Krankenkassen

Arbeitet Ihre Krankenkasse effizient?

ANALYSE
| von Felix Schneuwly |
Bild: iStock / SARINYAPINNGAM

Bereits zum siebten Mal verleiht Comparis den Effizienz-Preis. Dieser soll die Anstrengungen der Krankenkassen für eine noch effizientere Verwaltung fördern. Der Gewinner in diesem Jahr: die Krankenkasse CSS. Sie gibt nur 2,9 Prozent der Prämien für ihre Verwaltung aus.

Für ihre eigene Verwaltungstätigkeit gibt die Hälfte der 51 Krankenkassen in der Schweiz weniger als 5 Prozent aus. Comparis zeichnet mit dem Effizienz-Preis diejenigen Schweizer Krankenversicherer aus, die am wenigsten Prämien nutzen, um den Verwaltungsaufwand zu finanzieren.

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Wann gilt eine Krankenkasse als effizient?

Als effizient gilt eine Krankenkasse in dem Ranking, wenn sie zu den 25 Prozent der Krankenkassen mit den tiefsten Verwaltungskosten gehört. Gemessen wird der prozentuelle Anteil der Verwaltungskosten am Prämienvolumen abzüglich des Risikoausgleichs. Für das Jahr 2018 liegt die Effizienzgrenze bei 4,3 Prozent. Die Zahlen beruhen auf den neusten offiziellen Aufsichtsdaten für die Obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP), die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) jedes Jahr veröffentlicht.

Die CSS arbeitet am effizientesten

Gewinner des Effizienz-Preises ist diesmal die CSS mit 2,9 Prozent Anteil Verwaltungskosten am Prämienvolumen. An zweiter Stelle folgen Visana und die Sumiswalder Krankenkasse mit je 3 Prozent. Den dritten Rang belegt die Vorjahressiegerin Krankenkasse Luzerner Hinterland (3,1 Prozent).

Eine Analyse der Ausgaben der einzelnen Kassen zeigt, dass die Verwaltungskosten im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind – und somit auch mehr vom Prämienvolumen dafür aufgewendet wird.

Für Comparis-Krankenkassen-Experte Felix Schneuwly sind die steigenden Verwaltungskosten die Folge der zunehmenden administrativen Vorschriften des Bundesamtes für Gesundheit an die Kassen. Die effizientesten Kassen würden aber den restlichen zeigen, was trotz Behördenbürokratie punkto Verwaltungskosten möglich sei.

Schlechtplatzierteste haben sich im Schnitt verbessert

Immerhin liegen die Verwaltungskosten der Kasse mit den höchsten Verwaltungskosten 2018 im Vergleich zur Kasse mit dem Schlusslicht von 2017 um 1,5 Prozentpunkte tiefer. In diesem Jahr sind die Glarner Krankenversicherung und die Compact mit Verwaltungskosten von je 8,5 Prozent der Prämien die Schlusslichter. Danach folgt die Sanagate mit 8,4 Prozent.

«Es ist positiv, dass sich die Krankenversicherer trotz steigendem Bürokratieaufwand für die Aufsicht auf den hintersten Rängen im Durchschnitt verbessert haben», sagt Schneuwly.