Carsharing

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In der Schweiz gibt es mit Mobility Car bisher nur einen grossen Anbieter von Carsharing. Bild: Thinkstock

Das Auto mit anderen zu teilen, bringt finanzielle Vorteile – und macht die Parkplatzsuche überflüssig: Carsharing boomt in der Schweiz. Wir zeigen Dir, wie es funktioniert.

Kauftst Du noch, oder teilst du schon? Keine Sorge, auch wenn Deine Ersparnisse noch nicht für ein eigenes Auto reichen – aufs Autofahren musst Du dennoch nicht verzichten. Die Lösung heisst Carsharing. Dabei teilst Du ein Auto mit anderen. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es so viele Auto-Teiler pro Kopf wie in der Schweiz – dem «Königsland des Carsharing, wie Alain Brügger von der Mobilitätsakademie des Touring Club Schweiz (TCS) sagt. Hier sei das Carsharing erfunden worden. «Allerdings ist der Markt sehr speziell, denn es gibt mit Mobility Car nur einen wirklichen Player. Autohersteller mit ihren Angeboten wie Drive Now oder Car2Go seien bislang in der Schweiz nicht vertreten.

Auch E-Autos im Angebot
Bei dem von Mobility Car landesweit aufgezogenen Carsharing-Netz machen bereits über 100‘000 Schweizer mit. Landesweit in 500 Ortschaften stehen über 2600 Autos bereit. Einsteigen kannst Du in Fahrzeuge neun verschiedener Klassen – vom kleinen Elektromobil Renault Twizy über Minivans, Kombis und Cabrios bis zum Transporter.

In der Westschweiz gibt es noch einen kleinen Konkurrenten, der es ausschließlich mit E-Autos probiert: Electric Easy (http://www.tellis.ch). Und im Rahmen des Pilotprojektes eShare der Schweizerischen Post können Autofahrer an den Standorten Basel, Bern, Geroldswil und Ittigen derzeit ebenfalls E-Autos teilen.

Privates Carsharing jedoch, bei dem die Mitmachenden ihr eigenes Auto zur Verfügung stellen, gibt es in der Schweiz noch nicht. Aber 2014 will das Mobilitätsunternehmen M-Way über die Buchungsplattform sharoo.com in diesem Bereich einen Vorstoss wagen.

So funktioniert das Auto teilen
Auto auswählen, online buchen oder reservieren, Fahrzeug mit einer Kundenkarte öffnen, Schlüssel aus dem Handschuhfach fischen: So funktioniert das Prozedere in der Regel. Über Handy-Apps findest Du schnell das von Dir am nächsten abgestellte Auto. Abgestellt werden muss es allerdings stets wieder auf dem Start-Parkplatz. Vor allem an Bahnhöfen stehen viele Autos zum Abholen bereit.

Kunden schliessen ein Abo von vier Monaten oder einem Jahr ab oder werden Genossenschafter. Hinzu kommen Gebühren für Nutzungsdauer und Strecke. Enthalten sind unter anderem Kosten für Treibstoff, Versicherungen und die Parkplatzmiete.

Extra-Angebot für Fahrschüler
Speziell an Junglenker denkt die Luzerner Firma: Unter dem Label Mobility 4 Learners (http://www.mobility.ch/de/pub/privat/learners.htm) dürfen Fahrschüler mit gültigem Lernausweis sich ans Steuer eines Sharing-Autos setzen. Einzige Voraussetzung ist wie beim privaten Pkw auch: Auf dem Beifahrer muss eine Person sitzen, die 23 Jahre oder älter ist und seit mindestens drei Jahren den Führerschein besitzt.