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Bussenkatalog Schweiz 2019: Wie teuer ist Rasen?

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Rasen kann nicht nur gefährlich, sondern auch sehr teuer werden. Bild: iStock / zheltikov

Das Verkehrssicherheitsprogramm «Via sicura» vom Bundesamt für Strassen hat die Verkehrsvorschriften bereits 2013 verschärft. Mit u.a. strengeren Massnahmen gegen Raser sollen schwere Verkehrsunfälle verhindert werden. Die bisherige Bilanz ist positiv: Es gibt weniger Tote und Schwerverletzte auf Schweizer Strassen. Der Bussenkatalog wird in der Schweiz periodisch angepasst. Lesen Sie hier, welche Bussen aktuell anfallen.

Für die meisten Autofahrer ist die Einhaltung der Strassenverkehrsvorschriften selbstverständlich. Trotzdem gibt es immer wieder teils massive Überschreitungen, insbesondere bei den vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeiten. Mit dem Massnahmenpaket «Via sicura» will der Bundesrat u.a. der Raserei auf Schweizer Strassen Einhalt gebieten. Es soll insbesondere hochgradige Temposünder von ihrem Tun abhalten und dadurch Unfälle verringern.

Laut Verkehrsunfallstatistik des Bundesamtes für Strassen (ASTRA) ist die Zahl der Opfer jedoch im Jahr 2018 leicht gestiegen: 233 Menschen verloren ihr Leben – 3 mehr als 2017. Auch gab es 2018 mehr Schwerletzten, als im Vorjahr. Diese Zahl stieg um 219 auf 3873.

Wer gilt als Raser?

Ein so genanntes Raserdelikt liegt vor, wenn die vorgeschriebene Geschwindigkeit wie folgt überschritten wird.

Zone Geschwindigkeitsüberschreitung
30er-Zone
40 km/h
50er-Zone Innerorts
50 km/h
80er-Zone Ausserorts
60 km/h
120er-Zone Autobahn
80 km/h

Als Strafmassnahme wird bei einem Raserdelikt der Führerausweis für mindestens zwei Jahre entzogen. Im Wiederholungsfall müssen Raser den Führerausweis gar für immer abgeben. Und: Es drohen zwischen ein und vier Jahren Gefängnis. Bei krassen Geschwindigkeitsübertretungen kann das Auto eingezogen und verwertet werden.

Was kosten Geschwindigkeitsüberschreitungen?

Die Bussen für Geschwindigkeitsüberschreitungen und die Toleranz-Margen bei den Geschwindigkeitsmessungen sehen laut Empfehlungen des Bundes wie folgt aus (Bussen und Massnahmen können je nach Kanton variieren): 

Bussen (in Franken)

Überschreitungen Innerorts Ausserorts Autobahn
um 1-5 km/h
40.– 40.– 20.–
um 6-10 km/h
120.–
 100.– 60.–
um 11-15 km/h
 250.–  160.–  120.–
um 16-20 km/h
 V  240.–  180.–
um 21-25 km/h
 V  V  260.–
um 26-39 km/h
 V  V  V
um 40-80 km/h
 R R
 R

V = Verzeigung, R = Raserdelikt

Toleranz-Margen

Messverfahren bis 100 km/h 101-150 km/h ab 151 km/h
Radarmessungen
5 km/h
6 km/h
7 km/h
Lasermessungen 3 km/h
4 km/h
5 km/h
Stationäre Radarmessungen in Kurven
10 km/h
14 km/h
-
Moving-Radar 7 km/h
8 km/h
9 km/h
Messungen mit stationären Schwellendetektoren 5 km/h
6 km/h
7 km/h
Abschnittsgeschwindigkeitskontrollen 5 km/h
6 km/h
7 km/h

Scharfe Strafen auch für Junglenker

Auch für Junglenker sieht das Schweizer Strassenverkehrsgesetz (SVG) scharfe Massnahmen bei Zuwiderhandlungen vor. Je nach Vergehen fallen die Sanktionen und die Höhe allfälliger Bussen sehr unterschiedlich aus. Junge Autofahrer zahlen jedoch generell keine höheren Bussen als erfahrenere Autofahrer.

Alle Vergehen und ihre möglichen Strafen sind in der Ordnungsbussenverordnung des Bundes geregelt.

Vorsicht: Es gibt einige Ordnungsbussen im Schweizer Strassenverkehr, die man häufig nicht im Hinterkopf hat oder vernachlässigt behandelt. Diese können für Junglenker besonders schmerzlich sein: 

Weitere Ordnungsbussen im Strassenverkehr

Ordnungswidrigkeit Bussen in Franken
Nichtmitführen des Führerausweises
20.–
Überschreiten der zulässigen Parkzeit bis 2 Stunden 40.–
Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung 100.–
Nicht oder nicht gut sichtbares Anbringen der Parkscheibe am Fahrzeug
40.–
Halten auf einem Fussgängerstreifen 80.–
Nichtgewähren des Vortritts bei Fussgängerstreifen 140.–
Unnötiges Vorwärmen des Motors 60.–

Fazit

Wer sich an das Strassenverkehrsgesetz hält, schützt nicht nur das eigene Leben sowie das seiner Mitmenschen, sondern schont auch das Budget.