Hypothek

Hypothek amortisieren oder ablösen?

TIPPS
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Ob Ablösung oder Amortisation: Sie sollten einige Punkte beachten. Bild: iStock / sureeporn

Läuft eine Hypothek aus, können Sie diese entweder amortisieren oder erneuern. Dabei gilt es verschiedene Aspekte zu beachten. Oft macht es zudem Sinn, bei einer Erneuerung nicht das erstbeste Angebot der Hausbank anzunehmen.

Wer 2010 eine zehnjährige Festhypothek abgeschossen hat, steht spätestens 2020 vor dem Entscheid, sie zu erneuern oder zu amortisieren. In aller Regel wird der Kunde kurz vor Ablauf der Hypothek von seiner Bank über eine Refinanzierung kontaktiert. Besser ist es aber, ein Jahr vor Laufzeitende aktiv zu werden, um die für sich passende Refinanzierungsstrategie zu definieren. Zudem laufen Sie so nicht Gefahr, die Kündigungsfrist zu verpassen. Denn nicht immer lohnt es sich, für eine Erneuerung der Hypothek bei der Hausbank zu bleiben. Gerne erinnert Comparis Sie an die Kündigung. Melden Sie sich jetzt für die Kündigungserinnerung an.

Vergleichen spart Geld

Im Markt gibt es unzählige Finanzierungsanbieter. Diese offerieren teilweise günstigere Konditionen als Ihre Hausbank. Neben günstigeren Zinskonditionen bieten einige Anbieter auch den Verzicht der Vorfälligkeitsentschädigung an. Das ist im Hinblick auf eine Veräusserung der Immobilie zentral.

Die Suche nach dem besten Kreditinsitut ist zeitaufwändig und erfordert überdies Fachkenntnisse. Diese Arbeit können Sie allerdings auch einem unabhängigen Vermittler übertragen.

Amortisieren anstatt erneuern

Schulden von mehreren Hunderttausend Franken zu schultern, ist gewöhnungsbedürftig und mag für manche eine schlicht zu grosse Belastung sein. Insofern ist es sinnvoll, sich bereits vor einem Kauf des Eigenheims darüber klar zu werden. Lesen Sie dazu unseren Magazin-Artikel «Checkliste Immobilienkauf: Das müssen Sie beim Hauskauf beachten».

Wer dennoch Schulden abbauen will, muss Folgendes beachten:

Genügend Liquidität

Für die Tilgung der Schulden benötigtes Kapital steht für anderweitige Wünsche nicht mehr zur Verfügung. Das ist besonders für kurz vor dem Pensionsalter stehende Eigenheimbesitzer von Bedeutung. Eine einmal getilgte Hypothek lässt sich als Pensionär nicht problemlos aufstocken, da die Banken das Pensionseinkommen in die Berechnung der Tragbarkeit miteinbeziehen.

Pensionskasse verpfänden

Wer genügend liquide Mittel auf der Seite hat, kann das Geld auch in die Pensionskasse einzahlen und die Pensionskasse verpfänden. Dadurch verbessert sich die Schuldnerbonität, was bei den Hypothekengebern zu besseren Konditionen führt. Mehr noch: Der Einkauf in die Pensionskasse spart Steuern.

Steuerbelastung steigt

Zwar senken Amortisationen die Zinsbelastung, im Gegenzug können aber weniger Schulden und Schuldzinsen vom Vermögen beziehungsweise vom Einkommen abgezogen werden. Das erhöht die Steuerbelastung unter dem Strich.

Divesifikation vs. Klumpenrisiko

Das ganze Vermögen in einer Immobilie gebunden zu haben, birgt Risiken. Der Immobilienmarkt ist Preisschwankungen ausgesetzt und im Falle einer Immobilienkrise drohen schmerzliche Wertverluste. Unter diesen Prämissen ist es ratsam, das Vermögen auf diverse Anlageklassen zu verteilen.

 

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