• Die angezeigte Prämie ist falsch!

    Ursache für eine Abweichung gegenüber Ihrer Grundversicherungsprämie können sein:

    • eine unterschiedliche Franchise,
    • eine unterschiedliche Unfalldeckung,
    • ein unterschiedliches Versicherungsmodell (Standard-Grundversicherung, Hausarzt, HMO etc.),
    • eine bereits von der Prämie abgezogene Prämienverbilligung oder
    • die bereits von der Prämie abgezogene Rückerstattung der Umwelt-Lenkungsabgabe.

    Selbstverständlich können auch uns Fehler unterlaufen. Falls keine der oben genannten Möglichkeiten zutrifft, klären wir die Sache gerne ab. Dazu benötigen wir:

    • die Angabe Ihres Wohnortes (Postleitzahl und Ortsname),
    • Ihren Jahrgang,
    • Ihre aktuelle Krankenkasse,
    • das eigene Versicherungsmodell,
    • die gewählte Franchise,
    • mit oder ohne Unfalldeckung,
    • sowie die abweichende Prämie.

    Besten Dank für Ihre Mithilfe!

  • Kann ich trotz Krankheit die Franchise ändern?

    Die Franchise kann problemlos per Ende Jahr erhöht oder gesenkt werden:

    Senkung der Franchise:

    Bis zum 30. November bzw. letzten Arbeitstag im November (Eintreffen des Briefes beim Versicherer) muss die gewünschte Senkung der Franchise der Krankenkasse schriftlich mitgeteilt werden.

    Erhöhung der Franchise:

    Eine Erhöhung der Franchise muss der Krankenkasse bis zum 31.12. bzw. bis zum letzten Arbeitstag im Dezember mitgeteilt werden.

  • Muss ich beim Abschluss der Grundversicherung Gesundheitsfragen beantworten?

    Nein! Jede Krankenkasse muss Sie vorbehaltlos in die obligatorische Grundversicherung aufnehmen, ungeachtet Ihres Alters oder Gesundheitszustandes. Füllen Sie darum den Fragebogen mit den Gesundheitsfragen nur aus, wenn Sie eine Zusatzversicherung abschliessen wollen.

  • Muss ich für eine Zusatzversicherung Gesundheitsfragen beantworten?

    Ja, bei Zusatzversicherungen sind Sie verpflichtet, die Gesundheitsfragen zu beantworten. Häufig müssen die Erkrankungen und ärztlichen Behandlungen der letzten fünf Jahre deklariert werden.

    Die Fragen und ihre Anzahl unterscheiden sich je nach Krankenkasse. Es gibt keine Tipps, welche Krankenkassen viele und welche Kasse wenige Fragen zur Gesundheit stellt.

    Es empfielt sich, die Gesundheitsdeklaration wahrheitsgetreu auszufüllen, da die Krankenkasse berechtigt ist, auch im Nachhinein Saktionen einzuleiten. Das Spektrum der Massnahmen reicht sich von einem Ausschluss der Versicherungsleistung für eine bestimmte Krankheit bis zu einer Kündigung. Erhält ein Versicherter einen Ausschluss der Deckung für eine Krankheit, übernimmt die Zusatzversicherung keine Behandlungen für diese Krankheit. Genaue Angaben dazu finden Sie in den Versicherungsbedingungen der Zusatzversicherung.

  • Was leistet die Grundversicherung im Ausland?

    Leistungen werden nur für notfallmässige Behandlungen ausgerichtet. Im Ausland zahlt die obligatorische Grundversicherung maximal den doppelten Betrag, den die gleiche Behandlung in der Schweiz gekostet hätte. Innerhalb Europas genügt dies, in gewissen Überseegebieten, insbesonders in den USA, Kanada, Australien, Neuseeland und Japan, ist ein zusätzlicher Versicherungsschutz aber unbedingt erforderlich.

    In der Schweiz Versicherte, die sich im EU- oder EFTA-Raum notfallmässig ärztlich behandeln lassen müssen:

    Eine vor Ort zuständige Krankenversicherung trägt die Kosten gemäss den vereinbarten Tarifen, die Versicherten übernehmen die dort gültige Kostenbeteiligung. Der zuständige ausländische Krankenversicherer rechnet diese Kosten über eine zentrale Stelle in der Schweiz mit der Schweizerischen Krankenkasse ab.

    Seit anfangs 2006 haben alle Versicherten in der Schweiz hierfür eine Versichertenkarte, die das Formular E111 überflüssig macht. Auf der Versichertenkarte in der Grösse einer Kreditkarte sind die administrativen Angaben, wie Name, Geschlecht, Geburtsdatum, Versicherer und Versicherten-Nummer enthalten.

    Tipp: Bei Bedarf geeignete Zusatzversicherung oder separate Ferien- und Reiseversicherung abschliessen.

  • Kostenbeteiligung bei Mutterschaft?

    Bei einer Schwangerschaft ohne Komplikationen muss keine Kostenbeteiligung bezahlt werden. Die Leistungen aus der Grundversicherung sind im Krankenversicherungsgesetz (KVG) genau deklariert. Es handelt sich dabei um Geburtsvorbereitungskurse, Kontrolluntersuchungen, Entbindung und Stillberatung.

    Bis anhin mussten Schwangere mit Komplikationen Kostenbeteiligung bezahlen, da diese Behandlungen als Krankheit abgerechnet wurden. Dies sind beispielsweise Hospitalisationen zur Vermeidung einer Frühgeburt, Behandlungen von Schwangerschaftsdiabetes und Infektionen oder psychotherapeutische Behandlungen von Depressionen nach der Geburt.

    Per 1. März 2014 tritt die Gesetzesänderung in Kraft, welche besagt, dass Frauen mit Komplikationen ab der 13. Schwangerschaftswoche bis 8 Wochen nach der Geburt keine Kostenbeteiligung mehr bezahlen müssen.

  • Welche Kündigungsfrist gilt?

    Grundversicherung

    Für eine Kündigung per 31. Dezember muss das Kündigungsschreiben als eingeschriebener Brief bis zum 30. November resp. bis zum letzten Arbeitstag im November bei der bisherigen Krankenkasse eingetroffen sein. Diese Kündigungsfrist gilt unabhängig davon, ob die neue Prämie höher, tiefer oder gleich hoch ist.

    Für eine Kündigung per 30. Juni muss das Kündigungsschreiben als eingeschriebener Brief bis zum 31. März resp. bis zum letzten Arbeitstag im März bei der bisherigen Krankenkasse eingetroffen sein. Das gilt nur für Versicherte mit einer Franchise von CHF 300 (Kinder: CHF 0) und einer Standard-Grundversicherung (keine alternativen Versicherungsmodelle wie z.B. HMO oder Telmed). In allen anderen Fällen ist ein Wechsel zu einer neuen Krankenkasse jeweils erst auf Ende eines Kalenderjahres möglich.

    Hier finden Sie das vorbereitete Kündigungsschreiben.

    Zusatzversicherung

    Bei einer Prämienerhöhung:

    Es gelten die Bestimmungen in den Versicherungsbedingungen (z.B. ab Mitteilung 1 Monat oder bis Ende Jahr).

    Bei einer unveränderten Prämie:

    Kündigungsfristen der Zusatzversicherungen


    Tipps:
    • Kündigen Sie Ihre alte Zusatzversicherung erst, wenn von der neuen Kasse eine vorbehaltlose Aufnahmebestätigung vorliegt. Ansonsten wird empfohlen, nur die Grundversicherung zu kündigen.
    • Die Krankenkassen können bei Anträgen auf Zusatzversicherungen einen zeitlich befristeten oder unbefristeten Vorbehalt anbringen, wenn sie den Antragssteller in gesundheitlicher Hinsicht als ein ungünstiges Risiko beurteilen. Dies bedeutet dann für den Versicherten, dass er keinen Anspruch auf Leistungen für die Behandlung der im Vorbehalt aufgeführten Krankheit hat.
    • Beantworten Sie die Fragen im Versicherungsantrag korrekt und vollständig.
    • Die Krankenkassen haben das Recht, auch nachträglich Vorbehalte anzubringen, wenn sich herausstellt, dass jemand beim Ausfüllen des Versicherungsantrages unwahre oder unvollständige Angaben gemacht hat.
  • Was sind die Leistungen bei den einzelnen Krankenkassen?

    Die Leistungen aus der obligatorischen Grundversicherung sind gesetzlich vorgeschrieben und bei allen Krankenkassen gleich. Hier finden Sie eine Übersicht der Leistungen. Sie finden bei comparis.ch neben der Prämienhöhe zusätzlich auch Angaben zur Kundenzufriedenheit bei den einzelnen Kassen.

    Im Gegensatz zur Grundversicherung sind die Leistungen in den Zusatzversicherungen von Krankenkasse zu Krankenkasse verschieden.

  • Brauche ich während des Militärdienstes eine Krankenversicherung?

    Dies hängt von der Dauer des Militärdienstes ab.
    Im Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG) heisst es in Art.3 Abs.4: „Die Versicherungspflicht wird sistiert für Personen, die während mehr als 60 aufeinander folgenden Tagen dem Bundesgesetz vom 19. Juni 1992 über die Militärversicherung (MVG) unterstellt sind.“ Das heisst, dass Sie bei längeren Dienstzeiten keine Prämien für die obligatorische Grundversicherung bezahlen müssen. Sie müssen einfach der Krankenkasse den Nachweis erbringen, wie lange Sie Militärdienst zu leisten haben (Kopie des Marschbefehls einschicken).

  • Leistungen bei Mutterschaft

    Das Krankenversicherungsgesetz (KVG) schreibt allen Kassen vor, welche Leistungen (auch welche Mutterschaftsleistungen) sie aus der obligatorischen Grundversicherung vergüten müssen. Die Mutterschaftsleistungen sind im Artikel 29 des Krankenversicherungsgesetzes folgendermassen geregelt:

    Art. 29 Mutterschaft
    1 Die obligatorische Krankenpflegeversicherung übernimmt neben den Kosten für die gleichen Leistungen wie bei Krankheit die Kosten der besonderen Leistungen bei Mutterschaft.
    2 Diese Leistungen umfassen:
    a. die von Ärztinnen und Ärzten oder von Hebammen durchgeführten oder ärztlich angeordneten Kontrolluntersuchungen während und nach der Schwangerschaft;
    b. die Entbindung zu Hause, in einem Spital oder einer Einrichtung der teilstationären Krankenpflege sowie die Geburtshilfe durch Ärztinnen und Ärzte oder Hebammen;
    c. die notwendige Stillberatung.

    Da alle Krankenkassen ohnehin die genau gleichen Leistungen bezahlen, können Sie getrost zu einer günstigen Krankenkasse wechseln, auch während der Schwangerschaft. So haben Sie mehr Geld für sich und die Babyausstattung zur Verfügung. Sie finden bei Comparis neben der Prämienhöhe zusätzlich auch Angaben zur Kundenzufriedenheit bei den einzelnen Kassen.

    Tipp: Für die Krankenkassen ist oft nicht ersichtlich, ob es sich um Aufwendungen im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft handelt. Lassen Sie deshalb von Ihrem Arzt auf solchen Rechnungen einen entsprechenden Vermerk anbringen.

    Bei den Zusatzversicherungen gelten die Leistungen und Bestimmungen in den Versicherungsbedingungen. Beachten Sie, dass für Leistungen betreffend Mutterschaft nach Abschluss der Versicherung eine Karenzfrist besteht.

  • Welche Krankenkassen sind im Vergleich? Wo können Offerten bestellt werden?

    Im Vergleich der Grundversicherung sind die Prämien aller Krankenkassen aufgeführt. Sie finden alle Prämien, wenn Sie unter "Trefferanzeige" die Vollansicht auswählen.

    Sie können bei denjenigen Krankenkassen online eine Offerte anfordern, die für diese Dienstleistung mit Comparis zusammenarbeiten. Bei verschiedenen Krankenkassen ist dies nicht der Fall, weil diese Kassen z.B. nicht an einem Wachstum interessiert sind, andere Vertriebskanäle nutzen, oder weil sie nicht über die notwendige technische Infrastruktur verfügen, um von einer Prozessvereinfachung durch Online-Offerten zu profitieren.

  • Ich muss mich neu in der Schweiz versichern lassen

  • Administrationszuschlag bei Trennung von Grund- und Zusatzversicherungen

    Grundversicherung und Zusatzversicherung(en) können bei unterschiedlichen Krankenkassen geführt werden. Die Krankenversicherer dürfen nicht mehr von sich aus die Zusatzversicherungen kündigen, wenn die Versicherten für die Grundversicherung zu einer anderen Kasse wechseln. Einzelne Kassen erheben in solchen Fällen bei den Zusatzversicherungen einen Zuschlag für höhere Administrationskosten. Werden diese nicht bezahlt, verlieren Sie eine Vergünstigung (Familienrabatt, Kollektivrabatt). Das ist zwar erlaubt, jedoch nur bei wenigen Kassen der Fall.

    Comparis empfiehlt, zumindest für die Grundversicherung eine günstige Krankenkasse zu wählen. Die Leistungen sind nämlich überall gleich. Darum sollte bei der Grundversicherung vor allem die Prämienhöhe für die Wahl der Krankenkasse entscheidend sein. Sie finden bei Comparis neben der Prämienhöhe zusätzlich auch Angaben zur Kundenzufriedenheit bei den einzelnen Kassen.

    So gehen Sie vor, wenn Sie Grund- und Zusatzversicherung bei verschiedenen Kassen führen:

    • Machen Sie vor dem Einsenden der Arztrechnung eine Kopie für Ihre Unterlagen.
    • Schicken Sie Ihre Rechnungen an die Kasse, bei der Sie die Grundversicherung haben. Weisen Sie die Kasse darauf hin, dass Sie noch Zusatzversicherungen bei einer anderen Kasse führen. Die Grundversicherungskasse prüft die Rechnung und sendet Ihnen eine Abrechnung zurück.
    • Sie können dann die Abrechnung mit der Kopie der Arztrechnung an die Kasse weiterleiten, bei der Sie die Zusatzversicherung(en) führen.

    Unter Umständen erhalten Sie auch zwei Original-Rechnungen, die Sie dann an die entsprechenden Kassen weiterleiten.

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