Was gibt es beim Hypothekarabschluss zu beachten

Hypothek abschliessen


Die Finanzierung des neuen Eigenheims erfordert viele wichtige Entscheidungen und es gibt einiges dabei zu beachten, damit Sie auch langfristig mit Ihrer Wahl zufrieden sind. Nachfolgend finden Sie einige Punkte die Sie unbedingt beachten sollten.

1. Vergessen Sie Zinsprognosen

  • Das Sprichwort «Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen» findet auch bei den Zinsen Anwendung. Kaum ein Institut oder Experte hat nachweislich die Zinsentwicklung der letzten fünf Jahre vorhergesehen.

  • Wenn Sie davon ausgehen, dass die Zinsen noch lange tief bleiben werden und Sie daher auf Hypotheken mit kurzen Laufzeiten setzen, um «günstiger» zu fahren – seien Sie sich bewusst, dass das in den langen Laufzeiten schon eingepreist ist. Auch die Anbieter gehen von lange anhaltenden tiefen Zinsen aus. Dies ist schliesslich auch der Grund, warum aktuell zehnjährige Festhypotheken zu 1 Prozent (Herbst 2016) angeboten werden – und nicht zu 3.5 oder 4.5 Prozent wie noch vor nicht allzu langer Zeit.

Tipp: Wer sich nicht um die Zinssituation kümmern oder steigende Zinsen schlicht nicht verkraften kann oder will, sollte die aktuell enorm tiefen Zinskonditionen bereits jetzt schon längerfristig absichern.

 

 2. Tranchieren Sie nicht ins Blaue hinaus

  • Finanzinstitute schlagen ihren Kunden häufig vor, die Hypothek in mehrere Tranchen aufzuteilen. Sie tun dies mit der Begründung, dass Sie ohne Tranchierung – je nach Zinsentwicklung – die gesamte Hypothek zu schlechteren Konditionen erneuern müssen. Dieser Effekt der Risikominimierung ist zwar wünschenswert, hat aber seinen Preis.
  • Wenn Sie beispielsweise zwei Tranchen à fünf und zehn Jahren haben, müssen Sie heute in fünf Jahren refinanzieren. Entsprechend werden Sie sich das von Ihrem Finanzinstitut offerieren lassen. Wenn Sie mit der Offerte nicht zufrieden sind, werden Sie mit dem gemachten Angebot leben müssen, auch wenn es markant schlechter ist als marktübliche Angebote. Der Grund liegt darin, dass Sie Ihre Hypothek ökonomisch nicht sinnvoll auf zwei Finanzinstitute aufteilen können.
  • Eine bessere Verhandlungsposition haben Kunden, die die auslaufende Tranche amortisieren können: «Entweder Sie machen mir einen Top-Preis oder ich amortisiere die Tranche!». Der Kundenberater, der Ihre Hypothek in den Büchern hat, bevorzugt eine grössere Hypothek. Auch zieht er es vor, wenn Sie Vermögen bei ihm führen. Dass Sie nun Ihr Anlagevermögen reduzieren und gleichzeitig die Hypothek verkleinern, wird ihm nicht gelegen kommen. Seine Diskussionsbereitschaft wird sich entsprechend erhöhen.

Tipp: Tranchieren Sie nur, wenn Sie die Tranche zum Ablauf hin auch amortisieren könnten.

 

3. Bemessen Sie Ihre Hypothek nicht zu knapp

  • Ein Hauskauf bringt viele Kosten mit sich, auch unvorhergesehene und nicht budgetierte. Das können beispielsweise neue Möbel sein, veränderte Mobilitätsbedürfnisse (z.B. ein Zweitauto) sowie Änderungen, Renovationen oder Reparaturen an der Immobilie.

Tipp: Sie sollten nach dem Kauf der Liegenschaft und den damit verbundenen weiteren Kosten noch mindestens fünf Prozent des Liegenschaftswerts in flüssigen Reserven auf der Seite haben.


4. Verpassen Sie es nicht, Ihre Fest(!)-Hypothek zu kündigen

  • Auch eine Festhypothek muss trotz festgesetztem Enddatum gekündigt werden! Wenn Sie nicht aktiv werden, wird Ihre auslaufende Festhypothek in den meisten Fällen in eine (teurere) variable Hypothek umgewandelt. Auch können Sie dann nicht umgehend zu einem günstigeren Anbieter wechseln und müssen sich an die Kündigungsfrist der variablen Hypothek halten.

Tipp: Schauen Sie sich noch heute Ihren Vertrag (Kündigungsfrist) an und setzen Sie sich eine Erinnerung in Ihre Agenda oder lassen Sie sich von uns an die Kündigung per E-Mail erinnern. Mehr

 

5. Schliessen Sie nicht ab, ohne vorher zu vergleichen

  • Beim Anruf Ihres Kundenberaters und der ersten Zinsnennung direkt abzuschliessen resp. zu verlängern, kann teuer werden.
  • Wir haben unzählige Fälle gesehen, bei denen Kunden durch Vergleichen – sei dies via comparis.ch oder selber auf dem Markt – beträchtliche Einsparungen realisieren konnten. In vielen Fällen kann ein Schweizer Hypothekarkunde durch Vergleichen und geschicktes Verhandeln (oder: Verhandeln lassen) 5'000 bis 20'000 Franken bei einem Hypothekarabschluss sparen!

Tipp: Nutzen Sie das Fachwissen von HypoPlus, einem Partner-Service von comparis.ch. Ihr persönlicher Berater von HypoPlus vergleicht und verhandelt in Ihrem Interesse die günstigsten Zinsen im Schweizer Markt – einfach, unabhängig und kompetent. 


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