Online-Shopping

Tipps für problemloses Online-Shopping

TIPPS
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Dank unseren Tipps erfolgreich online shoppen. Bildquelle: iStock

Der Kauf per Mausklick floriert – allein im Jahr 2016 haben Schweizer Konsumenten für 7,8 Milliarden Franken online eingekauft – Tendenz steigend. Damit der Spass beim Einkauf auch ungetrübt bleibt, ist ein umsichtiges Verhalten unabdingbar. comparis.ch verrät deshalb die besten Tipps für reibungsloses Online-Shopping.

Bequemlichkeit, Preisvorteil, Verfügbarkeit: Das sind die meist genannten Gründe, warum Schweizer online shoppen. Doch überwiegen diese Vorteile gegenüber einem Besuch im Laden? Nur, wenn einiges berücksichtigt wird – vom ersten Mausklick bis zum Rücksenden der Ware. comparis.ch hat deshalb zehn Tipps für erfolgreiches Online-Einkaufen zusammengestellt.

Vor der Bestellung

Vertrauenswürdigkeit des Anbieters prüfen

Prüfen Sie, ob der Anbieter vertrauenswürdig ist. Anhaltspunkte dafür sind beispielsweise ersichtliche Informationen über Anschrift, E-Mail-Adresse und Telefonnummer des Unternehmens sowie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, aber auch eine korrekte Sprache und Links. Ein Impressum mit detaillierten Angaben zur Firma sollte ebenso vorhanden sein wie ein oder mehrere Gütesiegel (z.B. Trustedshops oder der Verband des Schweizerischen Versandhandels). Wichtig ist dabei, dass man beim Anklicken auf die Logos der Gütesiegel auch auf die jeweilige Website kommt.

Auf technische Sicherheit achten

Online-Bestellungen sollten (wenn möglich) nur von privaten und nicht von öffentlichen Computern getätigt werden. Dabei sollte auch auf die technische Sicherheit bei der Übertragung von Daten geachtet werden. Ein Online-Shop-Betreiber sollte eine verschlüsselte Datenübertragung ermöglichen. Sie erkennen dies am Kürzel https:// in der Adresszeile Ihres Internetbrowsers und weiteren visuellen Hinweisen wie beispielsweise einem kleinen Schloss-Symbol in der unteren Browserleiste. Zudem sollten Sie Virenschutz und eine Firewall verwenden und (wenn möglich) den privaten Surfmodus im Browser aktivieren, um sich zusätzlich gegen Angriffe Dritter zu schützen. Modi zum anonymen Surfen unterstützen die Browser Chrome, Internet Explorer, Safari und Firefox. Ist das Surfen im privaten Modus nicht möglich, sollte der Verlauf des Internets-Browser nach dem Einkauf gelöscht werden.

Während der Bestellung

Warenkorb kontrollieren

Bei einer Online-Bestellung sollten Sie den elektronischen Warenkorb genau kontrollieren. Haben Sie die richtige Anzahl Stück ausgewählt? Handelt es sich tatsächlich um das gewünschte Produkt zum abgebildeten Preis? Es gelten die jeweiligen Angaben auf der Homepage des Online-Shop-Betreibers.

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) beachten

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Händlers sollten Sie unbedingt beachten. In den AGB ist in der Regel erläutert, in welchem Umfang ein Händler Garantieleistungen und Haftung übernehmen muss und ob seitens des Kunden Rückgabe- und Umtauschrechte bestehen. Sind nicht alle Details ausreichend erläutert oder bestehen hinsichtlich der Beschreibung Unklarheiten, sollten diese vor dem Kauf mit dem Verkäufer geklärt werden.

Auf allfällige Gebühren achten

Achten Sie darauf, was Ihnen an Gebühren verrechnet wird. Neben herkömmlichen Gebühren wie Versandkosten und Mindermengenzuschlägen kommen bei Bestellungen in ausländischen Online-Shops oft noch Zusatzkosten für Zoll und Steuern hinzu. Solche Shops sind aber nicht immer auf den ersten Blick erkennbar: Sie könnten eine Internetadresse mit der Endung «.ch» erworben haben. Den Sitz eines Online-Shops finden Sie in der Regel bei den Kontaktdaten oder im Impressum. Bei ausländischen Sendungen berechnet die Schweizer Post den Verzollungspreis je nach Herkunft und Wert der Sendung. Die Grundgebühr ist in der Regel zwischen 11.50 und 16 Franken. Hinzu kommt ein Zuschlag von drei Prozent des steuerbaren Warenwertes.

Sicher bezahlen

Wählen Sie eine sichere Zahlungsmethode. In der Schweiz ist das beispielsweise die Zahlung per Rechnung, welche die meisten seriösen Online-Händler anbieten. Ebenfalls ein hohes Mass an Sicherheit erreicht der Online-Zahlungsservice PayPal. Sobald Sie ein PayPal-Konto eingerichtet haben, bezahlen Sie online nur noch mit Ihrer E-Mail-Adresse und Ihrem Passwort – und nicht mit sensiblen Zahlungsdaten. Die Kreditkarte gilt im Normalfall ebenfalls als sicher – vorausgesetzt ist aber ein vorsichtiger Umgang mit Daten, insbesondere auch ein gesunder Menschenverstand. Sollte ein Anbieter für das Zahlen mit Kreditkarte eine Gebühr verlangen, können Sie diese zurückfordern. Lesen Sie hier, wie das funktioniert.

Nach der Bestellung

Beweismittel aufbewahren

Bewahren Sie alles rund um die Bestellung (Warenkorb, Zahlungs- und Bestellbestätigung, sowie weitere E-Mails und/oder Briefe des Händlers) auf. Bei Rückfragen oder Problemen mit der Bestellung können diese Dokumente als Beweismittel verwendet werden.

Mängel umgehend melden

Bei defekten Produkten unterscheidet man zwischen Gewährleistung und Garantie. Letztere ist lediglich ein freiwilliges Leistungsversprechen eines Unternehmens (z.B. Reparatur bei einem Defekt innert zwei Jahren). Die Gewährleistung hingegen ist gesetzlich bestimmt als «die Pflicht des Verkäufers, dafür zu sorgen, dass der Käufer keine mangelhaften Produkte erhält». Bekommt ein Käufer trotzdem ein mangelhaftes Produkt, gibt es drei Möglichkeiten:

  1. Den Kauf rückgängig machen (Art. 205 OR)

  2. Eine Minderung des Kaufpreises fordern (Art. 205 OR)

  3. Ersatz durch ein mangelfreies Produkt verlangen (Art. 210 OR)

In der Regel werden defekte Artikel umgetauscht. Sobald ein Mangel entdeckt wurde, sollte schnellstmöglich der Händler informiert werden. Denn nach zwei Jahren sind Gewährleistungsansprüche verjährt. Diese Frist kann im Vertrag nicht gekürzt werden.

Comparis-Tipp: Wenn Sie die bestellten Artikel mit einer Kreditkarte bezahlt haben, profitieren Sie gegebenenfalls von speziellen Versicherungen wie beispielsweise einer Einkaufschutz-Versicherung oder einer automatischen Garantieverlängerung für Elektronik-Artikel. Überprüfen sie allfällige Leistungen bei Ihrem Kreditkartenanbieter.

Rechtzeitig umtauschen

Bei Online-Käufen sieht das Schweizerische Recht kein Widerrufsrecht vor. Die meisten Online-Händler gewähren aber ein Rückgaberecht und nehmen ein Produkt unter bestimmten Umständen zurück. Wichtig ist, dass Sie sich rechtzeitig in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen über die Rückgabebedingungen informieren und den Artikel umgehend retournieren.

Vor Missbrauch schützen

Vergessen Sie nicht, nach Ihrem Einkauf den Browserverlauf / Cache oder den Zwischenspeicher des Computers zu löschen, falls das Surfen im privaten Modus nicht möglich war. Solche Daten können sonst zu einem späteren Zeitpunkt im Zwischenspeicher des Browsers ausgelesen werden. Schützen Sie sich zudem vor gefälschten E-Mails: Misstrauen ist angebracht, wenn Sie per E-Mail nach vertraulichen Daten wie Passwörtern oder Kreditkarteninformationen gefragt werden. Seriöse Unternehmen fragen solche Daten nie per E-Mail, über einen Link oder ein Formular ab.