Hausrat & Haftpflicht

Millionen-Schaden durch Bretter-Klau: Skier richtig schützen und versichern

TIPPS
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Der Pisten-Spass hat ein jähes Ende, wenn nach dem Mittag in der warmen Skihütte plötzlich die Bretter weg sind.

Eben noch warme Schoggi geschlürft, jetzt verzweifelt im Kalten am Skier suchen: Durch Skidiebstahl entsteht in der Schweiz jährlich ein Schaden von über einer Million Franken. Die grosse Frage: Wer bezahlt den Verlust? Lesen Sie, was Wintersportler über Haftpflicht, Skiversicherung und Skiverleih wissen müssen.

Es sind teilweise organisierte Banden, die in den Schweizer Skigebieten ihr Unwesen treiben: Immer häufiger werden Skier, Skistöcke und Snowboards geklaut. Diebe greifen nicht nur an Abstellplätzen vor Skihütten zu. Sie montieren ihre Beute auch von Autodachträgern ab. Auf den Schock folgt dann die Frage: Wer bezahlt die gestohlene Ausrüstung?

Wie die Hausratversicherung bei Skidiebstahl hilft
Die Hausratversicherung allein deckt den Diebstahl nicht. Dazu brauchen Sie die Zusatzversicherung «einfacher Diebstahl auswärts». Diese deckt den finanziellen Verlust im Rahmen der vereinbarten Versicherungssumme. Zunächst zahlen Sie den versicherungsspezifischen Selbstbehalt. Die Versicherung deckt den darüber hinaus gehenden Schaden bis zum Maximalbetrag. Mittlerweile können Skier und Snowboards meist zum Neuwert, nicht mehr nur zum Zeitwert versichert werden. Es lohnt sich, im Voraus zu klären, zu welchen Konditionen die Versicherung den Hausrat versichert, damit Sie im Schadenfall kein böses Erwachen erleben. Wichtig: Melden Sie einen Diebstahl unverzüglich der Polizei. 

Skier vor Dieben schützen
Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollten Sie Ihre Ausrüstung bereits im Vorhinein vor Diebstahl schützen.

Mit diesen 6 Massnahmen erschweren Sie Langfingern den Bretterklau:
  • Ausrüstung möglichst im Auge behalten.
  • Ski oder Snowboard nicht unbeaufsichtigt auf oder beim Fahrzeug lassen.
  • Ein mobiles Schloss anbringen – wie beispielsweise das Ski-Schloss «Safeman».
  • Abschliessbare Ski- und Snowboardständer verwenden oder Sportgeräte in abgeschlossenen oder beaufsichtigten Räumen deponieren.
  • Ausrüstung zum Beispiel mit Aufklebern, Aufschriften oder Bändchen kennzeichnen, um Verwechslungen zu vermeiden.
  • Beim Skiverleih darauf achten, dass im Mietvertrag das Alter der Skier notiert ist.
Skimiete: Springt die Versicherung ein?
Sind die Skier gemietet, haftet grundsätzlich der Mieter. Er schuldet dem Vermieter jedoch nur den aktuellen Wert, also den Zeitwert und nicht den Kaufwert. Wer haftpflichtversichert ist, kann den Schaden anmelden. Wie bei einer verlorenen ID braucht’s auch hier einen Polizeirapport.

Aber Achtung: Viele Versicherer schliessen in ihren Allgemeinen Versicherungsbestimmungen die Deckung bei geliehenen oder gemieteten Gegenständen aus oder verlangen einen hohen Selbstbehalt. Darum lohnt es sich manchmal gar nicht, den Verlust überhaupt zu melden.

Lohnt sich eine Skiversicherung?
Beim Kauf oder bei der Miete von Skiern und Snowboards wird oft eine Skiversicherung angeboten. Sie kostet rund 10 Prozent des Kaufpreises oder des Mietbetrags. Dafür deckt sie Schäden im Zusammenhang mit Diebstahl oder Bruch. Aufgepasst jedoch: Weil bei Diebstahl sowieso die Zusatzversicherung «einfacher Diebstahl auswärts» einspringt, lohnt sich diese Art von Vorsorge nicht unbedingt. Die Prämien sind gemessen am versicherten Risiko oft zu hoch. Mit einer Hausratskaskoversicherung ist zudem auch der Bruch versichert.  

Tipp: Die Zusatzversicherung «einfacher Diebstahl auswärts» greift natürlich nicht nur bei gestohlenen Skiern oder Snowboards, sondern auch bei anderen persönlichen Gegenständen und Wintersportzubehör wie dem Rucksack, der GoPro-Kamera, oder dem Helm. Wichtig dabei ist, dass man die Versicherungssumme von Zeit zu Zeit prüft und anpasst.

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