Steuern

Umzug in eine andere Gemeinde: Wo sind die Steuern zu bezahlen?

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Ein Umzug bedeutet meist auch Änderungen bei den Steuern. Bild: iStock

Nach einem Umzug innerhalb der Schweiz ändert sich nicht nur die eigene Adresse, sondern auch die zuständige Steuerverwaltung. Doch in welcher Gemeinde werden die Steuern am Jahresende fällig? Und lässt sich je nach Zügeldatum gar Geld sparen? Comparis klärt auf.

In der Schweiz legen die Kantone und die Gemeinden ihre Steuern selbst fest. Jemand mit gleichem Einkommen und Vermögen erhält je nach Wohnsitz eine unterschiedlich hohe Steuerrechnung. Ein Umzug an einen neuen Ort wirkt sich daher auf die Höhe der zu entrichtenden Steuern aus. Nur: Ab wann muss man seine Steuern am neuen Wohnort bezahlen? Und lässt sich durch ein geschickt gewähltes Umzugsdatum sogar Geld sparen? Die entsprechenden Regelungen hängen grundsätzlich davon ab, ob man innerhalb des gleichen Kantons umzieht oder ob man seinen Wohnsitz in einen anderen Kanton verlegt.

Zügeln in einen anderen Kanton

Bei einem Kantonswechsel gilt das sogenannte Zuzugsprinzip: Zieht jemand in einen anderen Kanton, bezahlt er die Steuern für das gesamte Jahr an dem Ort, an dem er am 31. Dezember wohnt. Der Wegzugskanton geht leer aus.

Ein Beispiel: Jemand, der während elf Monaten im Steuerparadies Zug gelebt hat und im Dezember in die Steuerhölle Jura zieht, muss die Steuern für das ganze Jahr an den Kanton Jura entrichten. Das Umgekehrte gilt allerdings auch: Jemand, der elf Monate in einem Hochsteuerkanton gelebt hat und im Dezember in einen Tiefsteuerkanton zieht, kommt entsprechend günstig weg. Je nach Steuertarif des Zuzugskantons kann es sich also lohnen, noch im alten respektive erst im neuen Jahr umzuziehen. Einen Steuervergleich finden Sie hier.

Zügeln innerhalb des gleichen Kantons

Bei Umzügen innerhalb des gleichen Kantons gelten je nach Kanton andere Regelungen. Die meisten Kantone wenden auch hier das Zuzugsprinzip an. So etwa die Kantone Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Bern, Genf, Glarus, Graubünden, Jura, Luzern, Schaffhausen, Schwyz, St. Gallen, Thurgau, Waadt und Zürich. Die Steuern werden für das ganze Jahr in der Gemeinde bezahlt, in der man am 31. Dezember wohnt. Bereits bezahlte provisorische Raten an die Wegzugsgemeinde werden zurückerstattet.

Die Kantone Nidwalden und Obwalden arbeiten hingegen nach dem Wegzugsprinzip: Die Steuern werden für das gesamte Jahr in der Gemeinde bezahlt, in der man am 1. Januar gewohnt hat.

Einzig die Kantone Freiburg und Neuenburg berechnen die Beträge pro rata temporis: Die Einwohner werden von beiden Gemeinden für die exakte Anzahl Tage besteuert.