Steuern

Steuererklärung 2016: Abzug von Gesundheitskosten

TIPPS
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Wir zeigen, wie man mit Krankheitskosten seine Steuern optimiert.

Im Kanton Zürich ist es am 31. März 2017 wieder soweit: Bis zu diesem Stichtag müssen Herr und Frau Zürcher die Steuererklärung ausgefüllt abgeschickt haben. Weil jede Abzugsmöglichkeit die Steuerlast mindert, gibt es hier eine gute Nachricht: Zahnarzt und andere Krankheitskosten können unter bestimmten Voraussetzungen abgezogen werden – bis zu einem gewissen Grad. Wir zeigen, was man beachten muss und wie man mit Krankheitskosten seine Steuern optimiert. Achtung: In anderen Kantonen können andere Abgabefristen gelten.

Krankenkassenprämien werden indirekt über einen Pauschalabzug für Versicherungsprämien abzogen. Allerdings nicht der gesamte Betrag. Kantonal ist geregelt, wieviel man genau ansetzen kann. So dürfen im Kanton Bern berufstätige verheiratete Männer und Frauen maximal 4‘800 Franken abziehen, in Zürich 5‘200 Franken.

Aber nicht nur einen Teil der Prämien kann man vom Einkommen abziehen, auch die effektiven Krankheitskosten. Allerdings gilt, die Bestimmungen in der Wegleitung zur Steuererklärung genau zu studieren. Denn abgezogen werden können Ausgaben für Zahnarzt, Arzt, Spital, Medikamente und Therapien nämlich erst, wenn die Kosten fünf Prozent des Einkommens übersteigen. Ausserdem gilt, dass Krankheitskosten nur geltend gemacht werden dürfen, wenn diese ärztlich verordnet wurden. Wer sich beispielsweise die Augen aus rein ästhetischen Gründen operieren lässt, der ist für seine Kosten selbst verantwortlich – und darf sie folglich auch nicht abziehen.

Eingriffe in der ersten Jahreshälfte durchführen

Sind die Eingriffe allerdings ärztlich verordnet und somit vom Einkommen abziehbar, dann empfiehlt es sich, gut zu planen. Unser Rat: Legen Sie Arztbesuche, Therapien und Co. in die erste Jahreshälfte. So stellen Sie sicher, dass alle Rechnungen noch im gleichen Jahr eintreffen und diese mit dem laufenden Selbstbehalt verrechnet werden können. Ansonsten riskieren Sie, den Abzug zu verschenken.

Nicht vergessen: Damit Sie Prämienzahlungen und Krankheitskosten auch tatsächlich abziehen können, benötigen Sie von Ihrer Versicherung eine Steuerbestätigung. Sollten Sie diese nicht automatisch erhalten, fragen Sie bei Ihrer Kasse nach.

Krankenkassenwechsel unter dem Jahr

Wussten Sie, dass Sie unter bestimmten Voraussetzungen Ihre Krankenkassenpolice zum Ende des ersten Halbjahres, also 30. Juni 2017 kündigen können? Das ist für alle Versicherten möglich, die im traditionellen Modell mit der gesetzlichen Mindestfranchise von 300 Franken (für Kinder null Franken) versichert sind. Aber Achtung: Die Kündigungsfrist beträgt in diesem Fall drei Monate, so dass das Kündigungsschreiben bis zum 31. März bei Ihrer Versicherung eingegangen sein muss. Hier können Sie in wenigen Schritten Ihr Kündigungsschreiben erstellen.

 

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