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Eine vierköpfige Familie mit Mutter, Vater und zwei Kindern sitzt unter einem Baum auf einer Wiese.

Familienbudget berechnen und managen

Wie sollte die Budgetplanung für Ihre Familie aussehen? Comparis gibt Ihnen Tipps – und stellt einen Rechner für Ihr Familienbudget zur Verfügung.

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Was ist das Familienbudget?

Im Familienbudget halten Sie Ihre Einnahmen und Ausgaben fest. Es ist also eine strukturierte Übersicht. So haben Sie eine Übersicht über das verfügbare Geld. Es hilft Ihnen auch, Ihre Ausgaben zu planen und zu kontrollieren.

Berechnen Sie Ihr Familienbudget mit unserem Familienbudget-Rechner.

Wie macht man ein Familienbudget?

Sie können ein Familienbudget in wenigen einfachen Schritten erstellen. Nehmen Sie sich dafür am besten etwa eine halbe bis ganze Stunde Zeit.

Suchen Sie alle Unterlagen und Dokumente zu Ihren Einnahmen und Ausgaben zusammen.

Dokumente zu Einnahmen sind etwa:

  • Netto-Lohn inklusive 13. Monatslohn

  • Familienzulagen

  • Alimente

  • Regelmässige Unterstützungen

Comparis-Tipp: Haben Sie kein regelmässiges oder monatlich gleich hohes Einkommen, können Sie mit dem Durchschnitt der letzten drei oder sechs Monate rechnen.

Für die Berechnung Ihrer Ausgaben benötigen Sie folgende Unterlagen:

  • Mietvertrag

  • Die letzte Stromrechnung

  • Die letzte Nebenkostenabrechnung

  • Versicherungs-Policen, auch bei jährlicher Zahlung.

  • Steuerrechnung des letzten Jahres

  • Serafe-Rechnung

  • Verträge für Internet, Fernsehen und Handy-Abo

  • Abos, etwa für den öffentlichen Verkehr oder Streaming-Dienste

  • Leasing-Vertrag, falls vorhanden

  • Hypothekar-Vertrag, falls vorhanden

  • Verträge über Unterhaltskosten eines Eigenheims, falls vorhanden

  • Verträge mit den Einrichtungen der Kinderbetreuung, falls vorhanden

Für unregelmässige Ausgaben halten Sie am besten Kontoauszüge und Kreditkartenabrechnungen der letzten drei bis sechs Monate bereit.

Berechnen Sie Ihre monatlichen Einnahmen und Ausgaben. Die Ausgaben trennen Sie in fixe und variable Kosten:

  • Fixkosten sind Kosten, die monatlich oder in regelmässigen Abständen in oft ähnlicher Höhe anfallen. Sie können sie oft nicht kurzfristig ändern. Zu den Fixkosten zählen etwa Miete, Versicherungen und Abos.

  • Variable Kosten sind alle anderen Kosten, die anfallen. Dazu zählen etwa Lebensmittel, Kleider, Restaurantbesuche und anderes. Diese schätzen Sie am besten anhand eines Durchschnitts ein. Das heisst: Sie prüfen die variablen Ausgaben der letzten drei oder sechs Monate auf Ihren Kontoauszügen und teilen die Summe durch die Anzahl Monate.

Schreiben Sie Ihre Einnahmen und Ausgaben systematisch nach Kategorie auf. Dafür können Sie sich an den Vorlagen der Budgetberatung Schweiz orientieren.

Planen Sie bestenfalls bei den variablen Kosten einen Puffer ein. So müssen Sie sich keine Sorgen machen, falls diese mal etwas höher ausfallen.

Überschreiten die Ausgaben die einnahmen? Bei kleinen Beträgen können Sie schauen, ob sie bei den variablen Kosten sparen können. Bei einer grösseren Differenz sollten Sie Anpassungen prüfen:

  • Können Sie Unterstützungsleistungen erhalten? Dazu zählen etwa Stipendien für die Ausbildung oder Rentenleistungen.

  • Können Sie eine Prämienverbilligung beantragen? In einigen Kantonen liegt die Einkommensgrenze gerade bei Familien mit Kindern sehr hoch.

  • Brauchen Sie alle Budgetposten oder können Sie auf etwas verzichten?

Teilen Sie nicht monatliche Zahlungen durch die Anzahl Monate, für die Sie die Rechnung zahlen. Beispiel: Jährliche Versicherungszahlungen teilen Sie durch zwölf. So können Sie monatlich einen Anteil für die Zahlung zurücklegen.

Prüfen Sie, wie viel Geld gemäss Ihrem Budget noch übrig ist. Davon sollten Sie einen Teil sparen – als Notgroschen, für die Altersvorsorge und als Investitionen. Sie sollten Ihren Sparanteil immer an Ihr Budget anpassen und immer zuerst Ihre laufenden Kosten decken.

Prüfen Sie das Budget regelmässig. Denn: Bedürfnisse können sich im Laufe des Lebens ändern. So müssen Sie zum Beispiel weniger für die Kinderbetreuung zahlen, sobald das erste Kind in die Schule kommt. Aber auch Ihre Einnahmen können sich verändern, etwa bei einer Lohnerhöhung.

Passen Sie das Budget an Ihre neue Lebenssituation an. So haben Sie stets Ihre Finanzen im Blick.

Comparis-Consumer-Finance-Experte Michael Kuhn rät ausserdem: «Es ist sinnvoll, einmal pro Jahr alle Ausgaben aufzulisten und zu schauen, was weg kann, was für weniger Geld zu bekommen ist - insbesondere das Vergleichen von Versicherungen, Abos und Co.»

Haushaltsplanung für die Familie: Weitere Tipps

Auf diesen Seiten finden Sie Tipps und Tricks, wie Sie bei Ihrem Familienbudget sparen können.

Häufige Fragen zum Thema Familienbudget

Comparis-Consumer-Finance-Experte Michael Kuhn gibt Tipps, wo Sie als Familie sparen können:

  • Bei der Krankenkasse mit Wahl des Modells und der Höhe Franchise plus Rabatten für Familienversicherung.

  • Bei Wohnen und Mobilität. Wobei hier der Handlungsspielraum teilweise auf die Wahl der Autoversicherung, die ÖV-Abos und den Energieverbrauch beschränkt ist.

  • Bei der Steuererklärung. Hier alle Abzüge aufführen: Kinderabzug, Drittbetreuungskosten – also für Kita, Tagesmutter, Hort, Säule 3a, Berufskosten wie Pendeln und Verpflegung sowie Versicherungs- und Gesundheitskosten (etwa Krankenkassen-Prämien und hohe Zahnarztkosten).

  • Beim Einkaufen. Planung statt Spontankäufe: haltbare Waren wie Pasta, Reis, Toilettenpapier und Pflegeprodukte nur bei Aktionen kaufen.

  • Bei Abos. Hier auf Familienrabatte und Aktionsangebote achten – insbesondere bei mobilen Telefonie- und Datenangeboten für Kinder und Jugendliche.

Ein Familienbudget ist eine Aufstellung aller Einnahmen und Ausgaben einer Familie. Dabei halten Sie fest, wie viel Geld Sie monatlich zur Verfügung haben.

Im Familienbudget planen Sie ausserdem, wie viel Geld Sie für welche Kostenpunkte ausgeben – und bestenfalls, wie viel Sie zur Seite legen können. Das gibt Ihnen einen Überblick und hilft Ihnen beim Haushalten. So können Sie auch unerwartete Kosten abfangen.

Im Familienbudget sollten folgende Posten vorhanden sein:

  • Einnahmen

  • Fixe Kosten

  • Variable Kosten

  • Rücklagen, falls möglich

Sie sollten nicht nur monatliche, sondern auch jährliche Kostenpunkte festhalten. Bestenfalls planen Sie die jährlichen Zahlungen im monatlichen Budget ein.

Bei Ihrem Familienbudget sollten in der Regel die Einnahmen die Ausgaben übersteigen – oder beide Posten sollten zumindest ausgeglichen sein. Zusätzlich sollten Sie bestenfalls jeden Monat etwas Geld beiseitelegen. So können Sie auch grosse Ausgaben oder schwierige Zeiten auffangen.

Wie viel Geld Sie als Familie brauchen, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Was für eine Art von Familie sind Sie? Ein-Eltern-Familie, Patchworkfamilie oder leben beide Eltern zusammen?

  • Wie viele Kinder haben Sie? Je mehr Kinder, desto mehr Geld brauchen Sie in der Regel.

  • Wie alt sind die Kinder? Je nach Alter haben Sie andere Ausgaben.

  • Wie ist Ihr Lebensstil? Leben Sie eher schlicht oder luxuriös?

  • Wo wohnen Sie? Einige Gegenden sind teurer als andere.

Sie sollten Ihr Budget an Ihre individuelle Situation anpassen. Überprüfen Sie es ausserdem regelmässig. So stellen Sie sicher, dass Sie keine unnötigen Ausgaben haben und Ihr Familienbudget zu Ihrer Situation passt.

Wie viel Geld eine Familie mit zwei Kindern in der Schweiz braucht, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. So spielen etwa das Alter der Kinder und Ihr Lebensstil eine Rolle.

Bei der Budgetberatung Schweiz finden Sie Budgetbeispiele für Familien mit zwei Kindern. Dort fängt das niedrigste Beispiel bei 5’000 Franken Netto-Einnahmen pro Monat an. Die Beispiele dienen allerdings nur als Orientierung.