Vorsorge

Wer hilft mir bei Erwerbsunfähigkeit?

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| von Leo Hug |
Bild: iStock.com / kupicoo

Was passiert, wenn ich nach einem Unfall oder einer Krankheit nicht mehr arbeiten kann? Die Erwerbsausfallversicherung ist ein wichtiges Netz für alle, die vorübergehend oder längerfristig ihren Job nicht wahrnehmen können.

Die Erwerbsausfallversicherung (auch Erwerbsunfähigkeits- oder Berufsunfähigkeitsversicherung genannt) springt bei Arbeitsunfähigkeit wegen eines Unfalls oder einer Krankheit ein. Sie wird als regelmässige Rente ausbezahlt. Sie trägt dazu bei, den bisherigen Lebensstandard aufrechtzuerhalten oder eine Verschuldung zu verhindern.

Für wen eignet sich eine Erwerbsausfallversicherung?

  • Selbstständigerwerbende sind nicht obligatorisch einer Pensionskasse (PK) angeschlossen. Auch ohne Anspruch auf eine PK-Rente bei Arbeitsunfähigkeit können Sie mit einer Erwerbsausfallversicherung diese Vorsorgelücke privat schliessen.
  • Nicht erwerbstätige Personen: Wer keiner bezahlten Arbeit nachgeht (zum Beispiel Hausfrauen oder -männer), erhält bei einem Arbeitsausfall keine Leistungen von der beruflichen Vorsorge. Bei einem Arbeitsausfall kann der Ersatz in Form einer Haushaltshilfe oder einer Kindestagesstätte schnell teuer werden. Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung springt in diesem Fall ein und zahlt während der Arbeitsunfähigkeit eine Rente aus.
  • Bei einer längeren Erwerbsunfähigkeit ist die berufliche Vorsorge über die 1. und 2. Säule oft zu gering, um den gewohnten Lebensstandard weiterzuführen. Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung ergänzt die Leistungen von Invalidenversicherung und Pensionskasse.
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Wann erhalte ich Geld aus der Erwerbsausfallversicherung?

Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung können Sie entweder für Unfall und Krankheit oder nur für den Krankheitsfall abschliessen. Zudem können Sie festlegen, ab wann die erste Rente ausbezahlt wird (zum Beispiel nach Ablauf der Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber). Die Rente wird ab einer Erwerbsunfähigkeit von 25 Prozent ausbezahlt. Die Höhe der Auszahlung hängt vom Grad der Erwerbsunfähigkeit ab. Bei einer Arbeitsunfähigkeit von über 66 2/3 Prozent besteht Anspruch auf die volle Rentenleistung. Die Auszahlung der Renten erfolgt nach der definierten Wartefrist viermal jährlich.

Erwerbsausfallversicherung auf einen Blick

Vorteile

  • Sicherung eines regelmässigen Einkommens
  • Sicherheit für Angehörige
  • Höhe und Dauer der Rente individuell wählbar
  • Schliessung von Vorsorgelücken
  • Ergänzung der Leistungen der 1. und 2. Säule
  • Massgeschneiderte Deckung dank Rentenaufschub

Nachteil

  • Rentenauszahlung erst bei einer Erwerbsunfähigkeit von mindestens 25 Prozent.