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Kaufofferten: So entscheiden Sie sich richtig

TIPPS
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Bild: iStock / andresr

Beim Hausverkauf zur richtigen Zeit das richtige Angebot wählen – das ist gar nicht so einfach. Denn: Es geht um mehr, als nur um den Preis.

Gewöhnlich möchten Sie Ihr Haus zum höchstmöglichen Preis verkaufen. Doch bei der Bewertung eines Kaufangebots gilt es mehr zu berücksichtigen als nur den Preis.Verhandeln ist der Schlüssel.

Beim Hausverkauf gibt es die Volksweisheit «Das erste Angebot ist das Beste». Das bedeutet nicht, dass kein Verhandlungsspielraum existiert. Doch sollten Sie das erste Angebot ernsthaft in Betracht ziehen – auch wenn es etwas niedriger als erwartet ausfällt. Jeden Tag, an dem Ihr Haus zum Verkauf steht, verliert es etwas von seinem Glanz. Nach der Ablehnung des ersten Angebots könnten Sie sich ein paar Wochen später bereits nach diesem sehnen, wenn niemand sonst an die Tür klopft.

Der Schlüssel ist die Verhandlung. Die meisten Käufer erwarten ein Gegenangebot. Lassen Sie sich nicht von Ihrem Ego oder Stolz abhalten. Auch wenn Sie das Gefühl haben, der Käufer setze Sie unter Druck. Im besten Fall kommen Sie zu einer für Sie zufriedenstellenden Übereinkunft. Im schlimmsten Fall verschafft Ihnen die Verhandlung Zeit für ein weiteres Angebot. Für einige potenzielle Käufer steigt sogar die Attraktivität, wenn sie von hängigen Angeboten erfahren.

Klären Sie, abgesehen vom Preis, folgendes ab: Ist der Käufer bereits für eine Hypothek zugelassen? Bezahlen sie alle ihre eigenen Abschlusskosten? Bringt der Interessent einen angemessenen Betrag als Anzahlung auf? Ist er bereit, Ihnen nach dem Abschluss ein paar Tage Zeit für den Auszug zu geben?

Umgekehrt sollte bei einem Käufer, der ohne die nötigen Mittel ein zu kompliziertes Angebot macht, einige Warnlämpchen aufleuchten. Er wird sein Vorhaben vermutlich nicht durchziehen. Arbeiten Sie bei der Angebotsprüfung eng mit Ihrem Immobilienmakler zusammen. So vermeiden Sie böse Überraschungen.

Hohe Reservationsgebühr zeigt Interesse

Klären Sie bei der Angebotsprüfung ab: Wie viel Reservationsgebühr will der Käufer zahlen? Obgleich es nicht Ihren Endgewinn ändert, zeugt eine grösserer Reservationsgebühr von ernsthaftem Interesse. Sie wollen einen Käufer, der in die Abwicklung des Geschäfts investiert.

Chaos bei mehreren Angeboten vermeiden

Ein Bieterkampf um Ihr Haus ist der Traum jedes Hausverkäufers. Aber das Abwägen konkurrierender Angebote ist anstrengend. Jedes Hat seine eigenen Macken und potenziellen Fallstricke.

Sie wollen keine komplizierte «Hin und Her»-Verhandlung. Deshalb sollten Sie alle interessierten Käufer im Voraus auffordern, bis zu einem definierten Datum ihr höchstes Angebot abgeben. Nach der Auswertung können Sie diese in die richtige Reihenfolge bringen. Erkundigen Sie sich, ob der Bieter mit dem zweithöchsten Angebot gewillt ist, die Verhandlungen mit dem höchstbietenden Interessenten abzuwarten. Es gibt keine Garantie, dass die Bieter zuwarten. Aber es ist besser, als ihnen einfach eine Absage zu erteilen und wieder anzuklopfen, wenn Ihr bestes Angebot ein Reinfall war.

Abschlusskosten beachten

Der Verkäufer hat eine Menge Abschlusskosten, einschliesslich Maklerprovision. Achten Sie darauf, dass Sie diese Kosten bei der Bewertung eines Angebots berücksichtigen. In einem Verkäufermarkt kann der Käufer jedoch bereit sein, einen Teil Ihrer Abschlusskosten zu übernehmen. Warum bieten sie also nicht einfach einen höheren Preis für das Haus an?

Es ist üblich, dass Käufer Ihnen einen Brief mit der Begründung schreiben, warum sie Ihr Haus kaufen möchten. Passen alle anderen Bedingungen des Angebots für Sie - Preis, finanzielle Fähigkeit, um den Kaufvertrag abzuschliessen, Timing und weitere Eventualitäten – dann haben Sie Glück und einen passenden Verkäufer gefunden.

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