Mutterschaft


Was zahlt meine Grundversicherung bei Mutterschaft?

Mutterschaft umfasst gemäss Krankenversicherungsgesetz (ATSG Art. 5) die Schwangerschaft, Niederkunft sowie die nachfolgende Erholungszeit der Mutter.

Vor der Geburt:
  • 7 Kontrolluntersuchungen
  • 2 Ultraschallkontrollen (11. bis 14. und 20. bis 23. Schwangerschaftswoche)
  • Beitrag von CHF 100 an Geburtsvorbereitungskurse, welche von einer Hebamme in der Gruppe durchgeführt werden.
Bei der Geburt:
  • Volle Deckung in der allgemeinen Abteilung eines Spitals oder eines Geburtshauses gemäss Spitalliste des Wohnkantons. Das Gleiche gilt für eine Hausgeburt.
Nach der Geburt:
  • Betreuung zuhause durch eine Hebamme bis 10 Tage nach der Geburt.
  • 3 Stillberatungen durch eine Hebamme oder Stillberaterin
  • 1 Kontrolluntersuchung (6 bis 10 Wochen nach der Entbindung)
Risikoschwangerschaft

Bei einer Risikoschwangerschaft bezahlt die Grundversicherung weitere Massnahmen nach klinischem Ermessen.

Kostenbeteiligung

Per 1. März 2014 tritt die Gesetzesänderung, welche der Bundesrat erlassen hat, in Kraft. Sie besagt, dass Frauen bei Krankheit (z.B. Komplikationen) ab der 13. Schwangerschaftswoche bis 8 Wochen nach der Geburt keine Kostenbeteiligung mehr bezahlen müssen. Das betrifft z.B. die Hospitalisation zur Vermeidung einer Frühgeburt, die Behandlung von Schwangerschaftsdiabetes und Infektionen oder eine psychotherapeutische Behandlung von Depressionen nach der Geburt.

Kaiserschnitt

Nach Angaben des Bundesamtes für Sozialversicherung existiert keine eindeutige Rechtsprechung für den Fall von gewünschtem Kaiserschnitt. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen und eine Schwangerschaft planen, können Sie die tiefste Franchise (CHF 300) wählen, um die Kosten möglichst gering zu halten, falls ein Wunschkaiserschnitt von der Krankenkasse nicht vollständig übernommen würde.

Wissenswertes

Für die Krankenkassen ist oft nicht ersichtlich, ob es sich um Aufwendungen im Zusammenhang mit einer Mutterschaft handelt. Ein Vermerk auf den Rechnungen, dass eine Mutterschaft vorliegt, ist daher empfehlenswert.

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