Prämien

Hilfe, meine Krankenkassen-Prämie ist zu teuer. Was jetzt?

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Herr und Frau Jung und ihre beiden Kinder. Wie kann die junge Familie bei der Krankenkasse Geld sparen?

Die Familie Jung bezahlt 2017 insgesamt 15'208.80 Franken für ihre Krankenkasse. 2018 möchten die Jungs etwas Geld sparen und prüfen nun die verschiedenen Möglichkeiten. Wir geben der Familie vier Tipps, wie sie ihre Prämienlast optimieren kann.

Keine Angst, mit wenigen Kniffen können die allermeisten Versicherten bei den Krankenkassen-Prämien sparen. Wer es richtig macht, der hat ein Sparpotenzial von mehreren hundert Franken. Vor allem zwischen der teuersten und der billigsten Variante liegen finanzielle Welten.

Wir zeigen Ihnen in vier Punkten, wie man seine Prämienlast optimieren kann:

  1. Franchise erhöhen
  2. Versicherung wechseln
  3. Günstigeres Versicherungsmodell wählen
  4. Maximal sparen

Machen wir ein Rechenbeispiel für eine Familie:

Dino Jung ist 40 Jahre alt und mit Claudia (38) verheiratet. Sie haben einen kleinen Buben (7) und ein Mädchen (9). Die beiden Eltern arbeiten, benötigen daher keine Unfalldeckung. Beide haben eine Franchise von 300 Franken. Die beiden Kinder haben eine Franchise von je null Franken und zusätzlich eine Unfalldeckung. Die Familie wohnt in Köniz (BE). Versichert ist die Familie bei der Helsana im Standardmodell.

Für diese Versicherungsdeckung stellt die Helsana der Familie Jung jeden Monat 1'267.40 Franken in Rechnung. Für das ganze Jahr 2017 macht das exakt 15'208.80 Franken aus.

Prämien pro Jahr für die ganze Familie: 15'208.80 Franken

Die Familie Jung möchte 2018 etwas Geld sparen und prüft nun die verschiedenen Möglichkeiten.

 

1. Franchise erhöhen

Setzen Herr und Frau Jung ihre Franchise von 300 auf 2'500 Franken hoch, können die beiden bereits sehr viel Geld sparen. Nicht ganz so viel macht es bei ihren Kindern aus.

Aber ist das sinnvoll? Bei Herrn und Frau Jung ja, denn keine der beiden haben chronische Leiden, geben in der Regel wenig für Arztbesuche und Medikamente aus und haben genügend gespart, um im Fall einer Krankheit die Kosten von 2'500 Franken aufzubringen.

Geht es um die Kinder, sieht das ein bisschen anders aus. Erstens ist das Sparpotenzial bescheiden und zweitens müssen Kinder immer wieder zum Arzt. Ein Heraufsetzen der Franchise lohnt sich daher meist nicht.

Bei einer solchen Ausgangslage sollten Herr und Frau Jung den Rabatt nutzen, der bei einer hohen Franchise gewährt wird.

Einsparung pro Jahr: 2'865.60 Franken

 

2. Versicherung wechseln

In der Grundversicherung decken allen Kassen die gleichen Leistungen ab. Unterscheiden tun sich allerdings die Prämien. Wer seine Prämienlast optimieren möchte, der kann Prämien vergleichen und wenn gewünscht zu einer günstigeren Krankenkasse wechseln.

Vergessen Sie aber nicht die Kündigungsfrist: Spätestens am 30. November muss der eingeschriebene Brief bei der aktuellen Krankenkasse eintreffen. Wechselt die ganze Familie Jung beispielsweise zur Assura und behält die ursprüngliche Franchise bei, kann sie 1'670.4 Franken im Jahr sparen.

Einsparung pro Jahr: 1'670.40 Franken

 

3. Günstigeres Versicherungsmodell wählen

Nicht alle Versicherungsmodelle kosten gleich viel. Wer Prämienrabatte erhalten möchte, der sollte Hausarztmodell, HMO oder Telmed in Betracht ziehen. Je nach Bedürfnis kann Familie Jung mit einem dieser Modelle viel Geld sparen. Dabei dürfen natürlich die Vor- und Nachteile nicht ausser Acht gelassen werden. Aber: Wer in einem Standardmodell versichert ist, bezahlt immer mehr.

Wählt die Familie Jung für alle beispielsweise die Telmed-Variante bei ihrer aktuellen Krankenkasse und behält die Franchise von 300 Franken bei, spart sie 2'284.8 Franken.

Einsparung pro Jahr: 2'284.80 Franken

 

4. Maximal sparen

Die Familie Jung ist überrascht, welch enormes Sparpotenzial sie bereits mit wenigen Anpassungen hat. Sie entscheidet sich, maximal zu sparen und alle Sparmöglichkeiten zu kombinieren. Sie wechselt zur günstigsten Krankenkasse, erhöht die Franchise auf 2'500 Franken für die beiden Erwachsenen und auf 500 Franken für den Nachwuchs. Ausserdem entscheidet sie sich für das Hausarztmodell, welches den höchsten Prämienrabatt mit sich bringt. Familie Jung staunt nicht schlecht über das, was sie jetzt im Jahr einsparen...

Einsparung pro Jahr: 7’396.80 Franken

 

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