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Altes Handy: Wo bekomme ich am meisten dafür?

TIPPS
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Alte Smartphones verkaufen – nur wie? Bild: istock

Immer tollere Kameras, immer schärfere Bildschirme und immer feineres Design – Smartphones werden von Jahr zu Jahr besser. Da verwundert es kaum, dass 90 Prozent der Befragten einer Comparis-Studie sich auch jedes Jahr ein neues Handy wünschen. Nur, was soll dann jedes Mal mit dem alten Gerät, dass so alt noch gar nicht ist, passieren?

«Ich rate dazu, es zu verkaufen, statt es zu entsorgen, sagt Jean-Claude Frick, Digital-Experte bei comparis.ch. Dazu gibt es verschiedenste Auktionsplattformen im Internet wie ricardo.ch. Noch aktuelle Smartphones (nicht älter als 18 Monate) erzielen da meist gute Preise. Zugleich ist aber auch die Konkurrenz am grössten.

Als Alternative gibt es viele Kleinanzeigenportale wie tutti.ch. Dort ist das Einstellen eines Inserats gratis. Es finden keine Auktionen statt. Stattdessen wählt man den Preis, zu dem man sein Gerät verkaufen mag, und bietet es an. Wem Hunderte oder sogar Tausende Freunde und Follower auf Facebook, Twitter und Co. folgen, der könnte sein altes Gerät dort anbieten. Denn so verzichtet man auf Einstell- und/oder Abschlussgebühren. 

Tipps für den Verkauf

Schon beim Kauf eines neuen Smartphones sollte man überlegen, ob man es später wieder verkaufen möchte. Falls ja, dann empfiehlt sich, das Gehäuse aus Glas und Aluminium von Anfang an mit einer Schutzhülle vor Kratzer und Beulen abzuschirmen. Denn sie drücken erheblich den Wiederverkaufspreis. Dieser lässt sich steigern, wenn man noch die «OVP (Originalverpackung) aufbewahrt hat.

Die Verpackung sollte aus vollständigem Zubehör wie Ladegerät, Kabel und Kopfhörer bestehen. Manche Anbieter, wie zum Beispiel Apple, legen den Verpackungen Sticker mit dem eigenen Logo bei. Sind diese noch vorhanden, macht das beim Wiederverkauf einen guten Eindruck. 

Weiss man bereits beim Kauf des neuen Smartphones, dass man andere als die mitgelieferten Kopfhörer benutzen möchte, sollten sie noch original verschweisst in der Verpackung belassen werden.

Gut in Szene setzen

Bevor man von dem Smartphone Bilder anfertigt, sollte es mit einem Mikrofasertuch gereinigt werden. Es empfiehlt sich zudem gutes Licht, damit das Gerät so abgebildet wird, wie es auch tatsächlich aussieht. Auch Kratzer oder Schäden im Lack sollten erkennbar sein. Sie zu verheimlichen würde spätestens bei der Übergabe des Smartphones Ärger geben. 

Welcher Preis?

Da iPhones am wertstabilsten sind, lassen sich dafür – abhängig davon, wie neu es noch ausschaut und wie viele Gebrauchsspuren es aufweist – teilweise sehr gute Verkaufspreise erzielen. So kann man beispielsweise für ein iPhone 6 durchaus 300 bis sogar 500 Franken erhalten. Android-Smartphones hingegen verlieren schneller an Wert, lassen sich aber dennoch gut verkaufen. Wer sich gern sein altes Smartphone beim Kauf eines neuen Geräts anrechnen lassen möchte, der kann den Wert des Geräts in einer kurzen Abfrage zum Beispiel auf der Seite des Schweizer Telekom-Unternehmens Swisscom ermitteln lassen. Als Orientierung für den Preis, den man ansetzen möchte, lohnt sich ein kurzer Konkurrenzcheck. Ein tiefer Einstiegspreis lockt zwar Besucher an, birgt aber das Risiko, dass man am Ende der Auktion diesen tiefen Preis akzeptieren muss.

Wem allerdings das Verkaufen zu anstrengend ist, der könnte sein altes Gerät weiterhin nutzen: «Als Musiksteuerung, als Wecker oder smarte Uhr zu Hause. Damit spart man sich zugleich die Anschaffung zusätzlicher Geräte, schlägt Jean-Claude Frick vor.