Vorsorge

Was ist der PK-Ausweis und was steht drin?

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Bild: iStock / Antonio_Diaz

Jeweils Anfang Jahr bekommen Arbeitnehmer von ihrer Pensionskasse den sogenannten PK-Ausweis zugestellt. Er enthält einige Zahlen und Fachausdrücke. Comparis erklärt, was es damit auf sich hat.

Sie sind Arbeitnehmer und verdienen bei einem Arbeitgeber jährlich mindestens 21'330 Franken? Dann sind Sie obligatorisch bei einer Pensionskasse (PK) versichert. Im PK-Ausweis steht unter anderem, wie gross dereinst Ihre voraussichtliche Rente pro Jahr ausfallen wird.

Was genau steht im PK-Ausweis?

Folgende Angaben finden Sie in Ihrem PK-Ausweis wieder:

  • Gemeldeter AHV-Jahreslohn

    Der gemeldete AHV-Jahreslohn entspricht Ihrem Bruttolohn und stellt die Basis der Berechnungen dar. Diesen finden Sie ebenfalls auf dem Lohnausweis für Ihre Steuererklärung.
  • Versicherter Jahreslohn

    Vom AHV-Jahreslohn wird ein bestimmter Betrag abgezogen, der sogenannte Koordinationsabzug. Dieser beträgt aktuell 24'885 Franken. Der Bruttolohn abzüglich des Koordinationsabzugs ergibt den versicherten Jahreslohn. Von dieser Basis aus werden die Pensionskassenbeiträge berechnet.
  • Vorhandenes Altersguthaben

    Der Betrag Ihres vorhandenen Altersguthabens entspricht Ihrem bisher angesparten Alterskapital. Darin enthalten sind die eingebrachten Freizügigkeitsleistungen, die Sparbeiträge von Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie die Verzinsung.
  • Leistungen

    Eine Hochrechnung zeigt, wie hoch Ihr Alterskapital bei der Pensionierung ausfallen wird. Die Kasse geht davon aus, dass Sie weiterhin gleich viel verdienen und das Geld angemessen verzinst ist. Das hochgerechnete Alterskapital wird mit dem sogenannten Umwandlungssatz multipliziert. Daraus resultiert die zu erwartende künftige Jahresrente. Unter den Abschnitt «Leistungen» finden Sie auch Angaben zu Renten an Hinterbliebene im Todesfall oder bei Invalidität infolge von Krankheit. Berechnen Sie Ihre voraussichtliche finanzielle Lage im Alter mit dem Comparis-Vorsorgerechner.
  • Finanzierung

    Die Finanzierung zeigt, wie viel Geld Arbeitnehmer und Arbeitgeber je hälftig in die Pensionskasse einzahlen. Die Gelder werden für zwei verschiedene Dinge verwendet: Der Sparbeitrag fliesst ins Altersguthaben. Die Risikobeiträge sind die Versicherungsprämien für Invaliden- und Todesfallrenten.
  • Maximal möglicher Einkauf

    Haben Sie früher weniger verdient? Dann können Sie Ihre Ersparnisse aus der Pensionskasse aufstocken. Den freiwillig einbezahlten Betrag können Sie vom steuerbaren Einkommen abziehen.
  • Maximaler Vorbezug für Wohneigentumsförderung

    Sie denken über eine eigene Liegenschaft nach? Dauernd selbst bewohntes Wohneigentum kann mit Pensionskassengeldern finanziert werden. Wer jünger als 50 ist, darf das ganze Pensionskassen-Guthaben vorbeziehen. Ältere erhalten noch die Hälfte des aktuellen PK-Kapitals, höchstens aber den Betrag, den sie mit 50 in der Pensionskasse hatten.
  • Deckungsgrad

    Der Deckungsgrad zeigt das Verhältnis von vorhandenem Vorsorgevermögen zu den Verpflichtungen. Liegt der Deckungsgrad bei100 Prozent, kann die Pensionskasse gerade noch ihren heutigen und künftigen Verpflichtungen nachkommen. Sinkt der Deckungsgrad unter 90 Prozent, spricht man von einer erheblichen Unterdeckung. Die Pensionskassen müssen dann in der Regel Sanierungsmassnahmen einleiten. Das kostet Sie in der Regel Beiträge. Fragen Sie bei Ihrer Pensionskasse nach, falls der Deckungsgrad im PK-Ausweis nicht aufgeführt ist.