Vorsorge

Erster Job: Lohn nach Lehre und Studium

TIPPS
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Bild: iStock.com / stockfour

Der erste Job ist ein wichtiger Einstieg in eine neue Lebensphase. Erfahre, worauf du beim ersten Job und Lohn achten solltest.

Was ist beim ersten Job wichtig?

Den ersten Job zu bekommen, ist nicht immer so einfach. Vielleicht ist die Richtung, in welche es gehen sollte, noch nicht genau definiert. Ausserdem muss man trotz Absagen wie «fehlende Berufserfahrung» oder «besser passende Kandidaten» positiv bleiben. Denken Sie immer daran: Viele Wege führen nach Rom. Und, Sie müssen nicht alle Job-Kriterien erfüllen. Glauben Sie an sich selbst und bewerben Sie sich.

Welcher Job bzw. Arbeitgeber passt zu mir?

  • Der Arbeitgeber hinterlässt einen guten ersten Eindruck
  • Die Arbeitsbedingungen wie Lohn, Infrastruktur und Belastung sind angemessen
  • Der Job und Arbeitgeber entspricht den persönlichen Interessen
  • Die Mitarbeiter sind im Allgemeinen mit dem Arbeitgeber zufrieden
  • Der Arbeitgeber fördert meine Weiterentwicklung
  • Die Produkte und Leistungen des Arbeitgebers sind mir bekannt und ich finde diese gut
  • Mit den aufgelisteten Aufgaben bin ich weder unter- noch überfordert
  • Der Job widerspricht nicht meinen alltäglichen Wünschen und Bedürfnissen 

Welchen Lohn bekomme ich nach der Lehre / nach dem Studium

Der Lohn hängt von der Job-Tätigkeit, dem Alter, der Berufserfahrung, der Ausbildung, der Branche aber auch vom Ort des Jobs ab. Im Kanton Zürich verdient man zum Beispiel in der Regel mehr als im Kanton Schaffhausen. Neben dem Lohn sind auch monetäre Bestandteile wie 13. Monatslohn, Bonus, Betrag für die Pensionskasse, Beteiligung für Weiterbildungen, Vergünstigungen und Anzahl Ferientage von Bedeutung. Gewisse Arbeitgeber geben ihren Mitarbeitenden auch sogenannte «Fringe Benefits». Dazu gehören beispielsweise Essensgutscheine, ÖV-Abo, Handyabo oder auch ein Geschäftsauto.

Job-Tätigkeit: Je höher die Qualifikationen und Anforderungen an den Job sind, desto höher sollte auch der Lohn sein. Auch weil es viel weniger Arbeitnehmer gibt, die den Anforderungen gerecht werden.

Alter und Berufserfahrung: Mit mehr Berufserfahrung steigt der Marktwert und somit auch das Lohnniveau. Als Einsteiger ohne Erfahrung ist es oft schwierig, überhaupt an einen Job zu kommen. Darum hilft es bei Verwandten und Freunden nachzufragen, ob sie Kenntnisse von einer freien Stelle oder Beziehungen zu einem Unternehmen (Vitamin B) haben.

Ausbildung/Abschluss: Ähnlich wie bei der Erfahrung sind Ausbildung (Universität, Berufslehre, Fachhochschule) ebenso wie vorzuweisende Weiterbildungen und Diplome Merkmale für Fähigkeiten und somit wichtige Faktoren für den Lohn.

Branche: Tendenziell wird z.B. in der Finanz-, Digital- und IT-Branche mehr Lohn bezahlt als in der Gastronomie.

Ort: Auch der Standort des Unternehmens ist ein Indikator für die Lohnhöhe. Je nach Miete, Steuern und Mobilitätskosten lohnt es sich, zu pendeln oder umzuziehen.

Tabelle: Erster Lohn nach Branche

Branche Üblicher Lohn nach der Lehre (ca. 20-jährig) in CHF Üblicher Lohn nach dem Studium (ca. 25-jährig) in CHF
Sozialwesen 4’100 - 5’100 5’000 - 6’300
Beherbergung und Gastronomie 4’000 - 4’350 4’450 - 4’800
Versicherungen 4’650 - 5’350 6’150 - 7’100
Finanzdienstleistungen 4’800 - 5’800 6’000 - 7’250
Lebensmittel 4’150 - 5’150 4’850 - 6’000
Detailhandel 4’050 - 4’750 5’100 - 6’000
Grosshandel 4’200 - 4’950 5’600 - 6’650

*Berechnungen für Büroangestellte (z. B. KV) in Zürich ohne Berufserfahrung inkl. 13. Monatslohn, Bonus etc.

Quelle: https://www.lohnrechner.ch/

Bruttolohn versus Nettolohn: Was bleibt vom Lohn übrig?

Der Bruttolohn beinhaltet den Gesamtlohn ohne Sozialabzüge wie AHV, ALV und Pensionskasse. Der Nettolohn entspricht dem überwiesenen Lohn auf das Bankkonto und steht direkt dem Arbeitnehmer zur Verfügung.

Eselsbrücke:
Brutto = Brutal viel
Netto = Net so viel

Die Sozialabzüge dienen unter anderem der staatlichen und beruflichen Vorsorge. Obwohl die Vorsorge erst bei der Pensionierung greift, lohnt es sich, sich früh darum zu kümmern.

Den Nettolohn sinnvoll nutzen

Über den Nettolohn kann man frei verfügen. Allerdings sollte man sein Budget gut planen und die Einnahmen (Lohn) und Ausgaben (WohnungKrankenkasseAutoversicherungHandyabo  etc.) einander gegenüberstellen.

Versuchen Sie, regelmässig Geld zur Seite zu legen, um sich Wünsche oder einen grösseren Traum zu erfüllen. Ferien, Hobbies, ein Haus oder Gründung eines Startups kosten viel Geld. Wer mehr sparen kann, hat auch weniger Risiko bei Kredit und Hypotheken. Auch für die Steuern sollte man das nötige Geld auf die Seite legen.

Weniger Steuern zahlen mit 3a

Wer in die Säule 3a einzahlt, kann dies von den Steuern abziehen und zahlt somit weniger Steuern. Das einbezahlte Geld können Sie für grössere Investitionen (z.B. Gründung eines Unternehmens, Kauf von Eigentum) oder nach der Pensionierung wieder verwenden.

Die Steuern muss man zwar erst im Folgejahr zahlen. Um im Folgejahr böse Überraschungen zu vermeiden, sollte man sich jeden Monat einen Betrag zur Seite legen. Zudem macht es Sinn, steuerliche Abzüge wie der Einzahlung in die Säule 3a mitzuberücksichtigen.

Richtig sparen und investieren

Wenn am Ende des Monats noch Geld übrig bleibt, stellt sich die Frage: Auf der Bank lassen oder investieren? Da die Zinsen ziemlich niedrig sind und die Bank für das Konto Gebühren verlangt, kann eine Anlage in Fonds, Aktien etc. Sinn machen. Mit 3a-Lösungen ist auch eine Kombination möglich.

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