Heizkörper streichen: So gehen Sie vor
Ist Ihre Heizung nicht mehr schön, braucht sie einen neuen Anstrich. Aber kann man Heizkörper selbst streichen? Comparis klärt auf und gibt Tipps.

04.02.2026

iStock / SonjaBK
1. Streichen des Heizkörpers vorbereiten
Prüfen Sie die Heizung auf Rost und Lecks. Ist eine Stelle stark verrostet oder gibt es ein Leck, lassen Sie den Heizkörper von einer Fachperson überprüfen. Bei einer Mietwohnung sollten Sie Ihre Vermietung informieren.
Schalten Sie die Heizung aus und lassen Sie sie abkühlen. Kleben Sie dann Wand und Boden um die Heizung mit Papier oder Folie ab. Schützen Sie Ventile und allenfalls Zähler mit Kreppband. Möchten Sie einen Sprühlack benutzen, sollten Sie grosszügig abkleben.
Tragen Sie alte Kleidung oder einen Schutzanzug. Beim Schleifen und Sprayen sollten Sie auch eine Maske, Handschuhe und allenfalls eine Schutzbrille tragen. Zum Abschleifen sollte die Maske mindestens einen FFP2-Schutz bieten. Beim Sprayen brauchen Sie eine Maske mit Atemschutzfilter.
Streichen Sie Ihren Heizkörper am besten ausserhalb der Heizperiode. Der Grund: Sie können Ihre Heizung nach dem Streichen je nach Farbe allenfalls mehrere Tage nicht einschalten. Sie müssen ausserdem viel lüften.
2. Heizkörper zum Überstreichen vorbereiten
Schleifen Sie die Heizung ab. Dazu eignet sich Schleifpapier mit 120er-Körnung oder Schleifvlies. So können Sie leichten Rost und abgeblätterte Farbreste entfernen.
Das Schleifen raut ausserdem die Oberfläche an. So haftet der Lack besser. Reinigen Sie anschliessend den Radiator von Staub und Fett. Dafür reicht ein normaler Haushaltsreiniger.
Kann man Heizkörper streichen, ohne zu schleifen?
Statt zu schleifen, können Sie auch sogenannte Anlauger nutzen. Verwenden Sie den Anlauger aber nur, wenn die Heizung keine Beschädigungen aufweist. Reinigen Sie den Heizkörper hinterher gut.
Wichtig: Tragen Sie beim Auftragen des Anlaugers Schutzkleidung.
Sollen Profis die Heizung streichen?
Möchten Sie sich nicht die Arbeit machen oder ein professionelles Ergebnis? Dann können Sie für das Streichen der Heizung Fachpersonen engagieren.
3. Radiator streichen: So gehen Sie vor
Streichen Sie den Radiator mit einer Heizkörper-Grundierung. Hat Ihr Heizkörper verrostete Stellen, sollten Sie eine Grundierung mit Rostschutz wählen.
Die Grundierung können Sie mit Pinsel und Malerrolle auftragen. Es gibt auch spezielle Heizkörperpinsel. Die sind am Ende angewinkelt. So kommen Sie auch an schwer erreichbare Stellen.
Lassen Sie die Grundierung vollständig trocknen, bevor Sie den Heizkörper überstreichen. Rauen Sie vor dem Farbanstrich die Heizung noch einmal mit Schleifpapier auf. Reinigen Sie sie anschliessend.
Zum Heizungstreichen brauchen Sie hitzebeständige Farben oder einen hitzebeständigen Lack – einen sogenannten Heizkörperlack. Den bekommen Sie im Baumarkt und online.
Streichen Sie zuerst die schwer zugänglichen Stellen mit dem Pinsel. Anschliessend können Sie den Rest der Heizung mit einer Farbrolle streichen. Füllen Sie dafür den Lack in eine Farbwanne. Streichen Sie mit der Rolle von oben nach unten, um sogenannte Farbnasen zu verhindern. Farbnasen sind getrocknete Tropfen aus Farbe.
Wichtig: Achten Sie darauf, dünn und gleichmässig zu streichen. Streichen Sie zu dick, kann das die Heizleistung mindern.
Lassen Sie den Lack trocknen. Die Trockenzeit steht meist auf der Verpackung der Farbe. Lüften Sie den Raum während des Trocknens.
Um die Heizung mit Sprühfarbe zu lackieren, brauchen Sie einen speziellen Heizkörperlack. Den gibt es online und im Baumarkt. Sie brauchen ausserdem Schutzkleidung sowie Handschuhe, einen Augenschutz und eine Atemschutzmaske.
Bevor Sie mit dem Sprühen beginnen, schütteln Sie die Lackdose ein paar Minuten. Prüfen Sie, ob der Lack gleichmässig aus der Dose kommt. Das können Sie zum Beispiel an der angebrachten Abdeckung machen.
Wichtig: Lassen Sie während des Sprayens Fenster und Türen geschlossen. So verhindern Sie, dass sich die Farbe im Raum verteilt.
Öffnen Sie Fenster und Türen erst, wenn der Lack ganz getrocknet ist. Setzen Sie auch erst dann die Maske ab.
Halten Sie die Spraydose ungefähr 20 Zentimeter von der Heizung entfernt. Sprühen Sie jetzt abwechselnd horizontal, vertikal und diagonal auf den Radiator.
Haben Sie die ganze Heizung lackiert, warten Sie einen Moment. Prüfen Sie, ob noch unlackierte Stellen vorhanden sind. Sprühen Sie allenfalls nach.
Lassen Sie den Lack trocknen. Die Trockenzeit steht meist auf der Verpackung oder Dose.
Oft ist eine zweite Schicht Lack nötig. Lassen Sie die erste Schicht dafür vollständig trocknen. Rauen Sie sie dann leicht mit Schleifpapier an und reinigen Sie den Heizkörper. Gehen Sie anschliessend genauso vor wie bei der ersten Schicht.
Lüften Sie nach dem Streichen oder Sprühen gut durch. Der Geruch kann noch mehrere Tage im Raum bleiben. Durch Lüften und Aufheizen des Radiators verflüchtigt sich der Geruch schneller.
Wichtig: Stellen Sie die Heizung erst wieder an, wenn der Lack vollständig getrocknet ist.
4. Heizkörperlack zum Streichen oder als Spray?
Streichen oder sprühen? Mit beiden Methoden können Sie Ihrem alten Heizkörper einen neuen Anstrich geben.
| Vorteile | Nachteile | |
|---|---|---|
| Streichen |
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| Sprayen |
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Heizkörper vom Profi streichen lassen
Egal ob streichen oder sprühen – möchten Sie lieber eine Fachperson den Radiator lackieren lassen? Bei Comparis finden Sie eine Malerin oder einen Maler in Ihrer Nähe.
5. Häufige Fragen zum Thema Heizkörper streichen
Welche Farbe Sie für Ihren Heizkörper wählen, hängt in erster Linie von Ihrem Geschmack ab. Oft sind Radiatoren in Weisstönen gestrichen.
Unabhängig von der Farbe sollten Sie immer Heizkörperlack verwenden.
Heizkörperlack ist besonders hitzebeständig. Andere Farben blättern ab oder bilden Blasen, wenn sie zu warm werden. Ausserdem vergilben sie weniger.
Dieser Artikel wurde erstmals produziert am 24.10.2024



