Hypothek

Wohneigentumsförderung: Finanzierung mit Vorsorgegeldern

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Für die Finanzierung Ihres Eigenheims können Sie Vorsorgegelder nutzen. Bild: iStock / Photobuay

Sie möchten Wohneigentum erwerben, sind sich aber bezüglich der Finanzierung Ihres Hauses unsicher? Dann sollten Sie diese Information im Hinterkopf behalten: Wohneigentum kann mit Vorsorgeguthaben finanziert werden. Was Sie dabei beachten sollten, zeigt Comparis.

Ob Pensionskasse oder Säule 3a: Wer selbst genutztes Wohneigentum kauft – und es sich dabei nicht um eine Zweitwohnung handelt – darf Vorsorgegelder nutzen. Den Vorzug ermöglicht die eidgenössische „Verordnung über die Wohneigentumsförderung mit Mitteln der beruflichen Vorsorge“. 

Auch Hypothekendarlehen dürfen Sie mit Geldern der Pensionskasse (BVG) oder der Säule 3a zurückzuzahlen. Ein weiterer Tipp: Nutzen Sie den Vorbezug der Pensionskasse oder der Säule 3a ebenfalls, um sich an Wohneigentum zu beteiligen oder Renovationen sowie wertvermehrende Investitionen zu finanzieren.

Vorbezug: Diese Bedingungen gelten

Hauptwohnsitz

Den Vorbezug können Sie für Wohneigentum in der Schweiz oder im Ausland (z.B. Grenzgänger) nutzen. Wichtig ist nur: Es muss sich um Ihren Hauptwohnsitz handeln. Sie dürfen also nur das von Ihnen und Ihrer Familie selbstgenutzte Wohneigentum mit dem Vorsorgebezug finanzieren – Zweitwohnungen sind ausgeschlossen.

Altersgrenze – bei Vorbezug der Pensionskasse

Alle fünf Jahre können Sie Vermögen aus der Pensionskasse beziehen. Dabei muss der Bezug mindestens 20.000 Franken betragen. Beachten Sie jedoch, dass Sie nur bis zum 50. Lebensjahr unbeschränkt Guthaben aus der Pensionskasse beziehen dürfen. 

Sind Sie älter, erhalten Sie entweder den Betrag, den Sie im Alter von 50 Jahren hätten vorbeziehen dürfen, oder die Hälfte des aktuellen Guthabens der Pensionskasse. Grundsätzlich erhalten Sie den höheren der beiden Beträge.  

Altersgrenze – bei Vorbezug der Säule 3a

Bei Vorbezug der Säule 3a besteht weder eine Altersgrenze, noch ein Mindestbezug.

Bei Invalidität oder Todesfall: Reduktion der Vorsorgeleistungen 

Je nach Reglement der Pensionskasse kann der Vorbezug von Vorsorgegeldern neben der Reduktion des Altersguthabens auch eine Reduktion der Leistungen bei Invalidität oder Todesfall zur Folge haben. Beziehen Sie Pensionskassengelder, sollten Sie Ihre Vorsorgesituation prüfen und eventuelle Lücken mit einer Vorsorgelösung schliessen. Vorbezüge sollten möglichst schnell zurückgezahlt werden. 

Folgende Alternative kommt deshalb unter Umständen für Sie in Frage:

Welche Alternative zum Vorbezug gibt es?

Eine Alternative zur Finanzierung von Wohneigentum durch Vorbezug ist die Verpfändung von Pensionskassenguthaben oder Geldern in der Säule 3a. In diesem Fall nutzen Sie das Vorsorgeguthaben als Sicherheit für ein Bankdarlehen. 

Der entscheidende Vorteil: Bei Tod und Invalidität bleibt Ihr Versicherungsschutz bei der Pensionskasse unverändert. Ein weiterer Vorteil: Das Alterskapital wird weiter verzinst. Die anfallenden Schuldzinsen können weiterhin von Ihrem Einkommen abgezogen werden. 

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