Vorsorge

Säule 3a: Selbst kleine Beiträge lohnen sich

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Auch mit kleinen Einzahlungen in die Säule 3a können Sie sich an einer Rendite erfreuen. Bild: iStock / Cecilie_Arcurs

Selbst mit Einzahlungen zwischen 100 und 1'000 Franken in die dritte Säule lassen sich Renditen von 19 bis 36 Prozent erzielen.

Eine Comparis-Analyse zeigt: Einzahlungen in die Säule 3a führen zu einer durchschnittlichen Steuerersparnis von 19 bis 36 Prozent auf den Einzahlungsbetrag. Selbst bei tiefen Beiträgen von 100 bis 1'000 Franken profitieren Sie von zweistelligen Gewinnraten. Frédéric Papp, Finanz-Experte von comparis.ch, erklärt: «Wer 40 Jahre lang 100 Franken pro Jahr in die Säule 3a einzahlt zu einem durchschnittlichen Zins von 0,5 Prozent, hat am Ende rund 4’500 Franken angespart. Hinzu kommt die reine Steuerersparnis im Kanton Zürich von 1'160 Franken».

Analyse des Steuersparpotentials anhand Beispielprofil

comparis.ch hat das Steuersparpotential in den 26 Kantonshauptorten für die folgenden Einzahlungsbeträge untersucht:

  • 100 Franken
  • 300 Franken
  • 500 Franken
  • 1'000 Franken
Als Basis diente folgendes Profil:
  • ledig
  • konfessionslos
  • ohne Kinder
  • steuerbares Einkommen von 1'000 Franken

Hohe Renditen in der Westschweiz, tiefe in der Innerschweiz

Wohnen Sie in der Walliser Kantonshauptstadt Sion? Dann geniessen Sie den grössten Steuervorteil. Eine Einzahlung von 100 Franken in die Säule 3a belohnt der Staat mit einer Steuergutschrift von 36 Franken. Die dadurch erzielte Rendite beträgt also 36 Prozent.

Zu den Kantonen mit den höchsten Steuergutschriften zählen:
  • die übrigen Westschweizer Kantone
  • Basel-Landschaft
  • Bern

Bei jährlichen Einzahlungen von wahlweise 100, 300, 500 und 1'000 Franken beträgt die durchschnittliche Rendite zwischen 32 und 36 Prozent.

Am wenigsten Rendite erhalten Sie in Obwalden mit durchschnittlich 19,3 Prozent. Am unteren Tabellenende finden sich ausserdem die Innerschweizer Kantone inklusive Appenzell Innerrhoden. Hier reicht die Spannweite von 19 bis 24 Prozent.

«Unsere Untersuchung verdeutlicht, dass selbst im aktuellen Tiefzinsumfeld mit 3a-Steuerersparnissen unglaublich hohe Renditen möglich sind. In Hochsteuerkantonen lohnt es sich besonders, in die dritte Säule einzuzahlen», sagt Papp.

Um den Steuervorteil für 2018 zu nutzen, können Sie noch bis Mitte Dezember eine Einzahlung vornehmen. Sowohl Banken wie auch Versicherer offerieren entsprechende Angebote.

Säule 3a ist gebunden – Bezüge nur in Ausnahmefällen

Die vergleichsweise hohen Renditen haben ihren Preis: Die Säule 3a ist gebunden. Sie dürfen Kapitalleistungen aus der Säule 3a grundsätzlich frühestens fünf Jahre vor Erreichen des ordentlichen Pensionsalters beziehen.

Ausgenommen sind folgende fünf Fälle:

  • Erwerb von Wohneigentum
  • Einkauf in die zweite Säule
  • Selbstständigkeit als Haupterwerbstätigkeit
  • Bezug einer vollen Invalidenrente, und das Invaliditätsrisiko ist nicht versichert
  • endgültiges Verlassen der Schweiz

Beim Bezug der Säule 3a fällt zudem die sogenannte Kapitalauszahlungssteuer zu einem reduzierten Steuersatz an. Für die Berechnung dieser Abgabe verwenden die einzelnen Kantone unterschiedliche Berechnungssysteme und Tarife. Hier zeigt eine Comparis-Analyse: Selbst bei kleineren 3a-Guthaben lohnt sich das Splitten auf mehrere Konten und der gestaffelte Bezug. Möchten Sie diesen Renditeverlust durch die Kapitalauszahlungssteuer wettmachen? Dann legen Sie die jährlich erzielte Steuerersparnis fortlaufend an.

 

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