Recht & Gesetz

Budgetplanung 2018: Das wird teurer, das wird günstiger

AKTUELLES
|
Mit der richtigen Budgetplanung kommen Sie gut durchs 2018. Bild: iStock.com/oatawa

Zum Jahreswechsel trat eine Reihe neuer Gesetze und Verordnungen in Kraft. Manche machen sich direkt im Portemonnaie bemerkbar. comparis.ch gibt einen Überblick. Ausserdem: So behalten Sie Ihre Ausgaben im Griff.

Das freut den Geldbeutel

Weniger Mehrwertsteuer

Anfang Jahr sank der Normalsatz der Mehrwertsteuer von 8 auf 7,7 Prozent. Bei einem Einkauf von 1000 Franken macht das 3 Franken. Auch elektronische Zeitungen, Zeitschriften und Bücher dürften günstiger werden. Für sie gilt ein neuer Steuersatz von 2,5 Prozent; bisher waren es 8 Prozent.)

Weniger Post-Gebühren

Vielen Online-Shoppern ein Dorn im Auge: Wer bisher ein Paket aus dem Ausland zugestellt bekam, musste u.U. eine Zollrevisionsgebühr von 13 Franken bezahlen. Diese Gebühr für die stichprobenartige Kontrolle von Auslandspaketen durch die Zollverwaltung entfällt ab diesem Jahr. Spartipp: Wer die Etikette für Inlandspakete (neu für 2, 10 und 30 kg) via Post-Login erstellt, erhält je nach Gewicht einen Preisnachlass von bis zu 3 Franken pro Paket. 

Ebenfalls positiv für den Online-Handel: Zerbrechliche oder wertvolle Sendungen können entsprechend deklariert und für einen Aufpreis von rund 7 Franken versichert werden. Die Post haftet im Schaden- oder Verlustfall bis zu maximal 5000 Franken.

Mehr Geld für Intensivpflege

Eltern, die sich zu Hause um ihr schwerkrankes oder schwerbehindertes Kind kümmern, erhalten von der Invalidenversicherung (IV) einen höheren Intensivpflegezuschlag. Der monatliche Zuschlag wird je nach täglichem Mehraufwand auf 940 bis 2350 Franken erhöht.

Höhere IV-Rente für Teilzeiter

Weil die Invalidenversicherung (IV) gesundheitliche Einschränkungen im Beruf denjenigen im Haushalt gleichstellt, sind teilerwerbstätige Personen künftig besser gestellt. Betroffene, die bisher einen IV-Grad unter 40 Prozent hatten und keine Rente erhielten, können sich, nachdem die Berechnung nun anders durchgeführt wird, neu anmelden. Rund 16'000 Personen (darunter viele Frauen und Mütter) sind davon betroffen.

Mehr Geld für Vereine

Vereine und andere juristische Personen mit ideellem Zweck (Sport-, Musikvereine etc.) müssen keine direkte Bundessteuer mehr zahlen, wenn sie weniger als 20'000 Franken Jahresgewinn versteuern. Für die kantonalen Steuern gelten die Freigrenzen des jeweiligen Kantons.

 

Das drückt aufs Portemonnaie

Steigende Energiekosten

Die Emissionen in der Schweiz sind zu wenig stark gesunken. Darum erhöht der Bund die CO2-Abgabe auf Brennstoffe. Ein Liter Heizöl kostet seit Anfang Jahr drei Rappen mehr. Auch der Strompreis steigt, da die Abgabe für erneuerbare Energie um 0,8 Rappen auf 2,3 Rappen pro Kilowattstunde (kWh) erhöht wurde. Für einen typischen Haushalt mit einem Verbrauch von 4500 kWh pro Jahr bedeutet das eine Kostenerhöhung von durchschnittlich 2 Prozent oder 13 Franken. Vergleiche dazu  Strompreistarife der Gemeinden und Comparis-Strompreisvergleich Öko-Strom.

Höhere Krankenkassenprämien

Der Bundesrat hat den Ärztetarif Tarmed angepasst. Danach kann jeder Arzt für die Grundkonsultation nur noch 20 Minuten abrechnen. Für Kinder und Senioren sind es 30 Minuten. Durch diese Massnahme sollen in diesem Jahr rund 470 Millionen Franken gespart werden. Die Krankenkassenprämien steigen dennoch um durchschnittlich 4 Prozent. Bei Kindern und Jugendlichen sind es gar 5 Prozent. Bei comparis.ch können Sie sich einen Überblick verschaffen und den günstigsten Anbieter finden.

So planen Sie Ihr Haushaltsbudget

Alle Ausgaben, die sonst noch in diesem Jahr auf Sie zukommen, halten Sie am besten mit einem Haushaltsbuch fest. Dann können Sie Monat für Monat nachschauen, ob Sie im Plan sind – und vermeiden Kontoüberziehungen, Schulden und schlaflose Nächte.