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Krankenkasse

Mutterschaft

Mutterschaft

Der Begriff Mutterschaft umfasst gemäss Gesetz (ATSG Art. 5) Schwangerschaft, Niederkunft sowie die nachfolgende Erholungszeit der Mutter. Auf Leistungen bei Mutterschaft muss in der obligatorischen Grundversicherung keine Kostenbeteiligung bezahlt werden. Dies gilt für Leistungen, die im Krankenversicherungsgesetz konkret aufgezählt sind.

Was zahlt die Grundversicherung bei Schwangerschaft?

  • 7 Kontrolluntersuchungen
  • 2 Ultraschallkontrollen (11. bis 14. und 20. bis 23. Schwangerschaftswoche)
  • Geburtsvorbereitung: Die Versicherung übernimmt einen Beitrag von 150 Franken für die Geburtsvorbereitung in Kursen, welche die Hebamme einzeln oder in Gruppen durchführt oder für ein Beratungsgespräch mit der Hebamme im Hinblick auf die Geburt, die Planung und Organisation des Wochenbetts zu Hause und die Stillvorbereitung.

Was zahlt die Grundversicherung bei Geburt?

Bei der Geburt:

  • Volle Deckung in der allgemeinen Abteilung eines Spitals oder eines Geburtshauses gemäss Spitalliste des Wohnkantons. Das Gleiche gilt für eine Hausgeburt.
Nach der Geburt:
  • Betreuung zu Hause durch eine Hebamme bis 56 Tage nach der Geburt. Ohne ärztliche Verordnung sind 10 Besuche vorgesehen. 
  • 3 Stillberatungen durch eine Hebamme oder Stillberaterin
  • 1 Kontrolluntersuchung (6 bis 10 Wochen nach der Entbindung)

Leistungen bei Risikoschwangerschaft

Bei einer Risikoschwangerschaft bezahlt die Grundversicherung weitere Massnahmen nach klinischem Ermessen.

Kostenbeteiligung bei Mutterschaft

Frauen bei Krankheit (z.B. Komplikationen) müssen ab der 13. Schwangerschaftswoche bis 8 Wochen nach der Geburt keine Kostenbeteiligung mehr leisten. Das betrifft z.B. die Hospitalisation zur Vermeidung einer Frühgeburt, die Behandlung von Schwangerschaftsdiabetes und Infektionen oder eine psychotherapeutische Behandlung von Depressionen nach der Geburt.

Was zahlt die Krankenkasse bei Kaiserschnitt?

Die Grundversicherung deckt die Kosten für einen medizinisch notwendigen Kaiserschnitt. Bei einem Wunschkaiserschnitt ohne medizinische Notwendigkeit kann die Krankenversicherung es ablehnen, die Mehrkosten gegenüber der natürlichen Geburt zu bezahlen.

Wissenswertes

Für die Krankenkassen ist oft nicht ersichtlich, ob es sich um Aufwendungen im Zusammenhang mit einer Mutterschaft handelt. Ein Vermerk auf den Rechnungen, dass eine Mutterschaft vorliegt, ist daher empfehlenswert.

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