Vorbehalte


Die Krankenkassen können bei Anträgen auf Zusatzversicherungen einen zeitlich befristeten oder unbefristeten Vorbehalt anbringen, wenn sie den Antragssteller in gesundheitlicher Hinsicht als ein ungünstiges Risiko beurteilen. Dies bedeutet dann für den Versicherten, dass er keinen Anspruch auf Leistungen für die Behandlung der im Vorbehalt aufgeführten Krankheit hat.

Ein Beispiel: Sie leiden unter Heuschnupfen. Sie schliessen eine Zusatzversicherung ab, die alternativmedizinische Leistungen abdeckt. Die Krankenkasse bringt beim Abschluss dieser Zusatzversicherung bei Ihnen den Vorbehalt an, dass die Kosten für Behandlungen von Heuschnupfen und dessen Folgen aus diesem Versicherungszweig nicht bezahlt werden. Wenn Sie sich nun durch einen Naturarzt gegen Heuschnupfen behandeln lassen möchten, so müssen Sie diese Behandlung vollständig selbst bezahlen. Aus Ihrer Zusatzversicherung werden Ihnen hierfür keine Leistungen vergütet.

Sie können sich aber auch durch einen Arzt mit den Methoden der Schulmedizin behandeln lassen. Diese sind wissenschaftlich anerkannt und werden aus der Grundversicherung bezahlt.

Bei den Zusatzversicherungen haben die Krankenkassen das Recht, auch nachträglich Vorbehalte anzubringen, wenn sich herausstellt, dass jemand beim Ausfüllen des Versicherungsantrages unwahre oder unvollständige Angaben gemacht hat.

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