Comparis
Newsletter
de

Versicherungen

Auto & Motorrad

Immobilien

Kredit & Hypotheken

Preisvergleich

Gesundheit & Altersvorsorge

Weitere Services

Comparis

Menü

ImmobilienImmobilienverkaufGrundstück verkaufen: So gelingt das Geschäft
Verkaufen

Grundstück verkaufen: So gelingt das Geschäft

von Frédéric Papp

18.11.2020

Bild: iStock / BrianAJackson

Der Verkauf eines Grundstücks erfordert Know-how und ist zeitintensiv. Comparis informiert über grundlegende Schritte im Verkaufsprozess und sagt, wo man professionelle Hilfe holen kann.

  • Welche Arten von unbebauten Grundstücken gibt es?
  • Wie ermittle ich den Wert des Grundstücks?
  • Wer sind potentielle Käufer?
  • Soll ich selber verkaufen oder einen Makler hinzuziehen?
  • Welche Kosten fallen beim Grundstücksverkauf an?

Welche Arten von unbebauten Grundstücken gibt es?

Was landläufig als Bauland bezeichnet wird, ist nicht zwingend sofort bebaubar. Unbebaute Grundstücke lassen sich grundsätzlich in vier Kategorien unterteilen. Die Verkaufspreise richten sich nach den Kategorien und der Nutzung (Wohnen, Gewerbe, Land- und Forstwirtschaft oder Mischform).

1. Bauerwartungsland:

Es handelt sich um Grundstücke, die in Zukunft bebaut werden sollen. Der Bau- und Flächennutzungsplan der Gemeinde gibt Auskunft über die Nutzung von Bauerwartungsland. Eine Garantie, dass Bauerwartungsland bebaut werden darf, gibt es nicht.

2. Bauland:

Das Grundstück ist als Bauland ausgewiesen, und ein rechtsgültiger Bebauungsplan liegt vor. Die Anschlüsse für Strom, Wasser und Abwasser fehlen aber noch. Das Grundstück darf erst bebaut werden, wenn diese Anschlüsse vorhanden sind. Die Standortgemeinde gibt Auskunft über den Zeitplan der Erschliessungsarbeiten.

3. Baugrundstück:

Ein Baugrundstück verfügt über Anschlüsse für Strom, Wasser und Abwasser. Die Zugänge zu den örtlichen Versorgungs-, Entsorgungs- und Verkehrssystemen sind vorhanden. Das Bauvorhaben kann zeitnah starten. Baugrundstücke erzielen im Vergleich zu Bauerwartungsland und Bauland die höchsten Verkaufspreise.

4. Agrarland:

Ein im Zonenplan als Land- und Forstwirtschaftsland ausgewiesenes Grundstück darf von Gesetzes wegen nur verkauft werden, wenn es in bäuerlichen Händen bleibt. Der Verkaufswert von Agrarland nimmt deutlich zu, wenn es in Bauland umgezont wird.

Dienstbarkeiten beeinflussen den Verkaufspreis. Ein im Grundbuch eingetragenes Wegrecht beispielsweise gestattet das öffentliche Passieren durch ein privates Grundstück. Ein Näherbaurecht erlaubt der Bauherrschaft, näher an die Grundstücksgrenze zu bauen, als es die lokale Bau- und Zonenordnung gestattet. Im Grundbuch sind alle Dienstbarkeiten aufgeführt.

Wie ermittle ich den Wert des Grundstücks?

Jede Gemeinde veröffentlicht mindestens alle zwei Jahre den sogenannten Bodenrichtwert. Das ist der Durchschnittswert aus früheren Grundstücksverkäufen. Der Bodenrichtwert ist für die Ermittlung des Werts Ihres Grundstücks aber nur bedingt aussagekräftig. Er vernachlässigt andere preiswirksame Faktoren wie die kurzfristige Marktentwicklung, die benachbarte Infrastruktur sowie Lage und Ausrichtung des Grundstücks.

Wer sind potentielle Käufer?

Für Ihr Grundstück kommen unterschiedliche Interessenten in Frage. Es kann sein, dass die Gemeinde das Grundstück erwerben möchte, um es selbst zu bebauen. Vielleicht sind auch Privatpersonen oder Bauträger interessiert. Institutionelle Anleger zielen vor allem auf grössere Grundstücke.

Soll ich selber verkaufen oder einen Makler hinzuziehen?

Ein Verkauf in Eigenregie verlangt Fachwissen und Verhandlungsgeschick. Planen Sie mit grosszügigem Zeitbudget. Allein das Erstellen eines aussagekräftigen Verkaufsdossiers verschlingt mehrere Arbeitstage. Ins Verkaufsdossier gehören unter anderem Lagebeschrieb des Grundstücks, Nutzungsart, Altlasten- bzw. Verdachtsflächenkataster, Baureglement (Ausnutzungsziffer), Situations-, Zonen- und Katasterplan (Erschliessung) oder Gefahrenkarte (Überflutung, Steinschlag und andere Risiken). Bereiten Sie das Verkaufs-Inserat optimal auf. Wägen Sie gut ab, ob Sie all diesen Herausforderungen gewachsen sind. Nehmen Sie frühzeitig professionelle Unterstützung in Anspruch, wenn Sie den Verkaufsprozess nicht alleine bewältigen wollen.

Welche Kosten fallen beim Grundstücksverkauf an?

Der Verkauf eines Grundstücks ist mit Kosten verbunden. Es fallen Steuern sowie Gebühren an, die je nach Kanton unterschiedlich hoch ausfallen.

  • Notariatsgebühren

    Die notarielle Beurkundung des Verkaufs- bzw. Kaufvertrags ist gesetzlich vorgeschrieben und gebührenpflichtig. Die Höhe der Notariatskosten können bis zu 0,5 Prozent des Transaktionswertes betragen. Die Kosten werden meist hälftig zwischen Käufer und Verkäufer geteilt.

  • Grundbuchgebühren

    Mit dem Eintrag ins Grundbuch wird das Verkauf offiziell. Die Ämter verlangen dafür eine Grundbuchgebühr. Es ist mit Zusatzkosten zwischen 0,1 bis 0,5 Prozent des Transaktionspreises zu rechnen. Diese Ausgaben werden in der Regel zwischen Käufer und Verkäufer aufgeteilt.

  • Handänderungssteuer

    In einigen Kantonen wird eine Handänderungssteuer fällig. Die Kantone Glarus, Schaffhausen, Schwyz, Uri, Zürich und Zug erheben keine Handänderungssteuer. Die Steuer schuldet in der Regel der Käufer des Grundstücks.

  • Grundstückgewinnsteuer

    Der Reingewinn aus einem Grundstückverkauf ist steuerpflichtig. Als Verkäufer versteuern Sie den Gewinn in Form der Grundstückgewinnsteuer. Die Höhe hängt davon ab, wie lang Sie im Besitz des Grundstücks waren.

  • Maklergebühren

    Die genaue Maklerprovision bemisst sich unter anderem an der Grundstücksart, der Region des Objekts und der Höhe des Verkaufspreises. Grundsätzlich gilt: Je höher der Verkaufspreis, desto tiefer die Maklerprovision. Im Schnitt beträgt die Maklerprovision zwischen 5 und 6 Prozent des erzielten Verkaufspreises. Die Kosten dafür trägt der Verkäufer. Professionelle Immobilienmakler stellen das Honorar erst in Rechnung, wenn der Verkauf in trockenen Tüchern ist.

Autor

Frédéric Papp

Experte Finanzen

media@comparis.ch

Verwandte Beiträge

Nach oben

Newsletter

Immer aktuell informiert über Sparmöglichkeiten sowie Experten-Tipps rund um die Themen Gesundheit, Finanzen und Steuern.

Mit der Anmeldung stimme ich der Bearbeitung meiner Daten entsprechend der Datenschutzerklärung von comparis.ch zu.

comparis.ch
  • Über Comparis

  • Medien

  • Karriere

Folgen Sie uns
Sprache
  • DE
  • FR
  • IT
  • EN
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • Rechtliche Informationen
  • Impressum

© 1996–2020 comparis.ch AG, Birmensdorferstrasse 108, 8003 Zürich, +41 44 360 52 62