Steuern

Steuertipp: So entkommen Sie der «Heiratsstrafe»

INFO
|
Bild: iStock / serdjophoto

Da Ehepartner gemeinsam besteuert werden, steigt bei zwei Gehältern die Progression. Daher zahlen sie mehr Steuern als Unverheiratete, besonders wenn sie besser verdienen. Um diese «Heiratsstrafe» auszugleichen, gewähren Bund und Kantone gewisse Abzüge.

Comparis hilft beim Steuernsparen:

  • Was ist die sogenannte «Heiratsstrafe»?
  • Wen betrifft die «Heiratsstrafe» am meisten?
  • Wie können verheiratete Doppelverdiener Steuern sparen?
  • Wie hoch sind die möglichen Abzüge?
  • Wie berechnen ich meine Steuern?
  • Welche Steuern kommen auf mich zu?

  • Was ist die «Heiratsstrafe»?

    Konkubinatspartner, deren Einkommen einzeln versteuert werden, zahlen meist weniger Steuern als verheiratete Doppelverdiener. Grund: Das Einkommen von Ehepartnern wird zusammengerechnet und fällt damit unter eine höhere Steuerprogression. Diese sogenannte «Heiratsstrafe» betrifft rund eine halbe Million Schweizer Ehepaare. Bei ausländischen, verheirateten Doppelverdienern, die quellensteuerpflichtig sind, gelten für jeden Partner unterschiedliche Steuersätze.

    Wen betrifft die «Heiratsstrafe»?

    Unter der «Heiratsstrafe» haben vor allem besserverdienende Paare mit ähnlich hohem Einkommen zu leiden. Bei niedrigen und unterschiedlich hohen Einkommen spielt sie keine Rolle. Die steuerliche Benachteiligung hat auch Auswirkungen auf die AHV-Rente. Rentnerehepaare erhalten höchstens das Anderthalbfache einer maximalen Einzelrente. Im Gegenzug gibt es im Konkubinat keine Witwenrente seitens der AHV.

    Wie können verheiratete Doppelverdiener Steuern sparen?

    Um die Nachteile der höheren Progression auszugleichen, können verheiratete Doppelverdiener den Zweitverdienerabzug geltend machen. Er wird vom tieferen Einkommen abgezogen.

    Wie hoch sind die möglichen Abzüge?

    • Zweitverdienerabzug: Verheiratete Doppelverdiener dürfen von der direkten Bundessteuer die Hälfte des niedrigeren Verdienstes abziehen (maximal 13’400 , minimal 8’100 Franken). Bei der Kantonssteuer gelten je nach Wohnkanton sehr unterschiedliche Sätze. (zwischen 500 Franken in SG und 10’000 Franken in GL)

    • Verheiratetenabzug: Dieser Abzug von der Bundessteuer steht allen Verheirateten zu und umfasst einen Pauschalbetrag von 2’600 Franken. Auf kantonaler Ebene sind die Abzüge unterschiedlich hoch.

    Was Sie sonst noch von Ihrem steuerbaren Einkommen abziehen können, erfahren Sie hier: «10 Tipps zur Senkung der Steuerlast».

    Wie berechne ich meine Steuern?

    Die Einkommenssteuer richtet sich nach der Höhe des Lohns. Die Angaben dazu befinden sich auf dem Lohnausweis, der mit der Steuererklärung einzureichen ist.

    Welche Steuern kommen auf mich zu?

    Nutzen Sie jetzt den Comparis-Steuerrechner und finden Sie es heraus.