Holzfensterrahmen streichen: So geht’s
Holzfenster sollten Sie regelmässig streichen. Comparis erklärt, wie Sie sie am besten wieder verschönern – und gibt Tipps zu Farben und Kosten.

05.02.2026

iStock / Zbynek Pospisil
1. Schritt-für-Schritt-Anleitung: Holzfenster streichen
Holzfenster verleihen Ihrem Zuhause Charme, brauchen aber regelmässige Pflege. Ihre Holzfenster sollten Sie in der Regel etwa alle fünf Jahre streichen.
Das Streichen von Holzfenstern erfordert einige Vorbereitungen und sorgfältige Arbeit. Mit unserer Anleitung erzielen Sie ein langlebiges Ergebnis.
Vorbereitung: Wie bereitet man alte Fensterrahmen zum Streichen vor?
Bevor Sie mit dem Streichen der Holzfenster beginnen, sollten Sie die Fenster entsprechend vorbereiten. Entfernen Sie zuerst Schmutz und Staub.
Kleben Sie nun alle Übergänge zum Holzrahmen mit einem Klebeband ab. Hierfür eignet sich ein Krepp-Klebeband. Es lässt sich nach dem Streichen optimal abziehen. Decken Sie die Scheibe mit einer Abdeckfolie ab.
Gut zu wissen: Sie können die Fensterflügel auch aushängen. Fensterflügel sind die beweglichen Teile des Fensters. So können Sie zum Beispiel die Metallbeschläge besser abkleben.
Alte Farbe entfernen
Wenn Sie verwitterte Holzfenster streichen, sollten Sie die alte Farbe vollständig entfernen. Das gelingt am besten mit einem Abbeizer. Lassen Sie diesen kurz einwirken und entfernen Sie danach die alte Farbe mit einem Spachtel.
Ein Föhn kann Ihnen die Arbeit erleichtern. Er erwärmt die Farbe, macht sie weicher und erleichtert so das Entfernen alter Farbschichten.
Holzfenster abschleifen
Schleifen Sie alle Flächen ab, die Sie streichen möchten. Für grosse Flächen können Sie eine Schleifmaschine nutzen.
Wollen Sie die Farbe nur auffrischen? Dann reicht es, den Rahmen mit einem groben Schleifpapier zu bearbeiten. Schleifen Sie immer mit der Maserung.
Streichen Sie nun den Holzrahmen mit Imprägniergrund ein. So schaffen Sie einen optimalen Untergrund zum Streichen und pflegen gleichzeitig das Holz.
Sie sollten das Fenster vor dem Streichen schleifen. Dadurch hält die Farbe besser. Ausserdem werden durch das Schleifen kleinere Beschädigungen entfernt, die sonst nach dem Streichen noch sichtbar wären.
Grundierung
Bei einem Anstrich mit Lack müssen Sie das Holzfenster zuerst grundieren. Lasieren Sie das Fenster, können Sie diesen Schritt überspringen. Stattdessen tragen Sie eine erste Schicht Lasur auf.
Streichen Sie immer mit der Maserung. Beachten Sie ausserdem folgende Streichreihenfolge:
Fensterrahmen
Falz der Fensterflügel
Querbalken der Fensterflügel
Falze der Rahmen
Senkrechte Balken der Flügel
Die Ecken können Sie am besten mit einem Pinsel streichen. Für gerade und grosse Flächen eignen sich Schaumstoffrollen.
Lassen Sie die Grundierung oder Lasur vollständig trocknen. Dies dauert in der Regel zwischen 12 und 24 Stunden. Schauen Sie auf der Packung nach, was für Ihre Farbe gilt.
Anstrich
Rauen Sie nun bei beiden Vorgehensweisen die Grundierung oder Lasurschicht mit einem Schleifpapier an. Dadurch halten die nachfolgenden Farbschichten besser.
Wenn Sie Ihr Holzfenster lackieren, tragen Sie nun eine erste Lackschicht auf. Beim Lasieren folgt eine zweite Lasurschicht. Beachten Sie wieder die Streichreihenfolge.
Lassen Sie diese Schicht bei beiden Vorgehensweisen erneut trocknen. Danach rauen Sie die Schicht ein letztes Mal an. Nun folgt ein letzter Anstrich und das Holzfenster erstrahlt in neuem Glanz.
Wichtig: Tragen Sie beim Schleifen und Streichen eine Atemschutzmaske und allenfalls Handschuhe. Lüften Sie regelmässig. Das schützt Sie vor Staub, giftigen Ausdünstungen und Chemikalien.
2. Holzfenster streichen: Welche Farbe eignet sich?
Für das Streichen von Holzfenstern können Sie Lack oder Lasur verwenden.
Lack
Sie wollen ein deckendes Ergebnis? Dann ist Lack die richtige Wahl. Farbige Lacke haben eine hohe Deckkraft. Die Holzmaserung ist nach dem Lackieren nicht mehr sichtbar.
Lack bildet eine geschlossene, deckende Schicht auf dem Holz. Dadurch wird das Holzfenster optimal vor Feuchtigkeit und Witterungseinflüssen geschützt. Lack eignet sich daher besonders für die Aussenseiten von Fenstern. Achten Sie darauf, einen Lack zu wählen, der speziell für den Aussenbereich geeignet ist.
Lasur
Lasur ist weniger deckend als Lack: Streichen Sie Ihr Holzfenster mit Lasur, bleibt die Holzmaserung sichtbar. Da Bestandteile in das Holz einziehen, ist es aber trotzdem vor Feuchtigkeit und Witterung geschützt.
Verwenden Sie vor allem für den Aussenanstrich eine Dickschichtlasur. Damit ist das Holzfenster optimal vor Witterungseinflüssen geschützt.
3. Holzfenster streichen: Kosten
Die Kosten für das Streichen eines Holzfensters unterscheiden sich je nach:
Zustand
Grösse, inklusive der Anzahl der Flügel
Ob Sie nur eine oder beide Seiten streichen wollen
Ob Sie auch das Fensterbrett streichen
Der verwendeten Farbe
Die Materialkosten für das Streichen eines Fensters fangen bei ungefähr 30 bis 60 Franken an. Je nach Qualität, Preis und Menge des Materials können die Kosten allerdings stark ansteigen.
Was kostet es, den Fensterrahmen streichen zu lassen?
Die Kosten für den Anstrich durch eine Fachperson fangen bei etwa 120 Franken pro Fenster an. Je nach Grösse und Zustand des Fensters kann das Streichen allerdings auch mehrere hundert Franken kosten. Die Kosten beinhalten sowohl das Material als auch die Arbeitszeit.
Es kann sich durchaus lohnen, eine professionelle Malerin oder einen professionellen Maler zu beauftragen. Sie sorgen für einen gleichmässigen und langlebigen Anstrich und verwenden die passenden Materialien.
Da die Preise sich stark unterscheiden können, sollten Sie sich mehrere Offerten einholen. So finden Sie die für Sie beste Malerfirma.
4. Holzfenster streichen: Vorteile
Das Streichen von Holzfenstern hat viele Vorteile:
Längere Lebensdauer: Regelmässig gestrichene Holzfenster bleiben widerstandsfähig gegen Verwitterung und Schädlinge.
Schutz vor Witterungseinflüssen: Vor allem an der Aussenfassade schützen Lacke und Lasuren das Holz vor Feuchtigkeit, Schimmel und UV-Strahlung.
Optische Aufwertung: Frisch gestrichene Fenster wirken gepflegt und verleihen dem Haus neuen Glanz – sowohl innen als auch aussen.
5. Häufige Fragen zum Holzfenster und Fensterrahmen streichen
Ihre Fenster sollten Sie in der Regel etwa alle fünf Jahre streichen. Ein alternativer Richtwert ist das Aussehen des Fensters: Hat die aktuelle Farbe Risse oder sieht matt aus, ist es Zeit für einen neuen Anstrich.
Der beste Zeitraum zum Fensterstreichen ist im Frühling. So trocknet die Farbe richtig durch, aber auch nicht zu schnell. Denn: Trocknet die Farbe zu schnell, kann sie schnell wieder abplatzen.
Ja, Sie können Ihre Fensterrahmen innen streichen. Machen Sie das am besten zeitgleich mit der Aussenseite. So haben Sie ein gleichmässiges Ergebnis.
Sie können Ihre Fensterrahmen aussen streichen. Am besten machen Sie das etwa alle fünf Jahre. Auch bei abgeplatzter Farbe und einem matten Aussehen braucht der Rahmen einen neuen Anstrich.
Sie können die Fensterrahmen von einer professionellen Malerfirma streichen lassen. Das ist teurer, als wenn Sie selbst streichen. Allerdings haben Sie mit einem Malerbetrieb in der Regel einen gleichmässigen und langlebigen Anstrich.
Ob Sie den Fensterrahmen streichen dürfen, hängt von Ihrer Wohnsituation ab:
Wohnen Sie in Ihrem Eigentumshaus, können Sie die Fenster jederzeit streichen.
Wohnen Sie in Stockwerkeigentum, brauchen Sie für das Streichen der Fenster die Zustimmung der Eigentumsgemeinschaft.
Wohnen Sie zur Miete, müssen Sie Ihre Vermietung um eine schriftliche Erlaubnis bitten (Art. 260a OR).
Dieser Artikel wurde erstmals produziert am 24.10.2024




