Krankenkassen

Gesundheitsdaten gegen Prämienrabatte?

ANALYSE
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Bild: iStock / AndreyPopov

Smartphones tracken standardmässig die Bewegungen der Nutzer. Automatisch werden diese Gesundheitsdaten lokal auf dem Gerät gespeichert. Viele Personen haben keine Bedenken, diese Daten auch zur geschäftlichen Nutzung an Versicherer zu übermitteln.

Für wie viel Geld geben Versicherte Ihre Gesundheitsdaten weiter?

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Wer gibt seine Gesundheitsdaten weiter?

Mobile Geräte zeichnen Daten über Bewegung, Ernährung, Sport, Schlaf etc. auf. Gemäss einer repräsentativen Comparis-Umfrage liefern bereits 9 Prozent der Befragten solche Daten an ihre Versicherung weiter.

Grundsätzlich steht gut ein Drittel der Befragten einer Nutzung der Gesundheitsdaten durch die Versicherungen offen gegenüber; solange die Datenlieferung freiwillig ist. Das gilt vor allem für die jüngeren Generationen mit einer Befürwortung von 42 Prozent der unter 30-Jährigen (36 Prozent der 30- bis 49-Jährigen und 27 Prozent der 50- bis 65-Jährigen).

Ein Viertel der Befragten findet zudem die Datennutzung durch die Versicherung mit einer Belohnung als Gegenleistung in Ordnung. Hier fällt ebenfalls bei den Jungen mit einer Nennung von 32 Prozent die Zustimmung am grössten aus (gegenüber 28 Prozent der bis 49-Jährigen und 16 Prozent der Generation 50+).

Was für eine Belohnung braucht es?

5 Prozent der Befragten würde bereits eine monatliche Belohnung von 5 Franken genügen. Weitere 12 Prozent würden mindestens 10 Franken für die Datenlieferung haben wollen. 19 Prozent würden ab 20 Franken ihre Daten preisgeben. Bei einer monatlichen Belohnung ab 50 Franken wären weitere 34 Prozent bereit, ihre Daten nutzbar zu machen.

Am konsequentesten hart zeigen sich die 50- bis 65-Jährigen: Hier verweigern 46 Prozent eine Datenweitergabe. Bei den 30- bis 49-Jährigen sind es nur mehr 25 Prozent und bei den unter 30-Jährigen 17 Prozent.

Zwei Drittel stören sich nicht an der automatischen Aufzeichnung

Fast zwei Drittel der Befragten stören sich grundsätzlich nicht an der automatischen Aufzeichnung ihrer Bewegungsdaten und tracken sie bewusst. 13 Prozent davon haben sich noch weitere Apps für das Messen von Gesundheits- und Fitnessdaten auf dem Smartphone heruntergeladen. Und 15 Prozent davon geben an, zusätzlich zum Smartphone auch einen Fitness-Tracker oder eine Smartwatch mit den entsprechenden Funktionen zu besitzen.