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Heisse Sache: Die Sauna für daheim

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Die Abwehrkräfte stärken und den Alltagsstress einfach wegschwitzen: Eine Sauna im Haus ist Gold wert – vor allem in der dunklen Jahreszeit.

Der dunklen Jahreszeit die heisse Schulter zeigen: Eine Sauna im Haus sorgt für einen Extraschub Wärme und Wellness – auch bei Ihnen Zuhause. Wie, das steht hier.

Ausgiebig schwitzen, eiskalt duschen, warm eingepackt relaxen – und dann das Ganze von vorn: Saunieren stärkt die
Immunkräfte, beugt der Hautalterung vor, senkt den Blutdruck und regt Kreislauf, Stoffwechsel sowie Atmung an. Ganz abgesehen davon sind Saunagänge wunderbar entspannend und tun einfach nur gut, vor allem im Herbst und Winter.

Wer einmal auf den Geschmack gekommen ist, möchte die Schwitzsitzungen meist nicht mehr missen – und kann sie problemlos in den eigenen vier Wände abhalten: Das Angebot an Saunen für den Heimgebrauch ist riesig. Es gibt sie in allen erdenklichen Varianten, von der kleinen funktionellen Kunststoffkabine, die selbst in einer kleinen Ecke im Badezimmer noch Platz findet, bis hin zum XL-Design-Schwitzhaus für den Aussenbereich aus Holz, Glas oder sogar Beton.

Die verschieden Saunatypen
Sauna ist nicht gleich Sauna. Es gibt diverse Varianten, die Ihnen zum wohligen Schwitzen verhelfen. Welchen Typ bevorzugen Sie?

Die klassische finnische Sauna ist ein Raum aus Holz, meist Fichte oder Tanne. Die Temperatur liegt zwischen 80 und 100
Grad, die Luft ist mit einer Luftfeuchtigkeit von nur rund zehn Prozent extrem trocken.

In der Biosauna, auch als Sanarium oder Feuchtsauna bezeichnet, herrscht ein sanfteres Klima. Sie ist dadurch besonders auch für ältere Menschen geeignet. Ein Feuchtklimagerät sorgt für Temperaturen zwischen 50 und 80 Grad, die Luftfeuchtigkeit liegt bei rund 45 Prozent.

Im Dampfbad oder auch Römerbad beträgt die Luftfeuchtigkeit nahezu 100 Prozent. Die Temperatur in der Dampfkabine aus Kunststoff, Keramik oder Holz ist mit 35 bis 55 Grad moderater als in der finnischen Schwitzbude. Dampfbäder gibt es auch in platzsparenden Ein-Personen-Varianten in Grösse einer Duschkabine.

Besonders im Trend liegt die Infrarotsauna, auch Infrarotkabine oder Infrarotwärmekabine genannt. Bei ihr ermöglicht eine spezielle Wärmestrahlung, die langwellige Infrarot-C-Strahlung, ein «Schwitzen von Innen. Der Schwitzeffekt ist besonders gross und wohltuend, gleichzeitig beträgt die Temperatur nur zwischen 30 und 60 Grad, die Luftfeuchtigkeit ist 15 bis 20 Prozent tief. Dadurch wird beim Infrarotsaunieren der Körper weniger belastet und der Kreislauf geschont.

Wer sich nicht auf einen Saunatyp beschränken möchte, dem stehen natürlich auch Kombimodelle zur Verfügung. Entscheiden Sie per Knopfdruck, ob Sie heute lieber finnisch, besonders sanft, mit Dampf oder Infrarotlicht schwitzen wollen.

Schwitzen ab gut 1000 Franken
Die eigene Sauna gibt es schon für recht wenig Geld. Alle grossen Baumarktketten wie Obi, Jumbo und Coop führen Bausätze im Programm, die günstigsten Sauen gibt’s ab rund 1200 Franken. Für die Schwitzbude von einem Fachbetrieb werden in der Regel 8000 bis 20‘000 Franken fällig. Eine Liste mit Herstellern finden Sie beispielsweise hier. Das Saunazubehör – Wassereimer, Thermostat, Hydrometer und Kopfstützen – muss meist extra hinzugekauft werden.

Wer seine Sauna selbst einbaut, sollten über etwas Heimwerkererfahrung verfügen. Ein einfacher Bausatz ist dann in fünf bis zehn Stunden aufgebaut. Als Alternative bieten die meisten Baumärkte einen Montageservice oder eine Vermittlung für versierte Handwerker an.

Platz ist überall – womöglich auch im Garten
Eine Sauna lässt sich in nahezu jeden Raum einbauen. Wichtig ist, dass sie fachgerecht montiert wird und eine gute Belüftung möglich ist, sonst drohen Feuchtigkeitsschäden am Bauwerk. Besonders beliebt als Standort sind Kellerräume, die Schwitzbude ist oft auch Bestandteil des Badezimmers oder des Fitnessraums. Idealerweise befinden sich in unmittelbarer Nähe Dusche und Ruhezone. Der Boden muss eben und waagerecht sein. Die Sauna sollte mindestens fünf bis zehn Zentimeter von der Aussenwand entfernt platziert sein, damit sich kein Kondenswasser bilden kann.

Der Saunaofen benötigt einen Starkstromanschluss mit 400 Volt. Zwar gibt es auch Modelle, die sich mit 230 Volt begnügen, doch die heizen nur sehr kleine Saunen auf. Die Elektroinstallation muss ein Fachmann durchführen, holen Sie hier am besten verschiedene Angebote ein und wählen Sie den günstigsten Experten.

Wer einen Garten besitzt und etwas mehr Geld zur Verfügung hat, kann sich auch im Freien seine eigene Saunahütte aufstellen. Das ist natürlich deutlich teurer als der Bausatz aus dem Hobbymarkt – dafür kühlt es sich an der frischen Winterluft aber auch besonders gut ab.