Reisen & Ausland

Keine Fremden in der Wohnung: Schweizer sind bei Airbnb skeptisch

ANALYSE
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Auch wenn Airbnb weltweit Erfolge feiert, so vermieten die Schweizerinnen und Schweizer ungern ihre Privaträume. Bild: iStock.com / KatarzynaBialasiewicz

Wer heute verreisen möchte, ist nicht mehr auf Hotels oder vor Ort lebende Freunde angewiesen: Mit der Vermittlungsplattform Airbnb ist es einfach und schnell möglich, weltweit eine private Unterkunft zu mieten oder zu vermieten. Doch hierzulande halten die Mieter nicht viel davon, ihre Privaträume Fremden zur Verfügung zu stellen – dies zeigt unsere Umfrage.

Rund 65 Prozent der Mieter halten nichts davon, ihre Wohnung zu vermieten. Bei den Eigentümern sieht es ein wenig besser aus, da sind es nur knapp 46 Prozent, die sich das nicht vorstellen können. Hauptgrund bei beiden ist der fehlende Platz, aber auch diverse andere Gründe spielen eine grosse Rolle.

Interessant: Je 23 Prozent der Mieter und Eigentümer haben noch nie über Airbnb vermietet, weil sie das als unseriös empfinden.

Viele denken darüber nach, aber nur wenige tun es tatsächlich

Von den insgesamt 640 Umfrageteilnehmern haben nur 8 Prozent bis jetzt ihre Privaträume über Airbnb vermietet, 3 Prozent tun es aber regelmässig. Bei den Wohneigentümern waren 5 Prozent schon mal als Gastgeber auf Airbnb unterwegs, regelmässig vermieten hier 3 Prozent.

Insgesamt hat ein Drittel der Befragten angegeben, dass sie sich eine Vermietung über die Plattform vorstellen könnten oder darüber nachdenken. Bei den Eigentümern sind es 41 Prozent, bei den Mietern 29 Prozent.

Bürokratie und Angst vor Beschädigung

Neben dem fehlenden Platz wollen die Schweizerinnen und Schweizer auch keine fremden Leute in ihren eigenen vier Wänden. Dazu kommen Befürchtungen, wie etwa Beschädigungen oder unangenehme Überraschungen. Auch Blicke in die Privatsphäre sind unerwünscht.

Andere wiederum fürchten sich eher vor der Bürokratie: Man kann seine Wohnung als Mieter nicht einfach so mal weitervermieten. Zur Vermietung über Airbnb braucht es das Einverständnis des Hauptvermieters und man darf die Wohnung auch nicht zu überhöhten Preisen auf der Plattform einstellen. Nur für Zusatzservices darf mehr verlangt werden, dazu gehört unter anderem die Reinigung. Für Eigentümer sieht dies anders aus – sie tragen aber auch ein grösseres Risiko, wenn Gäste etwas in der Wohnung oder im Haus demolieren. So ist auch erklärbar, warum der Anteil an Privatwohnungen bei Airbnb rückläufig ist und sich vermehrt professionelle Anbieter auf der Plattform tummeln.

 

 

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