Vorsorge

Säule 3a: Wofür die Schweizer vorsorgen

STUDIE
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Jeder Zweite sorgt bereits heute für schlechte Zeiten vor. Quelle: istock

Später einmal eine Weltreise unternehmen, einen Oldtimer kaufen, in den Süden auswandern – sind das die Träume, für die Schweizer mit der 3. Säule vorsorgen? Das Ergebnis ist wenig träumerisch, wie die aktuelle Comparis-Umfrage zur Altersvorsorge zeigt.

Von 1'590 durch das Marktforschungsinstitut innofact befragten Personen gab die Hälfte an, privat vorzusorgen, und nannte als Hauptgrund, sie wolle nach der Pensionierung finanziell besser gestellt sein (59 Prozent). Der Grund fürs Vorsorgen liegt klar im Aufbessern der Rente. 38 Prozent entschieden sich für eine private Vorsorge aus steuerlichen Überlegungen. Lediglich 16 Prozent möchten sich vom Ersparten einmal einen grossen Traum erfüllen wie beispielsweise eine Weltreise, ein Haus- und/oder Autokauf. Dieser Vorsorgegrund ist in der italienischsprachigen Schweiz mit 21 Prozent im Vergleich zur Deutschschweiz (16 Prozent) stärker ausgeprägt. Ein weiteres Motiv sind mögliche Pflegekosten, die im Alter auf einen zukommen könnten. Das ist bei den italienischsprachigen Schweizern mit 36 Prozent am stärksten, bei den Deutschschweizern mit 11 Prozent am geringsten ausgeprägt.

Insgesamt betrachtet sorgt jeder Zweite privat für das Leben nach der Pensionierung vor. Dies verdeutlicht, wie bedeutend die private Vorsorge für die Schweizer ist. Denn zwei Drittel der Erwerbstätigen glauben, dass ihnen mit der Rente aus der ersten und zweiten Säule (künftig) weniger als 60 Prozent des aktuellen Einkommens zur Verfügung stehen wird. Lediglich 20 Prozent sehen das anders. Hier zeigt sich, dass Männer optimistischer sind als Frauen. 

Marc Parmentier, Banken-Experte bei comparis.ch, erklärt den Umstand so: «Da Frauen oft Teilzeit arbeiten und aufgrund der Mutterschaft teils grosse Beitragslücken aufweisen, sind sie in Bezug auf die Rente pessimistischer.» Geschiedene Frauen, die lange nicht berufstätig waren und keine vorsorglichen Massnahmen trafen, laufen besonders Gefahr, im Alter mit einer Vorsorgelücke konfrontiert zu sein. 

Und wie sehen das bereits Pensionierte?

Die Hälfte der befragten Pensionäre sagte, dass häufig die Rente aus der ersten und zweiten Säule nicht ausreiche, um den Lebensstandard während der Erwerbstätigkeit zu halten. «Erfahrungsgemäss benötigt ein Rentner rund 70 bis 80 Prozent des Einkommens aus der Erwerbstätigkeit, um den gewohnten Lebensstandard aufrechtzuerhalten», so Marc Parmentier. Er empfiehlt, sich so früh wie möglich mit der privaten Vorsorge auseinanderzusetzen. Auch wenn jeder Zweite bereits in die Säule 3a spart, bedeutet das, dass es immerhin noch rund die Hälfte der Umfrageteilnehmer nicht tut. Und das hat vor allem diesen Grund: Die Mehrheit (70 Prozent) derer ohne private Vorsorge, und die weniger als 4'000 Franken brutto verdienen, können es sich ihren Angaben zufolge schlichtweg gar nicht leisten, in die 3. Säule einzuzahlen. Dabei lohnt es sich, durch den Zinseszinseffekt auch schon, mit kleinen Sparbeträgen fürs Rentnerleben vorzusorgen.

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