Hausrat & Haftpflicht

Orkane «Petra» & «Sabine»: Was bei Schäden beachten?

AKTUELLES
|
Bild: iStock

Mit Windböen von über 170 km/h fegten die Sturmtiefs «Petra» und «Sabine» über die Schweiz. Die heftigen Winde können erhebliche Schäden verursachen. Comparis zeigt, welche Versicherung wann zahlt und wie Sie bei einem Schaden am besten vorgehen.

Wann gilt ein Sturm versicherungstechnisch als Sturm?

Ein Sturm wird gemäss Aufsichtsverordnung (AVO) definiert als Wind von mindestens 75 km/h, der in der Umgebung der versicherten Sachen Bäume umwirft oder Gebäude abdeckt. Dies entspricht der Windstärke 9 (Sturm) der Beaufort-Skala. 

Was tun bei einem Gebäudeschaden?

Hicke in der Hausfassade, zerbrochene Ziegel oder abgerissene Dachrinnen - jegliche Sturmschäden an Gebäudebestandteilen sind in den meisten Kantonen über die kantonale Gebäudeversicherung obligatorisch versichert. Besitzer müssen diese melden. Als Mieter ruft man bei einem Gebäudeschaden am besten direkt die Verwaltung an. Nicht unter das Obligatorium der kantonalen Gebäudeversicherung fallen die sogenannten GUSTAVO-Kantone (Genf, Uri, Schwyz, Tessin, Appenzell Innerrhoden, Wallis, Obwalden). In den drei Kantonen Uri, Schwyz und Obwalden ist eine Gebäudeversicherung für den Gebäudeeigentümer wohl obligatorisch, jedoch muss diese nicht beim Kanton abgeschlossen werden. Die Kantone Appenzell Innerrhoden, Wallis, Tessin und Genf kennen kein Obligatorium zum Abschluss einer Gebäudeversicherung.

Was tun bei einem Fahrzeugschaden?

Umstürzende Bäume, herumfliegende Äste oder Dachziegel - die Gefahr eines Schadens am parkierten Auto ist bei einem Sturmwind besonders hoch. Solche Schäden sind innerhalb der Teilkaskoversicherung als Elementarschäden versichert. Je nach Höhe des Schadens verlangen einige Versicherungen eine Besichtigung durch ihren Schadenexperten.

Was tun bei einem Hausratschaden?

Von Gartenmöbeln über Blumentöpfe bis hin zur Weihnachtsbeleuchtung - das Schadenrisiko für Hausratgegenstände ist bei einem Sturm immens. Halten Sie den Schaden fotografisch fest. Bei grösseren Schadensbeträgen fordern die meisten Versicherungen Kaufbelege der beschädigten Objekte ein. Letztere können eingescannt oder auch abfotografiert und zusammen mit den Schadenfotos bei der entsprechenden Versicherung elektronisch übermittelt werden. Die meisten Versicherungen bieten Online-Schadenformulare und eine Schaden-Hotline an. 

TIPP: Nach Stürmen nehmen Schadenmeldungen bei den Versicherungsgesellschaften stark zu. Es kann zu längeren Reaktionszeiten kommen. Halten Sie beim Ausfüllen der Schadenmeldung oder im Telefongespräch mit der entsprechenden Schadenabteilung Ihre Policennummer bereit.