Hausrat & Haftpflicht

Auf Sturmtief Evi folgt Friederike: Was gilt es bei Schäden zu beachten?

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Heftiges Sturmwetter: Wie geht man am besten im Schadensfall vor? Bild: iStock

Mit Windböen von bis zu 120km/h fegt das Sturmtief Friederike über die Schweiz - nach Burglind und Evi bereits der dritte Sturm in diesem Jahr. Die heftigen Winde können erhebliche Schäden verursachen. Sturmschäden sind ab einer Windgeschwindigkeit von 75km/h innerhalb der Elementarschadenversicherung gedeckt. comparis.ch zeigt, welche Versicherung wann zahlt, und erklärt, was bei einem Schaden zu beachten ist, um eine reibungslose Schadensabwicklung zu erleben.

Was tun bei einem Gebäudeschaden?

Hicke in der Hausfassade, zerbrochene Ziegel oder abgerissene Dachkännel - jegliche Sturmschäden an Gebäudebestandteilen sind in den meisten Kantonen über die kantonale Gebäudeversicherung obligatorisch versichert. Besitzer müssen diese melden. Als Mieter ruft man bei einem Gebäudeschaden am besten direkt die Verwaltung an. Nicht unter das Obligatorium der kantonalen Gebäudeversicherung fallen die sogenannten GUSTAVO-Kantone (Genf, Uri, Schwyz, Tessin, Appenzell Innerrhoden, Wallis, Obwalden). In den drei Kantonen Uri, Schwyz und Obwalden ist eine Gebäudeversicherung für den Gebäudeeigentümer wohl obligatorisch, jedoch muss diese nicht beim Kanton abgeschlossen werden. Die Kantone Appenzell Innerrhoden, Wallis, Tessin und Genf haben hingegen kein Obligatorium zum Abschluss einer Gebäudeversicherung.

Was tun bei einem Fahrzeugschaden?

Fallende Bäume, herumfliegende Äste oder Dachziegel - die Gefahr eines Schadens am parkierten Auto ist bei einem Sturmwind besonders hoch. Solche Schäden sind innerhalb der Teilkaskoversicherung als Elementarschäden automatisch versichert. Je nach höhe des Schadens, verlangen einige Versicherungen eine Besichtigung durch ihren Schadenexperten. Auf jeden Fall lohnt es sich bei einem Sturmschaden am Auto, wenn die Reparaturwerkstatt bereits eine erste Schadenschätzung der Versicherung mitteilen kann.

Was tun bei einem Hausratschaden?

Von Gartenmöbel über Blumentöpfe bis hin zur Weihnachtsbeleuchtung - das Schadensrisiko für Hausratgegenstände ist bei einem Sturm sehr hoch. Bevor ein Schaden der Versicherung gemeldet wird, ist es empfehlenswert, den entstandenen Schaden fotografisch festzuhalten. Bei grösseren Schadensbeträgen fordern die meisten Versicherungen Kaufbelege der beschädigten Objekte ein. Letztere können eingescannt oder auch abfotografiert werden und zusammen mit den Schadenfotos auf das online-Schadensformular der entsprechenden Versicherung geladen werden. Die meisten Versicherungen bieten ein solches online-Schadensformular an. Nachfolgend sind diese inklusive der Schaden-Hotlines der einzelnen Versicherungen aufgeführt:

Allianz Suisse (0800 22 33 44), AXA (0800 809 809), baloise direct (00800 24 800 800), CSS Versicherung (0844 277 277), Generali (0800 82 84 86), Helvetia (+41 58 280 30 00), Die Mobiliar (00800 16 16 16 16), smile.direct (0800 848 488),  Zurich (0800 80 80 80), ELVIA (0800 666 222), Visana (0800 800 688).

TIPP: Da in grossen Sturmereignissen wie dem Burglind die Schadenmeldungen bei den Versicherungsgesellschaften stark zunehmen, kann es zu längeren Reaktionszeiten kommen. Am schnellsten erhält man die Information zum aktuellen Zwischenstand der Schadensbearbeitung telefonisch, mittels den aufgeführten Telefonnummern. Dabei empfiehlt es sich, die eigene Policennummer bereit zu halten, um möglichst rasch die gewünschten Informationen zu erhalten.