Hausrat & Haftpflicht

Wohngemeinschaft: Diese Versicherungen sind Pflicht

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| von Frédéric Papp |
Bild: iStock / mediaphotos

Der Einzug in eine frisch gegründete Wohngemeinschaft ist aufregend. Bei aller Euphorie sollten WG-Bewohner aber auch darauf achten, dass sie richtig versichert sind – sonst wird das Gemeinschaftsleben schnell zum Ärgernis.

Soll ich meinen Hausrat versichern?

Eine Hausratversicherung schützt Hab und Gut gegen Feuer, Wasser- und Elementarschäden oder Diebstahl. Ist der Wert des Hausrats gering, ist eine Hausratversicherung nicht zwingend nötig. Überlegen Sie sich, ob Sie im Notfall einen Schaden oder gar einen Totalverlust Ihres Hausrats aus eigener Tasche refinanzieren können. Wichtig: Der Wert des Hausrats muss mit der Versicherungssumme übereinstimmen – sonst drohen Leistungskürzungen.

Einzelversicherung oder Mehrpersonenversicherung?

Der Hausrat eines jeden WG-Bewohners lässt sich grundsätzlich auch mit einer Einzelpolice versichern. Günstiger kommt indes eine Police für alle in der WG lebenden Personen – eine sogenannte Mehrpersonenversicherung.

Bei einer Mehrpersonenversicherung müssen in der Regel alle in der WG lebenden Personen namentlich aufgeführt sein. Bei WGs kommt es erfahrungsgemäss zu häufigen Wechseln der Mitbewohner, entsprechend hoch ist der administrative Aufwand. Hinzu kommt: Nicht alle Versicherer bieten Lösungen für grosse Wohngemeinschaften an.

Teure Einzelgegenstände wie beispielsweise Schmuck, Fotoausrüstungen oder Musikinstrumente lassen sich auch separat gegen Beschädigungen, Diebstahl oder Verlust bis zu einer bestimmten Summe versichern.

Genügt die Basisversicherung?

Mietparteien sollen nur Sachen versichern lassen, die ihnen auch gehören. Sie benötigen somit weder eine Gebäudeglasversicherung noch Zusatzversicherungen für Lavabos, Spültröge, WC-Schüsseln, Bidets, Glaskeramik-Kochflächen oder Küchenabdeckungen. Schäden an diesen Gegenständen sind Mieterschäden, die durch die Privathaftpflichtversicherung getragen werden.

Brauchen WG-Bewohner eine Privathaftpflichtversicherung?

Prüfen Sie, ob Sie allenfalls noch über die Familienpolice mitversichert sind. Nicht vollständig erwerbstätige Wochenaufenthalter sind bei einigen Versicherern über die Eltern mitversichert. Die Bestimmungen gestalten sich je nach Versicherer unterschiedlich. Fragen Sie im Zweifelsfall beim Versicherer Ihrer Eltern nach.

Diverse Versicherer bieten mittlerweile auf Wohngemeinschaften zugeschnittene Haftpflichtversicherungen an. Sie schliessen im Unterschied zu den meisten üblichen Privathaftpflichtversicherungen auch Haftung gegenüber Mitbewohnern ein.

Eine Privathaftpflichtversicherung ist generell empfehlenswert. Die Versicherung schützt WG-Bewohner gegen selbst verursachte Schäden an der Mietwohnung. Sie kommt auch für Sach- und Personenschäden auf, die schnell hunderttausende bis mehrere Millionen Franken betragen können. Die Prämie ist vergleichsweise günstig. Eine Privathaftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von 5 Millionen Franken gibt es bereits für weniger als 100 Franken pro Jahr.

 

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