Meine erste Katze


Die Samtpfote ist die Nummer eins aller Haustiere. In jedem vierten Schweizer Haushalt gibt es mindestens eine Katze. Viele Menschen glauben zu Unrecht, Katzen seien völlig anspruchslos. Es gibt einige Punkte zu beachten:

Erlaubt mein Vermieter Katzen in der Wohnung oder im Haus?

Sie sollten unbedingt vorgängig bei Ihrem Vermieter oder der Verwaltung nachfragen ob die Katzenhaltung erlaubt ist. Lassen Sie sich eine Zusage schriftlich bestätigen. In vielen Mietwohnungen sind Haustiere nicht erlaubt.

Habe ich genügend Platz und Zeit für eine Katze?

Katzen sind sehr anpassungsfähig und kommen gut mit den verschiedensten Lebensumständen zurecht. So gibt es Katzen welche frei auf dem Bauernhof leben und andere die als Wohnungskatze gehalten werden. Katzen, welche uneingeschränkten Freilauf haben, sind in der Regel einfacher zufrieden zu stellen, da bei ihnen kaum Langeweile aufkommt. Diese Lebensart ist für jede Katze wünschenswert. Durch eine Katzentür oder eine Katzenleiter können sie jederzeit nach draussen und sich selbst beschäftigen. Jedoch ist dabei auf die rechtzeitige Kastration zu achten, damit ein unkontrolliertes Vermehren verhindert werden kann.

Bei reinen Wohnungskatzen ist die Haltung um einiges komplexer. Eine Katze ist von Natur aus neugierig, will etwas erleben und findet kaum Gefallen an ganztägigem gelangweiltem vor sich hin dösen. Katzen, welche keinen Freigang haben müssen beschäftigt werden. Es ist wichtig, dass die Katze genügend Sozialkontakte bekommt. Wohnungskatzen sollten nicht alleine gehalten werden. Der Kontakt mit Menschen oder anderen Haustieren ist ein weiteres gutes Mittel gegen Langeweile. Die Besitzer sollten sich daher täglich aktiv mit ihrer Katze auseinandersetzen und ihr die gewünschte Aufmerksamkeit schenken. Je nach Katze sind dies ausgedehnte Streicheleinheiten oder aktive Spiele. Die Katze hat einen angeborenen Jagdtrieb, welchen sie ausleben will. Jagdspiele sind daher beliebt, da alles was sich bewegt, den Jagdinstinkt weckt.

Es ist wichtig, dass der Mensch seiner Katze Plätze zur Verfügung stellt, an denen sie in Ruhe alles beobachten kann. Am besten eignen sich erhöhte Plätze oder Fensterplätze, wo die Katze nach draussen schauen kann. Es sollte möglichst keine verschlossenen Türen geben, um ihr möglichst viel Bewegungsfreiheit zu gewähren. Kratzbäume, Katzengras und frisches Wasser sind unentbehrlich für eine Wohnungskatze. Wichtig zu klären ist auch, wer sich bei Krankheit oder Ferienabsenz um das Tier kümmert.

Kann ich mir eine Katze finanziell leisten?

Die anfallenden Kosten für eine Katze werden häufig unterschätzt. Für eine Katze mit einer Lebenserwartung von 15 Jahren kommen während des Lebens bis zu 20‘000 Franken (Kaufpreis ausgeschlossen) zusammen.

Folgende Kostenpunkte kommen auf Sie zu:

  • Tierarztkosten
  • Kastration/Sterilisation
  • Katzenklo und Katzensand
  • Kratzbäume und Liegeplätze
  • Transportkiste
  • Katzennetz oder Katzenklappe
  • Pflegemittel
  • Spielzeug und Flohhalsbänder
  • Futter, Leckerli, Futtergeschirr und Katzengras
  • Impfungen und Parasitenprophylaxe
  • Haftpflichtversicherung
Welche Rasse passt zu mir?

Bei den Katzen gibt es viele verschiedene Rassen. Die Tiere unterscheiden sich im Aussehen und in ihrem Charakter. Trotz Rassemerkmalen ist eine Katze ein Individualist und entwickelt sich nicht nach Plan. Somit können zwei Katzen der gleichen Rasse sehr unterschiedlich sein. Am besten lassen sie sich von einem Spezialisten bei der Rassenwahl beraten. Folgende Aufzählung gibt Ihnen eine erste Übersicht, welche Punkte zu beachten sind:

  • Vorhandene Allergien auf Tierhaare
  • Haltung in der Wohnung oder mit Freilauf
  • Spieltrieb und Aktivität
  • Grösse des Haushaltes
  • Anhänglichkeit der Katze
  • Katze oder Kater
  • Rassekatze oder Hauskatze
  • Fell und der entsprechende Pflegeaufwand
Will ich einen junges Kätzchen oder ein ausgewachsenes Tier?

Junge Kätzchen sind besonders süss, da sie verspielt, tollpatschig und noch sehr klein sind. Es macht Spass, ihnen beim Entdecken der Welt zuzuschauen und sie dabei zu begleiten. Allerdings müssen sie noch lernen wie das Katzenklo benutzt wird, dass die Pflanze kein Kratzbaum und der Esstisch kein Spielplatz ist. Daher braucht ein Katzenbaby in den ersten Monaten mehr Aufmerksamkeit als eine erwachsene Katze und sollte zudem nicht zu lange allein gelassen werden. Ausgewachsene Katzen sind immer noch verspielt, bereits stubenrein und allenfalls bereits an einen bestimmten Tagesablauf gewöhnt. Es gibt viele ältere Katzen in Tierheimen, die sich über ein neues liebevolles Zuhause freuen.