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Steuerabzüge: 10 Tipps zur Senkung der Steuerlast

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Mit einfachen Tricks sparen: Dank Abzügen bei der Steuererklärung. Bild: iStock / BrianAJackson

So können Sie Steuern sparen: Velo, Verpflegung, Versicherungsprämien etc. sind bei der Steuererklärung abzugsfähig.

Ob und wie viel vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden darf, sorgt bei vielen für Unsicherheit. Holen Sie sich deshalb hier als Arbeitnehmer Tipps für die Steuerperiode 2017.

Wichtig: Die Tipps sind allgemein gehalten, da es kantonale Unterschiede geben kann. Bei Unklarheiten kann Ihnen auch das zuständige Steueramt weiterhelfen. Weitere Informationen zu den wichtigsten Abzügen finden Sie auch hier.

  • Fahrtkosten

    Die Kosten für die Fahrt zwischen Wohn- und Arbeitsort können Sie abziehen – seit dem Steuerjahr 2016 jedoch nur noch im Umfang bis 3'000 Franken. In der Regel erkennen die Steuerbeamten die Kosten für ein ÖV-Abo, ein Velo oder ein Töffli an – Autokosten dürfen nur in Ausnahmefällen abgezogen werden: Entweder wenn Wohn- und Arbeitsort zu weit von der nächsten öffentlichen Haltestelle entfernt sind (ca. ein Kilometer), oder wenn mit dem Auto eine grosse Zeitersparnis erzielt wird (ca. eine Stunde). Zudem dürfen Personen, die für den öffentlichen Verkehr zu gebrechlich sind, Autokosten abziehen.

  • Verpflegung

    Sofern man in der Arbeitspause nicht nach Hause gehen kann, können Arbeitnehmer eine Pauschale geltend machen. Bei der direkten Bundessteuer und im Kanton Zürich liegt diese immerhin bei 3’200 Franken jährlich bzw. 15 Franken pro Arbeitstag. Wenn der Arbeitgeber vergünstigtes Essen anbietet, sind es noch 1’600 Franken bzw. 7.50 Franken pro Arbeitstag.

  • Versicherungsprämien

    Krankenkassenprämien, wie auch Auslagen für die Unfall-, Lebens- und Rentenversicherung sind steuerlich abzugsfähig. Allerdings gibt es Höchstgrenzen. Bei der direkten Bundessteuer liegt diese zum Beispiel bei 1’700 Franken für Versicherungsprämien, bei Verheirateten und bei eingetragenen Partnerschaften bei 3’500 Franken.

  • Spenden

    Zuwendungen an Organisationen und Institutionen, die öffentliche oder ausschliesslich gemeinnützige Zwecke verfolgen, können als Steuerabzug angegeben werden. Die Zuwendungen sollten gesamthaft nicht mehr als 20 Prozent des Nettoeinkommens betragen.

  • Vorsorge

    In die Säule 3a einbezahlte Gelder mindern ebenfalls die Steuerlast. Für die Steuerperiode des Jahres 2017 beträgt der maximale Abzug für Angestellte 6'768 Franken. Ihre Steuerersparnis können Sie hier berechnen. Ebenfalls abzugsfähig ist der Einkauf in die 2. Säule.

  • Krankheitskosten

    Wenn die aus eigener Tasche bezahlten Gesundheitskosten einen bestimmten Anteil am Einkommen übersteigen, können diese abgezogen werden. Dazu zählen unter anderem Behandlungskosten beim Zahnarzt. Die Grenze ist aber häufig hoch gesetzt: In den meisten Kantonen sind es 5 Prozent des Nettoeinkommens. Abzüge gibt es auch für Mehrkosten, die in Folge einer Behinderung entstehen.

  • Kreditzinsen

    Steuersenkend wirken auch Zinsen von Hypotheken und Privatkrediten, nicht aber Leasingkosten und Rückzahlungen (Amortisationen).

  • Fremdbetreuung von Kindern

    Drücken lässt sich die Steuerlast auch durch die Kosten für die Betreuung von Kindern durch Tagesmütter oder Krippen. Eltern können die nachgewiesenen Kosten bis zu einem Maximalbetrag abziehen. Bei der direkten Bundessteuer beträgt dieser 10’100 Franken im Jahr pro Kind.

  • Pauschalabzug

    Für Kinder und unterstützte Personen können Steuerzahler einen Sozialabzug deklarieren. Bei der direkten Bundessteuer sind dies 6’500 Franken pro Kind.

  • Alimente und Unterhaltsbeiträge

    Alimente und Unterhaltsbeiträge an Ex-Partner und Kinder werden als Steuerabzüge anerkannt. Für Kinder bestimmte Unterhaltsbeiträge (Alimente) können bis und mit dem Monat abgezogen werden, in dem das Kind volljährig wird.

In den meisten Kantonen muss die Steuererklärung bis Ende März eingereicht werden. Diese Frist kann verlängert werden, wenn die Verlängerung rechtzeitig beantragt wird. Dazu können Sie beim zuständigen Steueramt ein begründetes Gesuch einreichen.

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