Wohneigentum

Aktueller Immobilienreport: Blasenrisiko in der Schweiz – weitere Stabilisierung am Immobilienmarkt

ANALYSE
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Der Immobilienreport von comparis.ch und der ETH Zürich. Bild: iStock / ondatra-m

Nach der Publikation der Preisveränderungen stellen die ETH Zürich und Comparis den zweiten Teil des jährlichen Immobilienreports zum Immobilienblasen-Risiko in der Schweiz vor. Die Analyse zeigt eine weitere Stabilisierung am Immobilienmarkt. Seit Ende 2013 wurde kein Bezirk mehr als «kritisch» eingestuft. Die gleichen 12 Bezirke, wie in der Analyse 2016 und 2017, gelten weiter als «zu beobachten». Dazu gehören unter anderem Zürcher Seebezirke, sowie auch Luzern oder Aarau. Für den St. Galler Bezirk See-Gaster gibt der Report Entwarnung.

Der Trend zur Stabilisierung der Angebotspreise bei Immobilien in der Schweiz hält an: Erneut sind in der Hälfte der analysierten Bezirke die Quadratmeterpreise für Wohnungen im Jahresvergleich um weniger als 5 Prozent gestiegen. Das zeigt der aktuelle Immobilienreport der ETH Zürich und des Vergleichsdienstes comparis.ch. In die Analyse sind Daten von über 1,5 Millionen Kaufinseraten für Häuser und Wohnungen eingeflossen, die von 2005 bis Ende Juni 2018 auf comparis.ch angezeigt wurden.

Keine Bezirke als «kritisch» oder «zu überwachen» eingestuft

«In unserer diesjährigen Analyse konnten wir keine Anzeichen einer Immobilienblase feststellen. Trotz des anhaltend tiefen Hypothekarzinsumfeldes hat sich die Stabilität im Schweizer Immobilienmarkt weiter gefestigt», sagt Didier Sornette, Professor für Entrepreneurial Risks an der ETH Zürich. Zum dritten Mal in Folge wurden keine Bezirke als «kritisch» oder «zu überwachen» eingestuft.

Entwarnung im St. Galler Bezirk See-Gaster

Der Bezirk See-Gaster mit Rapperswil-Jona war im Immobilienreport 2013 mit einer steigenden Preisdynamik aufgefallen und wurde als «zu überwachen» eingestuft. Im Jahr 2014 hat sich die Situation wieder ein wenig beruhigt und der Bezirk See-Gaster verblieb von da an in der Kategorie «zu beobachten». Jetzt gibt der Report Entwarnung: «Die Lage am Wohnungsmarkt in See-Gaster hat sich entspannt und die angebotenen Quadratmeterpreise sind merklich gesunken», so Sornette. Der Bezirk wird nun in der Klasse der geringsten Risiken aufgeführt.

12 Bezirke gelten als «zu beobachten»

Folgende Bezirke stuft der Bericht aufgrund eines leicht höheren Risikos als «zu beobachten» ein: Bülach (ZH), Horgen (ZH), Luzern (LU), Pfäffikon (ZH), Uster (ZH), Thun (BE), Monthey (VS), Hinwil (ZH), Hochdorf (LU), Sursee (LU), Aarau (AG), und Lenzburg (AG). In diesen Bezirken wurden zuvor Anzeichen einer Immobilienblase festgestellt und deshalb gelten diese als «zu beobachten».

Immobilienmarkt bleibt stabil

«Aufgrund der extrem niedrigen Zinsen und einem sich positiv entwickelnden makroökonomischen Umfeld, kann man davon ausgehen, dass der Schweizer Immobilienmarkt für den Rest des Jahres weitestgehend stabil bleibt» sagt Sornette. Immobilienkäufer sollten seines Erachtens aber ein Auge auf mittelfristige Veränderungen der europäischen Geldpolitik haben. Diese können den Schweizer Immobilienmarkt beeinflussen. «Die Preise für Wohneigentum sind in den vergangenen Jahren zwar stark gestiegen, aber die Preisdynamik hat sich verlangsamt. Vor allem in den neutral eingestuften Bezirken ist weiter mit Preisstabilität zu rechnen», sagt Nina Spielhofer, Expertin Immobilien & Wohnen bei Comparis.

Bei der Risikoanalyse unterscheidet der Immobilienreport vier Zustände von Bezirken, wobei ein Bezirk je nach Anzeichen einer Immobilienblase und je nach Datengrundlage von einem Zustand in einen anderen wechseln kann (siehe Methode). Dabei erlaubt der Report Aussagen zu einzelnen Typen und Grössen von Immobilien, zum Beispiel zu kleinen Wohnungen oder mittelgrossen Häusern. Das Modell dieser Studie beruht nicht auf den absoluten Preisen, sondern auf der Preisdynamik und besonders auf einem Preisanstieg, der schneller als exponentiell verläuft.

  • «Kritisch»: Zum sechsten Mal seit Anfang 2013 stuft der Immobilienreport keinen Bezirk als «kritisch» ein. Auch in der zweiten Jahreshälfte 2018 zeigt die Dynamik der Angebotspreise erneut keine Anzeichen einer spekulativen Blase.
  • «Zu überwachen»: Wie in der letztjährigen Analyse, wurde auch dieses Jahr kein Bezirk als «zu überwachen» eingestuft. In keinem Bezirk sind somit Anzeichen für eine Immobilienblase auszumachen.
  • «Zu beobachten»: 12 Bezirke wurden als «zu beobachten» eingestuft. Alle diese Bezirke wurden schon im Immobilienreport 2017 in dieser Kategorie eingestuft. Die Situation im Wohnungsmarkt in folgenden Bezirken bleibt unverändert: Bülach (ZH), Horgen (ZH), Luzern (LU), Pfäffikon (ZH), Uster (ZH), Thun (BE) und Monthey (VS). In folgenden Bezirken ist nach wie vor sowohl der Wohnungs- als auch der Häusermarkt für mittelgrosse Häuser betroffen: Hinwil (ZH), Hochdorf (LU), Sursee (LU), Aarau (AG), und Lenzburg (AG).
  • «Veränderung der Preisentwicklung»: Dieses Jahr wurde im Bezirk See-Gaster (SG) eine Veränderung der Preisentwicklung festgestellt. Die Lage in diesem Bezirk hat sich weitestgehend abgekühlt. Der Bezirk See-Gaster war im Jahr zuvor als «zu beobachten» eingestuft worden. Im Vorjahr wurde bei keinem Bezirk eine Veränderung der Preisentwicklung festgestellt.

Interaktive Karte mit der Preisentwicklung

Immobilienreporte vergangener Quartale

Immobilienreporte der ETH Zürich und des Internet-Vergleichsdienstes comparis.ch

Immobilienreport 2018 – Teil 1

In 11 Jahren sind die angebotenen Preise für den Wohnungskauf in Zürich um 97 Prozent gestiegen. Zürich ist gleichzeitig auch das teuerste Pflaster für Wohnungskäufer: Ein Quadratmeter kostet heute durchschnittlich 13’000 Franken. Über 80 Prozent mehr als 2007 zahlt man heute in Horgen und dem Kanton Nidwalden. Die günstigsten Quadratmeterpreise für Wohnungen hingegen bezahlt man im neuenburgischen Le Locle.

Finden Sie hier ausführlichere Informationen: Immobilienreport 2018 – Teil 1

Immobilienreport 2017 – Teil 2

Blasenrisiko: Schweizer Immobilienmarkt bleibt stabil

Im letzten Jahr hat sich der Immobilienmarkt weitestgehend abgekühlt. Die Situation ist stabil geblieben und zeigt keine Anzeichen einer Immobilienblase. Erneut wurde kein Bezirk als «kritisch» eingestuft. Dieselben 13 Bezirke wie 2016 gelten als «zu beobachten», weil sich dort in der Vergangenheit Anzeichen einer Immobilienblase gezeigt haben – aber auch dort sind keine grossen Preisveränderungen zu erwarten.

Finden Sie hier ausführlichere Informationen: Immobilienreport 2017 – Teil 2

Immobilienreport 2017 – Teil 1

Wohnungen in Luzern: 82 Prozent Preissteigerung innerhalb von 10 Jahren

In Luzern sind die Quadratmeterpreise schweizweit für Wohnungen am stärksten gestiegen: Ein Quadratmeter kostet 8’500 Franken, also 82 Prozent mehr als 2007. Horgen folgt mit einer Preissteigerung von 80 Prozent: Hier liegt der Quadratmeterpreis bei 11’000 Franken. Den dritten Platz teilen sich Uster und Sursee mit einer Steigerung von 69 Prozent. In der Stadt Zürich bezahlt man die höchsten Quadratmeterpreise (12’250 Franken), die niedrigsten im Bezirk Raron (VS) (2’750 Franken).

Finden Sie hier ausführlichere Informationen: Immobilienreport 2017 – Teil 1

Immobilienreport 2016 – Teil 2

76 Prozent Preissteigerung in Horgen seit 2007

In Horgen sind innerhalb von 9 Jahren die angebotenen Kaufpreise für Wohnungen um 76 Prozent gestiegen. Es folgt der Bezirk Luzern mit 67 Prozent. L’Ouest lausannois sowie Zug teilen sich mit je 65 Prozent den dritten Platz. Im bündnerischen Maloja gibt es die teuersten Wohnungen (13'000 Franken pro Quadratmeter).

Finden Sie hier ausführlichere Informationen: Immobilienreport 2016 – Teil 2

Immobilienreport 2016 – Teil 1

Schweizer Immobilienmarkt kühlt sich wieder ab

Letztes Jahr ist das Risikos für eine Immobilienblase gestiegen, jetzt hat sich die Lage wieder abgekühlt. Kein Bezirk wird aktuell als «kritisch» eingestuft. In drei Bezirken (Dielsdorf, March, Locarno) kann von einer Entwarnung bzw. einer Veränderung der Preisentwicklung gesprochen werden. Anzeichen einer Immobilienblase zeigen sich in der Vergangenheit in 13 Bezirken. Hier hat sich der Markt noch nicht erholt, zeigt aber eine positive Tendenz.

Finden Sie hier ausführlichere Informationen: Immobilienreport 2016 – Teil 1

Immobilienreport 2015 – Teil 2

Immobilienmarkt: Blasengefahr wieder gestiegen

Die Risiken auf dem Schweizer Immobilienmarkt haben wieder zugenommen: In fünf Bezirken lassen sich schwache Anzeichen einer Immobilienblase feststellen. Zum Jahreswechsel war dies nur in einem Bezirk der Fall. Die gute Nachricht: Weiterhin wird kein Bezirk von den Experten der ETH als «kritisch» eingestuft.

Finden Sie hier ausführlichere Informationen: Immobilienreport 2015 – Teil 2

Immobilienreport 2015 – Teil 1

Immobilienblase: kaum noch Gefahren?

Auch weiterhin entspannt sich der Schweizer Immobilienmarkt: In nur noch einem Bezirk sind wenige Anzeichen einer Immobilienblase zu erkennen. Demnach hat sich der Markt markant abgekühlt und die Blasengefahr ist vorerst gebannt. Experten fragen sich, welche Auswirkungen der erstarkte Franken auf den Immobilienmarkt hat.

Finden Sie hier ausführlichere Informationen: Immobilienreport 2015 – Teil 1

Immobilienreport 2014 – Teil 2

Gefahr einer Immobilien-Blase in der Schweiz gesunken

Der Schweizer Immobilienmarkt entspannt sich weiter: Schwache Anzeichen einer Immobilienblase bestehen in nur noch fünf Bezirken, der Markt hat sich damit abgekühlt. Es gibt keine starken Anzeichen einer Blasengefahr mehr – Anfang 2013 waren es noch elf kritische Bezirke. Teilweise besteht zwar keine Blasengefahr, dennoch ist der Preisschub enorm (z.B. in Entremont, Imboden, March).

Finden Sie hier ausführlichere Informationen: Immobilienreport 2014 – Teil 2

Immobilienreport 2014 – Teil 1

Weiter Blasengefahr auf Immobilienmarkt

Anzeichen einer Immobilienblase besteht in sechs Bezirken der Schweiz – in fünf schwach ausgeprägt, in einem stark. Im vergangenen halben Jahr hat es also eine Verschiebung auf dem Schweizer Immobilienmarkt gegeben. Im August 2013 bestanden noch in drei Bezirken starke, in zwei Bezirken schwache Anzeichen einer Blasen-Situation.

Finden Sie hier ausführlichere Informationen: Immobilienreport 2014 – Teil 1

Immobilienreport 2013 – Teil 2

Schweizer Immobilienmarkt kühlt sich ab

Der Schweizer Immobilienmarkt hat sich abgekühlt: In drei Bezirken bestehen starke, in zwei Bezirken schwache Anzeichen einer Immobilienblase. Vor einem halben Jahr war die Situation noch in elf Bezirken kritisch. Doch sind die Preise im untersuchten Zeitraum stark angestiegen: Heute kosten Wohnungen in Seebezirken bis zu 69 Prozent mehr als 2007.

Finden Sie hier ausführlichere Informationen: Immobilienreport 2013 – Teil 2

Immobilienreport 2013 – Teil 1

Anzeichen für Immobilienblase in der Schweiz

Klare Anzeichen einer Immobilienblase bestehen in elf Bezirken der Schweiz. Betroffen sind nicht die Zentren, sondern Regionen in ihrer Nähe. Es lässt sich erwarten, dass sich die Situation innert Jahresfrist beruhigt. Im Vergleich zu 2007 sind die Preise für Wohnungen in über 80 Prozent der Bezirke bis zu einem Viertel oder der Hälfte teurer.

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