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KOF Prognose: Gesundheitsausgaben steigen weiter an

STUDIE
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Bis zum Jahr 2019 dürften die Gesundheitsausgaben um 3,9% wachsen. Bild: iStock.com / SARINYAPINNGAM

Obwohl das Wachstumstempo der Gesundheitsausgaben im vergangenen Jahr zurückgegangen ist, ist bis zum Jahr 2019 weiterhin mit einem Anstieg zu rechnen. Wie aus der KOF Frühjahrsprognose hervorgeht, soll dieser bei 3,9% liegen.

Die Prognose der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich zur Entwicklung der schweizerischen Gesundheitsausgaben wird zweimal jährlich publiziert. Die Frühjahrsprognose unterstützt die Firma TopPharm durch einen Forschungsbeitrag, die Herbstprognose der Internet-Vergleichsdienst comparis.ch. 

Obwohl in den Jahren 2016 und 2017 die Zahlen für Gesundheitsausgaben, ältere Personen sowie Bevölkerungswachstum nicht markant gestiegen sind, werden für das Jahr 2018 etwas stärker steigende Löhne und eine weiterhin wachsende Anzahl älterer Menschen erwartet. Parallel dazu sollten politische Massnahmen (wie unter anderem die Überprüfung der Medikamentenpreise) das Kostenwachstum im Gesundheitsbereich im Rahmen halten. Auf der Basis dieser Begebenheiten rechnet die KOF folglich für 2018 mit einer Zunahme der Gesundheitsausgaben um 3,8% – für 2019 bis zu 3,9%. Ausserdem belaufen sich die diesjährigen Ausgaben pro Person bei über 10'000 Franken. 

Der Anstieg von 3,9% dürfte auch damit zusammenhängen, dass sich die ambulanten Bereiche in den kommenden Jahren stärker als die stationären Bereiche entwickeln werden. Aufgrund der steigenden Anzahl pflegebedürftiger Menschen ist auch zu erwarten, dass die so genannte Kategorie «Langzeitpflege» weiter expandiert.

Es dürfte deshalb nicht überraschend sein, dass die volkswirtschaftliche Bedeutung der «Gesundheit» in der Schweiz in den letzten 25 Jahren zugenommen hat. Dies zeigt sich sowohl in den Ausgaben der privaten Konsumenten als auch im Anteil der Beschäftigten im Gesundheitswesen.

Die detaillierte KOF Studie «KOF Prognose der Gesundheitsausgaben Frühjahr 2018» sowie weitere Informationen zur Prognose der Gesundheitsausgaben finden Sie hier.

 

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