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Dauer des Hausverkaufs: So lange dauern die einzelnen Schritte

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Bild: iStock / DragonImages

Die Zeitspanne bis eine Wohnimmobilie verkauft ist, reicht von wenigen Monaten bis über ein Jahr. Comparis zeigt, wie viel Zeit die einzelnen Schritte im Verkaufsprozess in etwa benötigen. Wer sich professionelle Hilfe holt, kommt in der Regel schneller voran.

Wie lange dauert ein Hausverkauf im Durchschnitt?

In einem Marktumfeld mit konstanter Nachfrage nach Wohneigentum kann man ein Haus oder eine Wohnung im Normalsegment durchschnittlich innert sechs Monaten verkaufen. Folgende Faktoren können indes die Verkaufsdauer deutlich in die Länge ziehen:

Welche Immobilienverkauf-Schritte dauern wie lange?

1. Zustand der Immobilie begutachten

Immobilien neueren Datums oder Immobilien, die regelmässig renoviert wurden, bedürfen in der Regel nur kleinere Renovationen wie beispielsweise Malerarbeiten. Diese können Sie bei vorhandenem Know-how und Zeit selber vornehmen. Rechnen Sie mit zwei Wochen für die Begutachtung und die Durchführung kleinerer Arbeiten.

Ziehen Sie bei umfassenderen Renovationen einen Immobilienberater hinzu. Er kann einschätzen, wie stark eine Modernisierung beispielsweise des Heizungssystems den Verkaufspreis beeinflusst. Abhängig vom Umfang der Arbeiten muss mit einer Renovationsdauer von bis zu einem Jahr gerechnet werden.

Eine detaillierte Preisschätzung ergibt erst nach abgeschlossenen Renovationsarbeiten Sinn.

2. Marktpreis ermitteln

Sie können eine erste Grobschätzung Ihrer Immobilie selber online vornehmen. Das dauert nur wenige Minuten. So bekommen Sie eine ungefähre Vorstellung davon, was Ihre Immobilie in etwa Wert sein könnte.

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Für die Ermittlung eines realistischen Marktpreises braucht es indes eine professionelle Schätzung durch eine zertifizierte Immobilienfachperson vor Ort. Rechnen Sie für den Schätzprozess in etwa mit zwei Wochen.

3. Verkaufsdokumentation erstellen

Eine informative und ansprechend gestaltete Verkaufsdokumentation erhöht die Chance, den Wunschpreis Ihrer Immobilie zu realisieren. Dabei handelt es sich um eine umfassende und zeitintensive Arbeit. Sie müssen beispielsweise Situationspläne erstellen, einen ausführlichen Baubeschrieb verfassen oder amtliche Dokumente wie den Grundbuchauszug bestellen und beilegen. Rechnen Sie mit zwei bis drei Wochen bis Sie alle relevanten Informationen beisammen und in einer Verkaufsdokumentation gebündelt haben.

Fehlende Dokumente oder Informationen hinterlassen bei potentiellen Käufern einen unprofessionellen Eindruck und ziehen den Verkaufsprozess nur unnötig in die Länge.

4. Käufer finden

Sie können die Vermarktung Ihrer Liegenschaft selber vornehmen, indem Sie das Objekt auf diversen Online-Portalen ausschreiben. Rechnen Sie mit einer Woche für das Entwerfen und Aufschalten der Inserate. Alternativ können Sie den Verkauf Ihrer Liegenschaft auch in die Hände professioneller Agenturen legen.

Die Ausschreibungsdauer ist unter anderem von der Lage des Objekts abhängig. Wohneigentum in gut erschlossenen Regionen oder in Städten findet in der Regel schneller neue Besitzer als Immobilien in abgelegenen Regionen. Im Schnitt beträgt die Ausschreibungsdauer drei Monate.

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5. Verkaufsverhandlungen führen

Haben Sie potentielle Käufer gefunden, ist der Deal noch nicht in trockenen Tüchern. Nun stehen Besichtigungen und das Verhandeln über die Verkaufskonditionen an. Rechnen Sie mit mindestens 5 Arbeitstagen, bis Sie handelseinig werden. Bedenken Sie, dass Käufer bis zur Vertragsunterzeichnung jederzeit abspringen können.

6. Verkaufsabwicklung tätigen

Zur Verkaufsabwicklung gehören die Ausarbeitung des Kaufvertrags, das Einholen des Zahlungsversprechens der Bank und die öffentliche Beurkundung. Alles in allem dauert diese letzte Phase des Verkaufsprozesses rund einen Monat.

Kann ein Immobilienmakler die Verkaufsdauer beschleunigen?

Der Verkauf des Eigenheims in Eigenregie ist durchaus möglich, vorausgesetzt sie verfügen über ausreichend Zeit sowie bautechnisches Know-how, Marketing-Erfahrung und Verhandlungsgeschick. Engagieren Sie einen professionellen Immobilienmakler, wenn Sie sich diesen Anforderungen nicht gewachsen fühlen oder Ihre zeitlichen Ressourcen beschränkt sind.

Immobilienmakler sind aufgrund ihrer Erfahrung und Expertise in der Lage, einen Verkauf innert weniger Monaten unter Dach und Fach zu bringen und erzielen oft einen höheren Verkaufspreis, als wenn Sie Ihre Liegenschaft in Eigenregie veräussern. Zudem können Immobilienmakler Verkäufer bei diversen administrativen Arbeiten unterstützen, beispielsweise die Aufbereitung des Verkaufsdossiers, die Auswahl des idealen Verkäufers bis hin zur Schlüsselübergabe.

Professionelle Immobilienmakler verlangen im Schnitt ein Honorar zwischen 2 bis 3 Prozent des realisierten Verkaufspreises, abhängig von der Region und der Art der Immobilie. Das Honorar wird erst bei einer erfolgreichen Veräusserung fällig.

Doch aufgepasst: Es tummeln sich im Markt auch unseriöse Makler. In unserem Magazin finden Sie Tipps, wie Sie professionelle Makler finden.