Referenzzinssatz sinkt auf 1,5 Prozent: Jetzt tiefere Miete verlangen!

Viele Schweizer könnten jeden Monat Geld sparen. Denn Sie haben einen Anspruch auf Mietminderung.

Der Referenzzinssatz rutscht per 2. Juni 2017 auf ein neues Rekordtief von 1,5 Prozent. Mieter können nun eine Mietzinsreduktion von bis zu knapp 3 Prozent verlangen. Berechnen Sie jetzt online die Höhe Ihres Anspruchs.

Am 1. Juni 2017 teilte das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) mit, dass der hypothekarische Referenzzinssatz per 2. Juni 2017 um 0,25 Prozent auf ein rekordtiefes Niveau von 1,5 Prozent sinkt.  Er war bis heute seit dem 2. Juni 2015 auf 1,75 Prozent. 

Der Referenzzinssatz gibt Orientierung bei der Berechnung der Mieten: Wenn er sinkt, sollten auch die Mieten sinken. Da die wenigsten Vermieter bei einem tiefen Zinssatz von sich aus die Mieten senken, müssen die Mieter oft selbst aktiv werden.

Warten kostet Geld

Wer bei den letzten Senkungen noch keine Mietzinsreduktion gefordert hat, sollte jetzt handeln. Das heisst: Mieter sollten in ihrem Mietvertrag oder der letzten Erhöhungsanzeige nachsehen, wie hoch der aktuell verwendete Zinssatz ist. Eine Mietreduktion zahlt sich erst auf den nächsten ordentlichen Kündigungstermin aus. Zu lange warten lohnt sich also nicht.

Seit September 2008 hat der hypothekarische Referenzzinssatz einen Einfluss auf die Mietzinsen. 2008 lag dieser noch bei 3,5 Prozent und sank seither kontinuierlich. Das nächste mögliche Datum für eine Änderung des Referenzzinssatzes ist der 1. September 2017.

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Was mache ich, wenn der Vermieter ablehnt?

Der Vermieter muss innert 30 Tagen antworten. Er kann die Senkung der Miete zum Beispiel wegen Teuerung oder gesteigerten Betriebskosten ablehnen. Mieter sollten entsprechende Einwände prüfen:

  • Der Vermieter darf für gesteigerte Betriebs- und Unterhaltskosten maximal eine Pauschale von 0,5 Prozent der Nettomiete verrechnen – und nicht mehr!
  • Bei der Teuerung (gemäss Landesindex der Konsumentenpreise) darf der Vermieter nur 40 Prozent umschlagen.

Nicht alle Mieter profitieren vom tiefen Referenzzinssatz. Mietverträge mit indexierten oder staatlich verbilligten Mieten (oft bei Baugenossenschaften) sind nicht an den Referenzzinssatz gekoppelt. Wer einen solchen Vertrag hat, kann in diesem Fall auch keinen Senkungsanspruch geltend machen.