BAG Schweiz – Bundesamt für Gesundheit


Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ist Teil des Eidgenössischen Departements des Innern (EDI). Als nationale Behörde ist das BAG zusammen mit den 26 Kantonen verantwortlich für die öffentliche Gesundheit und für die Entwicklung der schweizerischen Gesundheitspolitik. Darunter fallen unter anderem die Pflege und die Entwicklung der sozialen Kranken- und Unfallversicherung. Als Aufsichtsbehörde der obligatorischen Grundversicherung prüft und genehmigt das BAG die jährlich eingereichten Prämien der Versicherer.

Aufgaben

Das BAG beaufsichtigt die Versicherer, die die Grundversicherung anbieten. So kontrolliert das BAG, ob die Krankenkassen das Krankenversicherungsgesetz (KVG) korrekt anwenden und prüft die finanzielle Situation der Kassen. Aus diesem Grund müssen die Krankenversicherungen dem BAG sowohl ihre Budgets und Jahresrechnungen als auch ihre Prämien für das folgende Jahr vorlegen. Es obliegt dem BAG, die Prämien zu genehmigen. Erst dann sind die Prämien gültig.

Auf internationaler Ebene vertritt das BAG die Schweiz in gesundheitlichen Fragen gegenüber anderen Staaten und in internationalen Organisationen.

Im nationalen Bereich wacht das BAG zusammen mit den Kantonen über die Gesundheit der Bevölkerung. Es hat die Führungsrolle in der Gestaltung der nationalen Gesundheitspolitik. Die Tätigkeiten des BAG sind vielseitig. Unter anderem ist das BAG verantwortlich für:

  • Die Pflege und die Entwicklung der sozialen Kranken- und Unfallversicherung. Das BAG definiert, welche Leistungen zulasten der obligatorischen Krankenversicherung erbracht werden und beaufsichtigt die Kranken- und Unfallversicherungen. Dazu gehört auch die Genehmigung der Krankenkassenprämien, besonders in Bezug auf die finanzielle Sicherheit der Versicherer, auf die Kostendeckung und auf die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen.
  • Die Überwachung von übertragbaren Krankheiten in der Schweiz. Dazu erlässt das BAG die notwendigen Vorschriften.
  • Nationale Programme, beispielweise zur Reduktion des Suchtverhaltens (Tabak, Alkohol, illegale Drogen), zur Förderung gesunder Lebensweisen (Ernährung und Bewegung, Gesundheit und Umwelt) oder zum Thema HIV/Aids.
  • Erlass und Kontrolle von gesetzlichen Vorschriften zum Verbraucherschutz (insbesondere Lebensmittel, Chemikalien, Heilmittel, kosmetische Produkte und Gebrauchsgegenstände).
  • Erlass der gesetzlichen Regelungen für die Aus- und Weiterbildung der Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Tierärzte sowie die Vergabe der entsprechenden eidgenössischen Diplome.

 

Geschichtliches - Meilensteine

Bereits im frühen 19. Jahrhundert wurden die ersten Krankenkassen gegründet.

1893 wurde das BAG durch das Parlament geschaffen. Anlass für die Gründung des Gesundheitsamtes, wie es damals hiess, war die Einführung der Freizügigkeit für Medizinalpersonen. Das neue Amt sollte eidgenössische Diplome für Ärzte und Apotheker einführen. Weitere wichtige Aufgaben waren die Epidemiebekämpfung und Lebensmittelkontrolle. Aufgaben also, die das BAG bis heute wahrnimmt. Weitere kamen im Laufe der Zeit dazu (siehe oben).

1911 trat das Kranken- und Unfallgesetz KUVG in Kraft. Dieses blieb die Gesetzesgrundlage für die Krankenversicherung, bis es in den 1990er Jahren vom heutigen Krankenversicherungsgesetz (KVG) abgelöst wurde.

Das KVG wurde 1994 in einer Volksabstimmung angenommen und trat zwei Jahre später in Kraft. Vom neuen Gesetz versprach man sich eine kostendämpfende Wirkung und die Sicherstellung einer für alle bezahlbaren, qualitativ hochstehende medizinischen Grundversorgung.

Gemäss dem KVG müssen alle in der Schweiz wohnhaften Personen einer Krankenkasse angehören (Grundversicherung).

 

BAG-Prämienrechner - Priminfo.ch

Seit Oktober 2011 betreibt das BAG unter priminfo.ch einen eigenen Prämienrechner. Damit möchte man den alten unübersichtlichen Krankenkassenvergleich ersetzen und ähnliche Funktionen anbieten, die comparis.ch seit Jahren zur Verfügung stellt. Selbst formulierter Massstab war ein Prämienvergleich "analog Comparis". Dieses Ziel wurde aber nun nicht erreicht: Einen automatisierten Offertbestellprozess bietet priminfo.ch nicht. Gerade die Automatisierung spart den Krankenkassen aber Verwaltungskosten. Nun müssen die Nutzer ihre Angaben auf den Webseiten der Krankenkassen noch einmal ausfüllen und sind dort auch den Verkaufsinteressen der Kassen ausgesetzt.