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Krankenkasse

Prämienkorrektur

Weshalb gibt es eine Prämienkorrektur?

Im Krankenversicherungsgesetz (KVG) ist definiert, dass die Versicherer die Prämien kantonal abstufen können. Seit Einführung des KVGs gibt es kantonale Unterschiede zwischen dem Verhältnis der gesamten Prämien und Kosten (medizinische Leistungen, Mindestreserven und den Verwaltungsaufwand der Kassen). In einigen Kantonen wurden seit 1996 kumuliert im Verhältnis zu hohe Prämien bezahlt und in anderen zu tiefe. Gegen "zu hohe" Prämien können sich Versicherte durch den Kassenwechsel selber schützen. In den Kantonen mit "zu tiefen" Prämien hat die Aufsicht bei der Prämiengenehmigung offensichtlich versagt.

Das Parlament verabschiedete am 21. März 2014 die Teilrevision des Krankenversicherungsgesetzes. In den nächsten drei Jahren sollen insgesamt 800 Millionen Franken an die Versicherten bezahlt werden, die in Kantonen wohnen, wo angeblich zu hohe Prämien bezahlt worden sind. Ob die einzelnen Versicherten tatsächlich zu viel bezahlt haben, spielt keine Rolle. Massgebend ist einzig der aktuelle Wohnkanton. Hinter vorgehaltener Hand geben auch Gesundheitspolitiker zu, dass diese Umverteilungsübung nicht wirklich gerecht ist. Die Aktion ist auch rechtsstaatlich problematisch, denn sämtliche Prämien sind von der Aufsicht genehmigt worden und werden nun mit einer rückwirkend geltenden Änderung des Rechts korrigiert.

Der Betrag von 800 Millionen setzt sich wie folgt zusammen:

  • 166 Millionen Franken vom Bund
  • 166 Millionen Franken von den Versicherern
  • 166 Millionen Franken von Versicherten, die zu tiefe Prämien bezahlt haben

Wer erhält einen Prämienabschlag?

Personen, die ihren Wohnsitz im Korrekturjahr in einen Kanton haben, wo zu hohe Prämien bezahlt wurden, haben Anspruch auf einen Prämienabschlag. Der Prämienabschlag ist für jede Person im gleichen Kanton identisch. Die Versicherer gewähren den betroffenen Personen jeweils den Prämienabschlag. Dieser ist auf der Police ersichtlich.

Versicherte in folgenden Kantonen erhalten einen Prämienabschlag:

  • Appenzell Innerhoden
  • Freiburg
  • Genf
  • Graubünden
  • Tessin
  • Thurgau
  • Waadt
  • Zug
  • Zürich

Wer muss einen Prämienaufschlag bezahlen?

Personen, die ihren Wohnsitz im Korrekturjahr in einen Kanton haben, wo zu tiefe Prämien bezahlt wurden, sind verpflichtet einen Prämienaufschlag zu zahlen. Der Prämienaufschlag ist für jede Person im gleichen Kanton identisch. Der Aufschlag darf höchstens so hoch sein wie der jährliche Betrag der Rückverteilung (Lenkungsabgaben CO2 und VOC). Somit kompensiert sich der maximale Prämienaufschlag mit der Rückverteilung der Lenkungsabgaben. Die Gutschrift der Rückverteilung der Lenkungsabgaben sowie der Abzug der Prämienkorrektur werden auf der Police aufgeführt.

Versicherte in folgenden Kantonen müssen einen Prämienaufschlag zahlen:

  • Appenzell Ausserhoden
  • Basel-Land
  • Bern
  • Glarus
  • Jura
  • Luzern
  • Nidwalden
  • Obwalden
  • Schaffhausen
  • Solothurn
  • St. Gallen
  • Uri
  • Wallis
4 Kantone nicht betroffen

In vier Kantonen gibt es weder eine Nachzahlung noch eine Rückerstattung. Dies sind die Kantone Aargau, Basel-Stadt, Neuenburg und Schwyz.

 

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