Hypothek

Checkliste Immobilienkauf: Das müssen Sie beim Hauskauf beachten

TIPPS
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Bevor Sie darüber nachdenken, ein Eigenheim zu beziehen, sollten Sie einige Punkte abklären. Bild: iStock / Malkovstock

Aufgrund der tiefen Zinsen liebäugeln viele mit einem Eigenheim. Doch ein solcher Schritt sollte wohl überlegt sein – diese acht Punkte sind zentral.

Die eigenen vier Wände sind der Traum vieler Schweizerinnen und Schweizer. Doch vor dem Immobilienkauf sollten verschiedene Fragen beantwortet werden.

1. Mieter oder Eigenheimbesitzer?

Ob man zum Mieterdasein neigt oder sich eher als Eigenheimbesitzer sieht, ist nicht immer einfach zu erspüren. Folgende Punkte sollen Ihnen als Orientierungshilfe dienen:

Flexibilität versus Stabilität

Im Unterschied zum Eigentümer kann der Mieter unter Vorbehalt der Kündigungsfrist im Mietvertrag jederzeit aus der Wohnung ausziehen und sich eine neue Bleibe suchen. Als Eigentümer sind Sie unbeweglicher, um auf neue Lebenssituationen zu reagieren. Im Gegenzug kann Ihnen als Mieter gekündigt werden. Hier bietet Wohneigentum mehr Sicherheit und Stabilität.

Machen lassen versus Selbermachen

Sind Sie Mieter, kümmert sich Ihr Vermieter um alle grösseren Reparaturen und Instandhaltungsarbeiten. Als Eigenheimbesitzer sind Sie auf sich gestellt. Allerdings sind Sie auch frei, die eigenen vier Wände nach Belieben zu gestalten; etwa Ihre eigene Küche auszusuchen, den Bodenbelag selbst zu wählen oder im Bad bauliche Änderungen vorzunehmen.

Günstiger Wohnen versus Risiko

In selbstbewohntem Eigentum lebt es sich am Ende des Monats wegen der momentan günstigen Zinsen zwar oft günstiger als in einer Mietwohnung. Investitionen in Immobilien verschlingen aber verhältnismässig grosse Summen, und sie sind illiquid. Erleidet ein Eigentümer einen Liquiditätsengpass, kann er nicht einfach ein oder zwei Zimmer seines Hauses veräussern.

2. Wohnung oder Haus?

Die Wahl zwischen einem Haus oder einer Eigentumswohnung ist vielfach eine Frage der Präferenz. Hausbesitzer sind in der Gestaltung ihres Zuhauses weitgehend frei. Dafür tragen sie aber auch alleinig die Kosten. Wohnungseigentümer indes müssen sich – was den Aussenbereich der Eigentumswohnung anbelangt – mit den anderen Besitzern abstimmen. Dafür lassen sich die Kosten für eine Investition – etwa eine Wärmepumpe – auf mehreren Schultern verteilen.

3. Habe ich genügend Eigenkapital?

Kreditinstitute verlangen beim Kauf eines Eigenheims mindestens 20 Prozent Eigenkapital. Dieses kann aus verschiedenen Quellen stammen, jedoch müssen zwingend 10 Prozent mit «echten» Eigenmitteln gedeckt werden. Weitere 10 Prozent des Kaufpreises können durch Verpfändung oder Vorbezug der Pensionskasse eingebracht werden. Voraussetzung: Sie bewohnen das Wohnobjekt selbst.

Konkret: Bei einer 800'000 Franken teuren Eigentumswohnung beträgt das nötige Eigenkapital 160'000 Franken.

4. Reicht mein Einkommen aus?

Die laufenden Wohnkosten, bestehend aus Zinsen, Amortisation und Unterhalt, sollten ein Drittel des regelmässigen Bruttoeinkommens nicht übersteigen. Ob der Käufer diese Bedingung erfüllt, wird anhand der sogenannten Tragbarkeitsrechnung ermittelt.

Beispiel einer Tragbarkeitsrechnung

Beispiel Tragbarkeitsrechnung

Berechnen Sie hier Ihre individuelle Tragbarkeit.

5. Was ist der kalkulatorische Zinssatz? 

Eine zehnjährige Festhypothek kostet heute deutlich weniger als 5 Prozent. Die Banken und Versicherungen verwenden für die Tragbarkeitsrechnung indes nicht die aktuellen Hypothekarzinsen, sondern einen langfristigen Durchschnittssatz. Dieser wird kalkulatorischer Zins genannt und beträgt 5 Prozent. Damit stellen die Kreditinstitute sicher, dass sich der Kunde die Immobilie auch bei steigenden Zinsen noch leisten kann. 

6. Welche Hypothek muss zurückbezahlt werden?

Die erste Hypothek wird aufgrund von steuerlichen Vorteilen meist nicht zurückbezahlt. Die zweite Hypothek muss demgegenüber in der Regel binnen 15 Jahren getilgt sein. Die dafür notwendigen jährlichen Kosten (im obigen Beispiel 7'111 Franken) können direkt oder indirekt amortisiert werden.

7. Wo finde ich geeignete Immobilien?

Den grössten Online-Immobilienmarkt der Schweiz bietet comparis.ch an: Immobilienmarkt Schweiz

8. Wo gibt’s die günstigste Hypothek? 

Neben zahlreichen Banken bieten auch Versicherungsinstitute und Pensionskassen Immobilienfinanzierungen mittels Hypotheken an – zu jeweils unterschiedlichen Konditionen. Wer vergleicht, spart somit viel Geld. Hinzu kommt: Die Zinssätze, die Kreditinstitute publizieren, sind nicht in Stein gemeisselt, sondern Verhandlungssache. Das ist allerdings nicht jedermanns Sache. Ein Vermittler übernimmt die Verhandlungen für Sie und holt das beste Angebot für Sie heraus. Im hiesigen Markt können Sie zum Beispiel den Comparis-Partner-Service HypoPlus mit der Suche nach den günstigsten Zinsen beauftragen. Füllen Sie dazu das folgende Formular aus. Die Berater von HypoPlus kontaktieren Sie schnellstmöglich. 

 

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