Hausarzt-Modell


Mit der Wahl des Hausarzt-Modells verzichtet der Versicherte auf die freie Arztwahl. Er verpflichtet sich (wie bei der HMO), im Krankheitsfall immer seinen festen Hausarzt (Gatekeeper) aufzusuchen. Ausgenommen von dieser Pflicht sind Notfälle, die jährliche gynäkologische Vorsorgeuntersuchung sowie Kontrolluntersuchungen beim Augenarzt. 

Die Krankenkassen definieren, welche Ärzte von den Versicherten als eigener "Hausarzt" in einem Hausarztmodell ausgewählt werden können. Diese sind entweder in Hausarzt-Netzwerke eingebunden oder frei praktizierende Ärzte. Während einige Krankenkassen explizite Auflistungen von Ärzten führen, ermöglichen andere die Arztwahl aus allen Internisten, Allgemeinmedizinern und Kinderärzten innerhalb eines kassenspezifischen Einzugsgebietes.

Der gewählte Hausarzt ist für die medizinische Betreuung der Versicherten, die sich für ihn entschieden haben, zuständig. Wenn es medizinisch notwendig ist, werden die Versicherten von ihm zu einem Spezialisten überwiesen.

Es wird erwartet, dass dank der gezielten Überweisung der Versicherten vom Hausarzt an Spezialisten eine Kosteneinsparung gegenüber der Standard-Grundversicherung erreicht werden kann. Die Prämien der Hausarzt-Versicherungsprodukte sind deshalb rund 15 bis 20 Prozent günstiger als diejenigen der Standard-Grundversicherung.

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