Versicherung

Wie Sie bei der Autoversicherung Kosten sparen

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| von Andrea Auer |
Bild: iStock / yattaa

Wegen Corona arbeiten derzeit viele Menschen weniger oder im Homeoffice. Das eigene Auto benötigt man in dieser Situation selten, dennoch bezahlt man Geld für die Versicherung. Wie man dennoch sparen kann? Comparis klärt auf.

Bei der Berechnung der Autoversicherungsprämie spielt die Wahrscheinlichkeit eines Schadenseintritts eine entscheidende Rolle. Brauchen Sie wegen der Corona-Krise das Auto nicht, ist das Risiko eines Schadens um einiges kleiner – dennoch bekommen Sie von der Versicherung kein Geld zurück. Comparis gibt Tipps, wie Sie dennoch bei der Autoversicherung sparen können.

Kontrollschilder beim Strassenverkehrsamt deponieren

Steht Ihr Fahrzeug für längere Zeit nur in der Garage? Dann können Sie die Kontrollschilder beim kantonalen Strassenverkehrsamt hinterlegen. Damit ruht auch die Autoversicherung und Sie bekommen einen Teil der bereits bezahlten Prämie zurück. Die Hinterlegungszeit beginnt ab dem Folgetag der Schilder-Rückgabe. Die Höhe der Rückzahlung wird je nach Versicherer unterschiedlich festgelegt. Einige vergüten einen Pro-Rata-Anteil der kompletten Hinterlegungsdauer, andere einen prozentualen Anteil davon. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Versicherung über die Berechnungsgrundlage. Fragen Sie auch nach allfälligen Administrativ-Gebühren.

Die Hinterlegung wird durch das Strassenverkehrsamt Ihres Wohnkantons geregelt. Aktuell empfiehlt es sich, die Nummer auf dem Postweg zu retournieren. Die Versicherung wird in einem solchen Fall direkt vom jeweiligen Strassenverkehrsamt informiert. Der Prozess dauert rund fünf Tage. Je nach Versicherer lohnt sich unter Umständen eine Kontaktaufnahme, sobald Sie die Schilder ans Amt geschickt haben.

Bei einer Hinterlegung bekommen Sie neben dem Prämienanteil der Versicherung auch den Pro-Rata-Anteil der Motorfahrzeugsteuern rückerstattet. Beachten Sie jedoch auch hier mögliche Gebühren (z.B. Zürich: 30 Franken für Wiedereinlösung, Genf: je 20 Franken für die Deponierung und Wiedereinlösung).

Versicherungspolice den Bedürfnissen anpassen

Auch wer sein Auto unverändert viel oder gar öfters nutzt, hat je nach Police die Möglichkeit, künftig Versicherungskosten zu sparen. Werfen Sie dafür einen Blick in Ihren Vertrag. Dieser lässt sich oftmals optimieren – vor allem dann, wenn Sie sich seit längerem nicht darum gekümmert haben. Die folgenden drei Massnahmen helfen beim Kosten senken.

  • Von Voll- auf Teilkasko umsteigen: Ist ihr Auto über 4-jährig, können Sie einen Wechsel von einer Voll- auf eine Teilkasko-Deckung in Erwägung ziehen. Je nach Fahrzeugwert lohnt sich die meist hohe Prämie für eine Vollkaskoversicherung ab diesem Zeitpunkt nicht mehr. Mehr zum Thema Voll- und Teilkasko finden Sie hier.
  • Insassenunfall braucht es selten: Schliessen Sie diesen Baustein aus Ihrer Police aus, sofern Sie in der Schweiz angestellt sind. Arbeitnehmer in der Schweiz sind bereits über den Arbeitgeber gegen Unfall versichert.
  • Auch Baustein «Mitgeführte Sachen» ausschliessen: Deckt Ihre Hausratversicherung den «einfachen Diebstahl auswärts»? Dann können Sie in der Autoversicherung auf den Baustein «Mitgeführte Sachen» verzichten. Achung: Mitgeführte Gegenstände, die in Folge eines Unfalles beschädigt werden, sind in der Hausratversicherung nur mit der All-Risk-Deckung versichert.

Im Gegensatz zur Sistierung der Autonummer müssen Sie sich bei einer Policen-Anpassung unter Umständen etwas gedulden. Denn dafür braucht es eine ordentliche Kündigung. Neben dem Vertragsablauf ist in vier Gelegenheiten eine ausserterminliche Kündigung möglich.

Unser Tipp: Prüfen Sie bei einer allfälligen Kündigung weitere Versicherungsangebote. Die Prämien sind vor allem durch den Markteintritt von neuen Anbietern und Produkten in den letzten Jahren ins Rollen geraten.

Autofahrer mit Pay-as-you-drive-Modellen im Vorteil

Von einer Deponierung der Kontrollschilder absehen können Autohalter mit einem sogenannten «Pay as you drive»-Versicherungsmodell. Deren Prämie berechnet sich unter anderem aufgrund der tatsächlich gefahrenen Kilometer und wird in der Regel monatlich bezahlt. Steht das Auto aktuell hauptsächlich in der Garage, fällt auch die Prämie in diesem Monat weniger hoch aus.