes im Januar wieder aufstocken können, hat Comparis Spartipps aus verschiedenen Lebensbereichen zusammengestellt.

Alina Meister
Alina Meister

06.01.2026

Frau spart Geld beim Einwerfen von Münzen in ein Sparschwein

iStock / mladenbalinovac

1.Allgemeine Spartipps
2.Sparen bei der Autoversicherung
3.Sparen bei der Krankenkasse
4.Sparen beim Wohnen
5.Steuern sparen

1. Allgemeine Spartipps 

Erhöhen Sie den Selbstbehalt bei Versicherungen 

Überlegen Sie sich, ob Sie den Selbstbehalt bei bestimmten Versicherungen erhöhen möchten. Grundsätzlich gilt: Je höher der Selbstbehalt, desto niedriger ist die Versicherungsprämie. 

Vermeiden Sie Überversicherung 

Viele Schweizerinnen und Schweizer zahlen mehr für Versicherungen als nötig, weil sie überversichert sind. Prüfen Sie deshalb regelmässig, ob doppelte Deckungen bestehen. Beispiel: Viele Arbeitnehmende sind über den Arbeitgeber bereits obligatorisch gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle versichert, schliessen jedoch zusätzlich die Unfalldeckung in der Grundversicherung nicht aus. 

Nutzen Sie Mehrpolicen-Rabatte 

Bei einigen Versicherungsanbietern erhalten Sie einen Mehrpolicen-Rabatt, wenn Sie bereits eine andere Versicherung (z. B. eine Hausrat- oder eine Lebensversicherung) bei demselben Anbieter abgeschlossen haben. Prüfen Sie, ob Ihr Anbieter einen solchen Rabatt anbietet. 

Jetzt Hausratversicherung und Haftpflicht berechnen

Unser Tipp: Versicherungscheck

Machen Sie einmal pro Jahr einen kurzen Versicherungscheck. Denn: Ihre Lebenssituation ändert sich und damit auch Ihr Versicherungsbedarf. Ein Vergleich verschiedener Anbieter lohnt sich ebenfalls, denn die Prämienunterschiede für identische Leistungen sind teilweise gross.

2. Sparen bei der Autoversicherung 

Optimieren Sie Ihren Versicherungsumfang 

Der Versicherungsumfang ist nicht nur für einen umfassenden Schutz, sondern auch für die Höhe der Prämien entscheidend. 

  • Teilkasko statt Vollkasko: Prüfen Sie, ob Ihr Auto eine Teil- oder Vollkasko benötigt. Als Faustregel gilt: Ist das Auto sechs Jahre alt oder älter, reicht eine Teilkasko. Wer ein besonders teures Auto fährt, kann mit dem Wechsel auch noch etwas warten. 

  • Kurze Vertragsdauer: Schliessen Sie nur einjährige Verträge ab. Nur so können Sie jedes Jahr zu einem günstigeren Anbieter wechseln. Die Bonusstufe bleibt bei jedem Wechsel erhalten. 

Verzichten Sie auf bestimmte Zusatzleistungen 

In der Autoversicherung gibt es zahlreiche Zusatzleistungen, die oft nicht notwendig sind. Durch den Verzicht auf bestimmte Optionen können Sie die Kosten senken, ohne auf den notwendigen Schutz zu verzichten. 

  • Verzichten Sie auf freie Garagenwahl 

  • Schliessen Sie «mitgeführte Sachen» aus 

  • Lassen Sie die Insassen-Unfalldeckung weg 

  • Prüfen Sie den Ausschluss der Parkschadendeckung 

Nutzen Sie Rabatte und Prämiensparmodelle 

Durch die gezielte Nutzung von Rabatten bei der Autoversicherung können Sie Ihre Prämien deutlich senken, ohne auf den notwendigen Versicherungsschutz zu verzichten. Rabatte gibt es beispielsweise für Fahrerinnen und Fahrer von Elektroautos, für Mitglieder bestimmter Berufsgruppen oder den Abschluss mehrerer Policen bei derselben Versicherung. 

Zudem bieten moderne Technologien und innovative Versicherungskonzepte neue Möglichkeiten, die Prämie für die Autoversicherung zu senken. Optionen, mit denen Sie sparen können, sind: 

Prüfen Sie Ihre Lebenssituation

Haben Sie seit Neuestem Zugang zu einer Garage zu Hause oder am Arbeitsplatz? Fahren Sie weniger als in Ihrer Police angegeben? In beiden Fällen kann sich eine Anpassung der Police lohnen. Das Gleiche gilt, wenn es für Ihr Fahrzeug keine Lenkende mehr gibt, die unter 25 Jahre alt sind.

3. Sparen bei der Krankenkasse 

Wechseln Sie Ihre Grundversicherung jährlich 

Vergleichen Sie die Krankenkassenprämien jährlich. Denn: Die Leistungen der Grundversicherung sind klar definiert und bei jeder Krankenkasse gleich. Sie müssen also bei einer günstigeren Versicherung keine schlechtere Deckung befürchten. 

Hohes Sparpotenzial bei der Krankenkasse

Sie haben zum Januar 2015 von der teuersten zur günstigsten Kasse gewechselt und Anpassungen am Krankenkassen-Modell und der Franchise vorgenommen? Selbst ohne weitere Wechsel und Änderungen in den Folgejahren haben Sie je nach Region bis Ende 2025 über 35’000 Franken sparen können. 

Erhöhen Sie Ihre Franchise 

Je höher die Franchise, desto tiefer die Prämien. Mit der höchsten Franchise können Erwachsene bis zu 1’540 Franken pro Jahr sparen.  

Wichtig: Mit einer hohen Franchise müssen Sie sich stärker an den Kosten einer Behandlung beteiligen. Im schlimmsten Fall müssen Sie 3200 Franken zahlen für Franchise und Selbstbehalt. Überlegen Sie, ob Sie die Kosten im Ernstfall tragen könnten – etwa bei schwerer Krankheit. 

Schliessen Sie die Unfalldeckung aus 

Arbeiten Sie mindestens acht Stunden pro Woche für denselben Arbeitgeber? Dann sind Sie automatisch gegen Unfälle nach UVG versichert – sowohl für Berufs- als auch für Freizeitunfälle. Sie können bei der Krankenkasse somit die Unfallversicherung ausschliessen. 

Optimieren Sie Ihre Zusatzversicherung 

Prüfen Sie, welche Zusatzversicherungen Sie wirklich brauchen und nutzen. Kündigen Sie Versicherungen, bei denen die Prämien höher sind als die ausgezahlten Leistungen. 

Nutzen Sie alternative Versicherungsmodelle 

Mit alternativen Versicherungsmodellen können Sie bis zu 25 Prozent der Prämien sparen, die Sie beim Standardmodell zahlen würden. Zu diesen Modellen gehören: 

Bei alternativen Versicherungsmodellen ändert sich Ihre Erstanlaufstelle bei medizinischen Fragen. Die Leistungen der Grundversicherung bleiben aber gleich.  

Profitieren Sie von Skonto-Rabatten 

Sie haben verschiedene Möglichkeiten, Ihre Krankenkassenprämien zu bezahlten. Üblich ist die monatliche Zahlungsweise. Je nach Krankenkasse können Sie die Prämien aber auch halbjährlich oder jährlich im Voraus bezahlen. Viele Krankenkassen bieten je nach Zahlungsweise der Prämien sogenannte Skonto-Rabatte von bis zu 2 Prozent an.  

4. Sparen beim Wohnen 

Prüfen Sie, ob eine Mietzinssenkung möglich ist 

Prüfen Sie im Mietvertrag, welcher Referenzzinssatz der Berechnung Ihres aktuellen Mietzinses zugrunde liegt. Vergleichen Sie diesen mit dem aktuell publizierten hypothekarischen Referenzzinssatz des Bundes. Ist der im Vertrag erwähnte Referenzzinssatz höher als der aktuelle, haben Sie grundsätzlich Anspruch auf eine Mietreduktion. Wie Sie dabei vorgehen, lesen Sie hier

Optimieren Sie Ihre Wohnsituation 

Die Optimierung Ihrer Wohnsituation ist einer der wirksamsten Hebel, um Ihre langfristigen Wohnkosten zu senken. Viele Haushalte wohnen grösser oder teurer, als es ihre aktuelle Lebenssituation erfordert. Gerade nach dem Auszug der Kinder oder bei einer Trennung kann ein Umzug in eine kleinere Wohnung die Wohnkosten deutlich reduzieren.  

Zusätzlich kann sich ein Umzug in eine günstigere Region lohnen: In ländlichen Gegenden liegen die Mieten meist spürbar unter dem Niveau von Städten. Wer teilweise im Homeoffice arbeitet oder längere Pendelwege akzeptiert, kann dadurch seine Fixkosten langfristig deutlich senken

Senken Sie Ihre Nebenkosten 

Sparen Sie Energie durch einen bewussten Umgang mit Heizung, Warmwasser und Strom. Als Faustregel gilt: Senken Sie die Raumtemperatur um etwa ein Grad, reduzieren sich die Heizkosten spürbar.  

Auch beim Warmwasser besteht Sparpotenzial: Kürzere Duschzeiten, niedrigere Wassertemperaturen und Sparduschköpfe verringern den Energiebedarf deutlich. 

Beim Strom lohnt sich ein bewusster Umgang mit Geräten. Stellen Sie Leuchtmittel auf LED um und lassen Sie Geräte nicht im Stand-by-Modus laufen.   

Schliessen Sie ein günstigeres Internet-Abo ab 

Viele Schweizerinnen und Schweizer zahlen für Internet-Abos, die schneller oder umfangreicher sind, als sie diese tatsächlich benötigen. Ein Beispiel: Sie zahlen für ein Glasfaser-Abo, obwohl in Ihrer Wohnung gar keine aktive Glasfasersteckdose vorhanden ist. Ein regelmässiger Vergleich der Angebote lohnt sich

Gut zu wissen: Oft sind Kombi-Pakete aus Internet und TV günstiger als zwei separate Abos.  

Immobilienkauf: Vergleichen Sie Hypothekarzinsen 

Sie planen den Kauf einer Immobilie? Dann sollten Sie für Ihre Hypothek keinenfalls das erstbeste Angebot Ihrer Hausbank akzeptieren. Denn: Die Angebote der Hypothekaranbieter unterscheiden sich stark. Unser Hypothekenpartner HypoPlus unterstützt Sie dabei, die für Sie besten Konditionen auszuhandeln. 

5. Steuern sparen 

Vergessen Sie keine Abzüge 

Wussten Sie, dass Sie viele Ausgaben von den Steuern abziehen können? Dazu zählen beispielsweise (Liste nicht abschliessend): 

  • ÖV-Abo und Velo 

  • Berufliche Weiterbildungen 

  • Versicherungsprämien (z. B. von der Krankenkasse oder einer Lebensversicherung) 

  • Kinderbetreuungskosten 

  • Spenden 

  • Hypothekarzinsen 

Zahlen Sie in die Säule 3a ein 

Mit Einzahlungen in die 3. Säule sparen Sie nicht nur fürs Alter, sondern auch bei den Steuern. Denn: Sie können den gesamten eingezahlten Betrag vom steuerbaren Einkommen abziehen. Abzugsfähig sind 2026 Einzahlungen bis zum Maximalbetrag von:  

  • 7’258 Franken für Erwerbstätige mit Pensionskasse

  • 36’288 Franken für Erwerbstätige ohne Pensionskasse. 

Tipp: Profitieren Sie vom Zinseszinseffekt

Wer den Maximalbetrag bereits zu Jahresbeginn statt erst im Dezember in die Säule 3a einzahlt, profitiert länger vom sogenannten Zinseszinseffekt.

Bezahlen Sie Ihre Steuern so früh wie möglich 

Begleichen Sie Ihre Steuerrechnung so früh wie möglich. Denn: Bezahlen Sie nicht fristgerecht, müssen Sie mit Verzugszinsen rechnen. Bei einigen Kantonen erhalten Sie zudem Zinsen auf die gezahlten Steuern. 

Dieser Artikel wurde erstmals produziert am 06.01.2026

Das könnte Sie auch interessieren

Womo-Preisindex: Kosten für Wohnen & Mobilität

18.12.2025

Säule 3a und Steuern: So sparen Sie richtig

10.11.2025

Wie kann ich bei der Autoversicherung sparen?

24.10.2025

Krankenkassenprämien sparen: So nutzen Sie Ihr Sparpotenzial

07.10.2025