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Die Krankenkassen-Trends für 2021

02.11.2020

iStock / scyther5

Der Telemedizinboom während des Lockdowns führt 2021 nicht zu einer wachsenden Nachfrage nach Telmed-Modellen der Krankenkassen. Aufgeholt hat hingegen das HMO-Modell. Das zeigt eine Analyse der Vergleichsanfragen auf comparis.ch.

  • HMO-Modell holt auf
  • Hausarzt-Modell bleibt der Favorit
  • Standardmodell weiter rückläufig
  • Maximalfranchise gewinnt trotz Corona

Der Boom bei der Nutzung von Telmed-Angeboten während des Lockdowns kann sich nicht nachhaltig beim Krankenkassenwechsel 2021 fortsetzen. Die Analyse der Vergleiche beim Krankenkassenvergleichsportal comparis.ch zwischen dem 1. und 15. Oktober 2020 zeigt eine Nachfragestagnation gegenüber dem Vorjahr.

Nur 20,6 Prozent der über 25-Jährigen und 19,6 Prozent der jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 suchten nach Versicherungsprodukten mit einem medizinischen Callcenter als erste Anlaufstelle im Krankheitsfall.

Digital Natives (Personen bis 25 Jahren) suchten im Vergleich zur Vorjahresperiode sogar um 0,5 Prozentpunkte weniger nach Telmed-Modellen. Bei den Erwachsenen waren es minus 0,1 Prozentpunkte.

HMO-Modell holt auf

Aufgeholt hat hingegen das HMO-Modell. Seit 2017 ist die Beliebtheit für Versicherungsprodukte mit einer Gruppenpraxis als Ort für eine Erstbehandlung am stärksten gestiegen, nämlich um 2,8 Prozentpunkte auf 20 Prozent des Suchvolumens bei den über 25-Jährigen und um 2,2 Prozentpunkte auf 19,5 Prozent der Vergleiche bei den jungen Erwachsenen.

Hausarzt-Modell bleibt der Favorit

Am beliebtesten bleibt auch 2021 das Hausarzt-Modell mit dem persönlichen Hausarzt bzw. der Hausärztin als Erstkontakt für medizinische Probleme. 36,4 Prozent der Suchanfragen von Erwachsenen betreffen solche Produkte. Das sind 0,4 Prozentpunkte mehr als letztes Jahr. Seit 2017 ging das Suchvolumen anteilsmässig allerdings um 1,8 Prozent zurück.

Bei den jungen Erwachsenen suchten dieses Jahr 36 Prozent nach einer Hausarztversicherung. Auch das entspricht einem Plus von 0,4 Prozentpunkten. Seit 2017 ging die Nachfrage auch in dieser Altersklasse aber um 2,2 Prozent zurück.

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Standardmodell weiter rückläufig

Das Standardmodell ist mit einem Anteil von 23,1 Prozent der Suchanfragen bei den Erwachsenen weiter rückläufig. Gegenüber dem Vorjahr verlor es 0,6 Prozentpunkte. Seit 2017 ist das Suchvolumen um 2,2 Prozentpunkte geschrumpft. Bei den unter 25-Jährigen fragen heuer noch 24,8 Prozent ein Standardmodell nach. Das entspricht einem Minus von 0,4 Prozentpunkten gegenüber letztem Jahr und 0,7 Prozentpunkten gegenüber 2017.

Beliebteste Krankenkassenmodelle 2020, Vergleich von Erwachsenen und jungen Erwachsenen

Maximalfranchise gewinnt trotz Corona

Trotz Corona und der damit verbundenen erhöhten Wahrscheinlichkeit, medizinische Behandlungen zu beanspruchen, wählen mehr Comparis-Nutzer bei der Suche nach einer günstigen Krankenkasse die Maximalfranchise als im Vorjahr. Bei den über 25-Jährigen sind es 52,3 Prozent bzw. 2,2 Prozentpunkte mehr als 2019 und 9,4 Prozentpunkte mehr als 2017. Bei den jungen Erwachsenen sind es 51,2 Prozent (minus 0,1 Prozentpunkte gegenüber 2019 und plus 5,7 Prozentpunkte gegenüber 2017). Damit wählen die meisten Versicherten die höchste Franchisestufe von 2’500 Franken.

Risikogruppen mit einer Maximalfranchise von 2’500 Franken sollten allerdings eine Reduktion auf das Minimum von 300 Franken prüfen. Eine tiefe Franchise kommt unter dem Strich günstiger, wenn eine coronabedingte Einlieferung ins Spital notwendig wird.

Hierzu folgende Berechnung: Mit der maximalen Franchise müssen die Versicherten im Krankheitsfall maximal 3’200 Franken bezahlen (2’500 Franken Franchise plus 700 Franken Selbstbehalt). Nicht enthalten sind die 15 Franken pro Spitaltag für die Verpflegung. Mit der Mindestfranchise liegt die Kostenbeteiligung bei 1’000 Franken (300 Franken Franchise plus 700 Franken Selbstbehalt). Die Faustregel lautet: Die Maximalfranchise lohnt sich bei jährlichen Kosten für medizinische Leistungen von weniger als 2’000 Franken pro Jahr. Übersteigen die jährlichen Ausgaben für Arzt, Medikamente, Spital etc. diesen Wert, sollte die Mindestfranchise von 300 Franken gewählt werden.

Methodik

Analysiert wurden über 1,5 Millionen Krankenversicherungsvergleiche während des Zeitraums vom 1. bis 15. Oktober auf dem Vergleichsportal comparis.ch für die Jahre 2017 bis 2020.

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