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Wohnen und Umzug während Corona: Was muss ich darüber wissen?

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Bild: iStock / AntonioGuillem

Bald steht der nächste Zügeltermin an – aber kann der Umzug trotz Corona-Krise stattfinden. Arbeiten die Umzug- und Reinigungsunternehmen noch? Muss ich Miete zahlen, wenn ich doch noch nicht einziehen kann? Comparis beantwortet nachfolgend die wichtigsten Fragen rund um das Thema Umzug, Wohnen und Immobilien.

Dürfen Umzugs- und Reinigungsunternehmen wieder uneingeschränkt arbeiten?

Ja, Umzugs- und Reinigungsunternehmen dürfen unter Auflagen der Gesundheitsvorschriften des BAG wieder normal arbeiten. Das Zügelpersonal muss den Mindestabstand zu den Kunden einhalten. Es wird empfohlen, dass zur Risikogruppe zählende Mieterinnen und Mieter beim Umzug bzw. der Reinigung nicht anwesend sind.

Darf der Umzug zusammen mit Freunden durchgeführt werden?

Freunde dürfen Sie beim Zügeln unterstützen. Sind beim Umzug Freunde dabei, die sich untereinander nicht kennen, sollten Sie die Nachverfolgbarkeit sicherstellen. Halten Sie wenn möglich, die derzeit gültigen Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) ein.

Ich bin Tonspezialist, arbeite als Freelancer und habe fast keine Aufträge mehr. Kann ich meine Miete etwas später bezahlen?

Bei Unterbrechungen oder Einschränkungen der Geschäftstätigkeit aufgrund der Corona-Pandemie sollen Mieter von Geschäftslokalen nur 40 Prozent der Gesamtmiete bezahlen. Die restlichen 60 Prozent sollen die Vermieter schultern. Der Bundesrat hat eine entsprechende Vorlage in die Vernehmlassung geschickt.

Wenn ich meine Immobilie verkaufen möchte – wie muss ich jetzt vorgehen?

Grundsätzlich kann derzeit jede Aktivität stattfinden, solange die vom Bundesrat erlassenen Gesundheitsvorschriften eingehalten werden. Aktivitäten wie beispielsweise Publizieren von Inseraten, das Verfassen eines Exposés oder administrative Tätigkeiten lassen sich digital erledigen. Haus- und Wohnungsbesichtigung können nach wie vor physisch erfolgen – sofern die Gesundheitsvorschriften eingehalten werden. Eine Alternative wäre eine virtuelle Besichtigung per Video. Immobilien lassen sich auch in Corona-freien Zeiten nicht immer einfach verkaufen. Verkaufswillige Immobilienbesitzer sollten sich deshalb vorgängig informieren, damit der Immobilienverkauf zum Erfolg führt. Diverse Antworten auf mögliche Fragen und ein kostenloses eBook rund um den Immobilienverkauf zum Download gibt es hier.

Was verrät uns die Geschichte über die Auswirkungen einer Krise auf den Immobilienmarkt?

Prognosen aufgrund vergangener historischer Ereignisse zu stellen, ist immer heikel. Denn: «Die Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich», soll der amerikanische Schriftsteller Mark Twain einmal gesagt haben. Die Corona-Pandemie wird ziemlich sicher auf die Immobilienpreise drücken. Wie stark die Preiskorrektur ausfallen wird, ist primär abhängig von der Dauer und Intensität der wirtschaftlichen Rezession. Der Preisdruck auf Geschäfts- und Wohnrenditeliegenschaften wird im Schnitt wahrscheinlich gewichtiger sein, als auf selbstbewohntem Eigentum. Private Eigentümer schränken ihren Konsum erfahrungsgemäss deutlich ein, um die Wohnung oder das Haus zu halten. In der Immobilienkrise Ende der 1980er anfangs der 1990er Jahren kam es hierzulande zu relativ wenig Zwangsversteigerungen bei Eigenheimen. Aber wie gesagt: Das muss nicht für eine künftige Immobilienkrise gelten.

Wenn ich eine Immobilie erwerben und vorher besichtigen möchte - wie läuft das jetzt ab?

Aktuell fällt die Besichtigung einer Immobilie unter keine der Regelungen, mit denen der Bundesrat die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen will. Bei einer Besichtigung muss zwingend die Abstandsregel von mindestens 1.5 Metern eingehalten werden: Es gibt indes bereits erste Makler, die keine persönlichen Besichtigungen mehr durchführen oder das Objekt per Videotelefonie zeigen.

Haben Sie weitere Fragen rund um das Thema Corona? Hier finden Sie weitere Fragen und Antworten zu Krankenkasse, Arbeitsbedingungen, Vorsorge und Reisen. Des Weiteren finden Sie hier ebenfalls mehr zum Thema Privatkredite, Lohnfortzahlung und Hypotheken, sowie Fragen betreffend KMU.